Metadata : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1904. (95)

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Lothringens  5,1,  Oldenburgs  mit  5,2  und  der  preußischen  Provinzen  Ost=  und  Westpreußens
mit  54  und  4,6  9/000  hinaus.

Die  Großstädte  hatten  im  Allgemeinen  einen  etwas  geringeren  Personalbestand  als
die  Gesammtheit  der  großen  Gemeinden  aufzuweisen,  im  Reich  einen  solchen  von  3,5  gegen
3,6,  in  Preußen  von  3/  gegen  3,5  auf  je  10  000  Einwohner.  Gleichwohl  wurden  in
einigen  Großstädten  recht  ansehnliche  Ziffern  erreicht,  besonders  in  Königsberg,  nämlich
5,19  /00,  demnächst  in  Straßburg  4,7,  Dresden  4),66,  Stuttgart  4,62,  Danzig  4,50,  München
4,æ,  Braunschweig  4  ,25  und  in  Nürnberg  4,01  %00.  Am  spärlichsten  war  das  Personal  in
Barmen  mit  2%08  und  in  Altona  mit  1/92  %0.  Die  Häufigkeit  des  Personals  in  Berlin,
welche  3/47  %/%0  betrug,  lag  zwischen  dem  Mittel  der  deutschen  und  preußischen  Großstädte.

Bezüglich  der  Vertheilung  des  zur  Bevölkerung  in  Beziehung  gesetzten  Personals
nach  Kreisen  2c.  (vgl.  Tabelle  III  b)  ist  hervorzuheben,  daß  vergleichsweise  hohe  Ziffern
von  5,0  %//0  und  darüber  nur  für  Stadtkreise  und  sonstige  Gemeinden  mit  20  000  und
mehr  Einwohnern  festgestellt  werden  konnten.  Es  waren  im  Ganzen  51,  von  denen  mehr
als  die  Hälfte,  nämlich  28,  auf  Bayern  entfiel,  auf  Preußen  dagegen  nur  13,  auf  Württemberg,
  Hessen,  Oldenburg  und  Elsaß-Lothringen  je  2  und  auf  Baden  und  Reuß  ä.  L.  je  1.
Der  Befund  für  Bayern  steht  mit  der  oben  festgestellten  Thatsache  im  Einklang,  daß  die
unmittelbaren  Städte  daselbst  im  Gegensatz  zu  den  Landbezirken  im  Allgemeinen  auch  vergleichsweise
  zahlreiche  Apotheken  besaßen.  In  Günzburg  (Schwaben)  kamen  9),52  pharmazeutische
  Personen  auf  je  10  000  Einwohner,  in  Traunstein  (Oberbayern)  9,83  und  in
Rothenburg  a.  T.  und  Dinkelsbühl  (Mittelfranken)  9,77  bezw.  11/0  3%/%0  (Maximum).
Innerhalb  Preußens  hatte  Tilsit  mit  7,55  %00%  den  größten  Personalbestand  aufzuweisen,
von  den  übrigen  Staaten  desgleichen  Jever  in  Oldenburg  mit  9,61,  Gießen  (Oberhessen)
7008,  Metz  6,59  und  Cannstatt  in  Württemberg  mit  6,77  %/o#

Ein  kleineres  Personal  als  100  /%00  gab  es  nur  in  den  3  Staaten  Preußen,  Bayern
und  Oldenburg.  Einschlägig  waren  nur  Landkreise,  in  Preußen  39,  in  Bayern  26,  in
Oldenburg  3.  Die  drei  bayerischen  Bezirksämter  Landshut,  Straubing,  Kempten,  welche
Apotheken  nicht  besaßen,  hatten  selbstverständlich  auch  kein  pharmazeutisches  Personal  aufzuweisen.


Der  geographischen  Vertheilung  des  Personals  nach  gehörte  sowohl  die
Mehrzahl  der  höchsten,  wie  der  niedrigsten  Ziffern  östlichen  Bezirken  an.  In  der  östlichen
Hälste  des  Reichs  liegen  nämlich  8  von  den  13  preußischen  Kreisen,  welche  das  höchste
Häufigkeitsverhältniß  zeigten,  und  30  von  39  der  entgegengesetzten  Art.  Im  Allgemeinen
muß  aber  die  Häufigkeit  des  pharmazeutischen  Personals,  ebenso  wie  diejenige  der  Apotheken
im  Osten  als  wesentlich  geringer  angesehen  werden.  Denn  wenn  man  alle  diejenigen  Kreise
in  Betracht  zieht,  in  denen  2,5  %/%00  pharmazeutische  Personen  und  darüber,  entsprechend
1  Person  auf  höchstens  4  000  Einwohner,  vorhanden  waren,  so  betrug  deren  Zahl  östlich
von  dem  ungefähr  durch  Berlin  gehenden  31.  Längengrade  27,  westlich  davon  hingegen  306.

Etwas  anders  als  im  Vergleich  zur  Bevölkerung  gestaltete  sich  die  Vertheilung
des  pharmazeutischen  Personals  nach  Apotheken.  Während  die  großen  und  kleinen
Gemeinden,  bei  einem  Gesammtmittel  von  2,  Personen  auf  eine  Apotheke,  etwas  höhere  Personalbestände
  im  Verhältniß  zu  den  Apotheken  als  zur  Bevölkerung,  3,65  gegen  384  und  1,7
gegen  1,5  aufwiesen,  ergiebt  sich  für  die  an  Apotheken  vergleichsweise  reichen  mittelgroßen
Gemeinden  ein  wesentlich  niedrigerer  Bestand  von  2,,  gegen  3,0.  Die  auf  je  1  Apotheke
ermittelten  Ziffern  hatten  1887  genau  die  gleiche  Höhe,  sodaß  in  dieser  Beziehung  eine
Abänderung  nicht  stattgefunden  hat.