thumbs : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

Numnier  113

e  angelo  663  d  552
die  a  mmenen  nnen  un
Kiüogramm.  Gegenüber  dei  Jahre  1912  haben
  dee  angekommenen  Güter  fast  58  000  Ton-#en
  abgenommen.

Vonder  Saline.  Im  Jahre  1913  betrug
der  Soleverbrauch  zur  Sisbung  103  894  Kubilmeter.
  Die  Kochsalzerzeugung  erreichte  insgesamt
  26  390  000  Kilogramm.  Dabei  wurden
7875  000  Kilogramm  Viehsalz  und  914550
Kilogramm  Gewerbesal#  durch  Denaturieren  hergestellt.
  Auf  den  salimarischen  Torffeldern  wurden
  im  gleichen  Jahre  108  000  Ster  Torf  gewonnen.


Das  Kgl.  Forstamt  hatte  im  Verwerlungejahre
  514  einen  Anfall  von  2200  Festmetern
  Nutzholz  und  1632  Festmetern  Breanhoiz.
  Das  Nutzholz  brachte  einen  Erlös  von
34433  Mk.,  das  Brennholz  von  10  690  Mk.
Außerdem  wurden  für  Nebennutzungen  (Toßf,
Stren,  Waldpflanzen)  25  623  Mk.  erlöst.  Im
Jahresbericht  des  Handelsgremiums  für  1913
ist  dozu  bemerlt,  daß  die  Brennholzverwertung
  schlecht  war.

Am  Gewerbegericht  waren  im  Jahre
1913  58  Klagen  anhängig.  Davon  waren  8  vom
voraufgegangenen  Jahr:  übernommen.  Eriedigt
wurden  22  durch  Vergleich,  10  durch  Urteil  urd
23  auf  andere  Mn.  Lährend  3  Klagen  unerledigt
blieben.

Eine  neue  Straße  wird  zur  Zeit  gevaut.
  Es  ist  die  Zufahrt  zu  den  Viehstallungen
der  Gebr.  Aicher,  deren  Neubau  nunmehr  bald
in  Angriff  genommen  wird.  Die  neue  Strabe
zweigt  bei  dem  Oelonomiegut,  das  der  Auerbrauerei
  gehört,  von  der  Innstraße  ab  und
führt  Kwa  60  Meter  in  die  frühnen  Silbernaalgrünte.
  Die  Strabe  ist  schon  zum  größten
Teil  rolliert,  auch  die  Randsteine  sind  schon  gesetzt.


Fassadenputz.  In  unserer  Stadt  wird
seit  Beginn  des  Frühjahrs  allenthalben  den
Häujern  ein  neues  Kleid  gegeben.  Hier  und
dort  sind  die  Gerüste  aufgestellt.  Besonders
am  Ludwigsplatz  wird  fleipig  verschönert.  Im
Hinblick  auf  das  Stadtjubiläum  und  das  Volksfest
  ist  diese  Verschönerungskur  nur  zu  begrüßen.


Der  Umbau  der  Ludwigsbrücke  ist
nun  schon  soweit  gediehen,  daß  jetzt  die  riesigen
  Haupteisenträger  den  Fluß  in  seiner  ganzen
  Breite  überspannen.  Auf  dem  jenseitigen
Ufer  wurde  bereits  begonnen,  das  Gerüst  abzutragen.
  Auch  die  eisernen  Querträger,  auf
welche  der  Betonbelag  zu  liegen  kommt,  sino
meist  schon  an  Ort  und  Stelle  gebracht.  Vorüussichtlih
  wird  man  in  der  nächsten  Woche  mit
dem  Betonieren  den  Anfang  machen  können.
Mit  einem  entsprechenden  Anstrich  versehen,
zürfte  die  neus  Brücke  sich  gut  dem  Landschaftsbilde
  anpassen.

zenn  und  Mangfalk  führen  zur  Zeit  wieder
  guten  Mittelwasserstand.  Der  Innpegelzeigt
1.80  und  jener  an  der  Mangfall  0.75  Meter.
Jeht  wäre  wieder  die  Zeit  da,  in  der  die  Hochwassergefahr
  einsetzt,  wenn  der  Regen  andauert.
Roch  alie  Jahre  wurde  unser  Inntal  vom  letten
  Drittel  des  Mai  bis  Mitte  Juli  von  mehr
oder  minder  großen  Hochwassern  heimgesucht.
Hoffentlich  bleiben  wir  in  diesem  Jahre  von
Wassernsten  verschont.

Ein  Luftballon  überflog  heute  in  der
Mieir  tagsstunde  unsere  Stadt.  Er  bewegt  sich
in  ösllicher  Richtung  weiter.

Vermißt.  Die  20jährige  Gütlerstochter  Therese
  Vosgenauer  in  Kreuth,  Gem.  Söllhuben,
entfernte  sich,  wie  schon  berichtet,  am  20.  Arril
1914  nochts,  heimlich  aus  ihrer  elterlichen  Wohnung.
  Sie  nahm  ein  schwarzes  und  ein  grün:s
Kleid,  eine  weiße  Bluse,  