Contents : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Quadratum

Kreisbogen,  also  z.  B.  auch  mit  dem  Qugdranten
finden  u.  die  somit  zur  (mechanischen)  Quadratur
des  Kreises  dienen  kann,  s.  oswinden  226.  rälum
[8  24,  2,  n.):  Quadrat.  ratür,  f.;  -en:  1)
Quadrierung:  a)  (s.  Onadrator)  Eine  viereckige  Art
zu  zeichnen  heißt  man  noch  itzo  O.  Wincd#elmann  Gsch.  d.
K.  1,  228.  —  b)  die  Konstruktion  eines  Quadrats
v.  gleichem  Inhalt  mit  einer  gegebnen  Figur,  nam.
in  engrem  Sinn,  sofern  diese  v.  einer  Kurve  begrenzt
  ist  (gr.  Tetragenismus):  Die  O.  des  Kreises,
eine  Aufgabe,  deren  ganz  genaue  Lösung  auf  geometrischem
  Wege  bis  jetzt  nicht  gelungen  ist,  weßhalb  sie  auch
srrichw.  (mit  Unrecht)  als  Bez.  v.  etwas  an  sich  Unlösbarem
  od.  Unmöglichem  gilt.  Ss.  1,  1024  a,  s.  vSwinden
212  2c.  —  2)  Astron.  —  Quadratschein  (s.  d.),  in
Bezug  auf  den  Mond  —  erstes  u.  letztes  Viertel.
Gehler  3,  589;  Humboldl  K.  2,  260;  Lilrom  205.
rätus,  a.:  quadrat  (s.  d.),  z.  B.  auch:  Adspéctus
q.,  Quadratschein.  Sehler  L  I.z  ferner:  Hömo  d.,
ein  vierschrötiger,  untersetzter  —  übrtr.:  ein  tüchtiger
  Mann  2e.  Cridentätus,  a.:  4gezähnt.
„riennal,  a.:  ein  Onadrkennium  umfassend.
riennium,  n.,  —;  ken  (§  24,  2,  n.]):  ein  Zeitraum
  v.  4  (wie  Biènnium  v.  2;  Triennium  v.  3)
Jahren.  -rieren:  1)  tr.:  quadratisch  machen,
z.  B.:  a)  Steine  q.,  quadern,  viereckig  behauen;
Eine  Mauer  q.,  beim  Abputz  Einschnitte  darin
machen  (mit  dem  Quadrier-  Eisen),  daß  sie  wie
aus  Quadern  zusammengefügt  erscheint;  Fournüre
q.,  in  ädeckige  Plättchen  v.  best.  Größe  zerschneiden,
mit  der  Quadrier-Säge,  (.  Karmarsch  M.  2,  116  ff.,
auch:  mit  Karos  versehn  (s.  karieren  2;  quarrillieren):
  Quarrierte  Muster.  Weiss  Kost.  1,  199;  Bunte,
quarrierte  Stoffe.  70  5  2c.  —  b)  Eine  Kurve  q.,  ein
gleichgroßes  Quadrat  konstruieren;  auch  (s.  Quadratur
  1b):  So  wird  es  auch  ihnen  nicht  gelingen,  den
Kreis  des  Deficits  zu  q.  Ual.  3.  21,  143,  das  schwierige
Problem  zu  lösen.  —  c)  Eine  Zahl  q.,  aufs  Quadrat
  (s.  d.  1e)  erheben,  vgl.  kubieren.  —  2)  tr.
(vgl.  1a):  Ein  Schild  q.,  in  Quartiere  (Viertel)
theilen.  —  3)  intr.  (haben):  a)  passen,  sich  angemessen
  erweisen  2c.  —  b)  (vralt.,  burschik.)  sich
selbst  beköstigen,  s.  Weidner  225.  Criftdicch,
risidus,  a.:  vier-gespalten,  -spaltig.  -rifinium,
n.,  —;  ken  [8  24,  2,  n.):  Ort,  wo  4  Grenzen
zusammenstoßen.  -rifolisch,  a.:  4blättrig,  gr.
tetraphöllisch  u.  hibrid.:  quarriphöllisch.  rifölium,
n.,  —s;  ken  (§  24,  2,  n.]:  Vierblatt,  vgl.  Trifolium.
  riga,  f.  [8  24,  11:  1)  Viergespann  (vgl.
Biga),  gr.  Tethrippon,  —  z.  B.:  QO.-Lenker  (-sallmeray#er
  Gs  W.  2,  433),=  Sieger  (436),  beim  Wettfahren
  2c.  Ugw.:  Der  Kommandeur  mit  seinem  O.
[4  Mann  Soldaten].  Uais.  20,  99.  —  2)  (s.  1)
wundärztl.  Kreuzbinde.  -rigälisch,  a.:  vierspännig.
  —rigarius,  m.  I§  21,21:  Quadriga-Lenker.
rigätus,  m.  [8  24,  21:  Nach  dem  Gepräge  hieß
der  mit  einem  Rennwagen  verzierte  Denarius  Bigatus
u.  O.  Weise  Kost.  1,  1339.  rijügisch,  a.:  4-jochig,
pännig.  -rilalerãl,  a.:  4seitig;  n.,  —e);  e:
(Festgsb.)  Viereck:  Die  mit  dem  Namen  des  O-  bez.
Linken.  Ual3.  21,  211  ##c.,  vgl.  (frz.):  Le  quadri-Sanders,

  Fremdwörterbuch.  II.

CGuadrupel  385

lateère  Itärl]  prussien  iprüßjeng],  (das  preußische
Festungsvierech).  20,  180.  Trille  (frz.  karrilje),  f.;
—n  :  1)  bei  Kampf=  u.  Ritterspielen,  wobei  mehrere
(gw.  4)  Trupps,  in  versch.  Farben  gekleidet,  turnieren,
  ein  solcher  Trupp  —  u.:  die  v.  ihnen  aufgeführten
  Spiele  (vgl.  Komparse  1):  On,  Turniere,
Stierkämpfe  2c.  Rolenkranz  Psch.  535;  verallgemeint:
ein  zusammengehöriger  Trupp  Gernsteter,  bes.  in
Bezug  auf  Stierkämpfe:  Remero  erfand  die  regelmäßigen
  On  der  Picarores,  Banderilleros  u.  Chulos.
Globus  4,  9  8b,  vgl.:  Die  Trupxe  solcher  Toreros  beißt
eine  Cuadrilla  2c.  103b;  6.  162a  2c.  —  2)  (s.  1)
ein  Tanz  v.  4  zusammengehörigen  Paaren  u.  die
Melodie  des  Tanzes,  s.  Weltermann  3,  5183  ce.;
dazu  (s.  Kegel  6  Ss.):  Die  Kegel=  O.  spielen.  Höser
Schw.  13  2c.  Verallgemeint  auch  v.  ähnl.  Tänzen,
z.  B.  v.  6  Paaren.  Ffreytag  Soll  2,  336  :c.  —  3)
Art  Vhombre  unter  Vieren  u.  zwar:  Kauf-O.  u.
O.  obne  Kauf.  Alvensleben  182.  —  4)  f.  das  Folg.
„rillĩẽren  (kadrilj—,  auch  quadrilj-),  tr.:  mit  bunten
Längs=  u.  Ouerstreifen  weben  (vgl.  karieren  2  2c.);:
Mit  dem  blau  u.  weiß  quarrillierten  Zeug.  Herrig  36,
226;  Salon  2,  412;  Quarrillierter  (od.  Quarrillen-)
Taffet  2c.  rilliön,  f.;  -en:  s.  Billion  u.  Fortbild.
rimän;  s.  Quadruman.  Triméster:  s.  Bimester.
#rin  (span.),  m.,  —§;  —-es:  eine  Scheidemünze,
Pfennig.  -rinom  2c.:  s.  Binom  u.  Fortbild.
Srioculär,  a.:  für  4  Augen  dienend  rc.  (vgl.  binokular):
  Ein  triokulares  ..,  ein  q-es  Mikroskop.
mlüller  Ph.  1,  717.  -riparkli#####  tr.:  in  4  Theile
theilen.  riparlit,  a.:  quadripartiert  (d-us).
ripartitiön,  f.;  —en:  Quadripartierung.  riphöllisch,
  a.:  s.  quadrifolisch.  -ripinndius,  a.:
s.  pinnatus  1;  2.  -rireme,  f.;  —n:  Vierrudrer
(vgl.  Bireme).  riremisch,  a.:  ärudrig.  -rifectiön,
f.;  -en:  Quadripartition.  Trisnllabisch,  a.:
Asilbig.  -rispllabum,  n.,  —;  ben  /8  21,  2,  n.]:
Asilbiges  Wort.  -rivälvisch,  a.:  Aflappig.  -rivasculär,
  a.:  mit  4  Gefäßen  versehn.  rivium,
n.,  —;  ken  [8  24,  2,  n.):  Ort,  wo  4  Wege  zusammenstoßen;
  die  4  mathemat.  Wissenschaften
(Arithmetik;  Geometrie;  Astronomie;  Musik),  die  mit
dem  Trivium  (Grammatlik;  Dialektli;  Rhetorik)  die
7  freien  Künste  (ártes  liberäles)  ausmachten.  —##
(it.),  m.,  —#;;  -zri:  1)  Viereck;  auch  Würfel  eines
Postaments.  —  2)  Quartett  (s.  d.).  Sulzer  3,  754a.
Töne,  m.,  —n;  In;  k.;  —n:  Quarteron  (s.  d.  1):
Gesichtsfarbe,  welche  den  On  erkennen  ließ.  Globus  6,
113b;  Die  Mutter  konnte  die  QO.  nicht  verleugnen.
Gerstäcker  NMReis.  2,  421;  Mit  der  Q.  Auerbach  Lanrh.
3,  12,  auch  (engl.):  Quadroon  I-unl,  m.,  —;
—#8,  z.  B.:  Ihre  Mulatten  u.  Quadroons.  Salon  2,
432.  -„rum,  n.,  —6;  -zra  [8  24,  2,  n.1:  Viereck,
viereckiger  Raum:  Das  sog.  Q.,  den  innern  Hof  der
Klostergebäude.  Schücking  Bronckh.  2,  9;  1,  195,  s.
Quadra.  -ruman,  m.,  -#en,  (—);  —en:  Oce),
Vierhänder  (Affen).  -ruped,  n.,  -en,  (—s);  -en:
Ql-e),  4Afüßiges  (bestimmter:  Säuge-)  Thier.
Trüpel,  a.:  4fach;  m.,  —#;  uv.:  etwas  4faches,
z.  B.  ein  span.  Goldstück  v.  4  Pistolen;  in  versch.
Spielen:  eine  Partie,  die  äfach  bezahlt  wird  rc.,
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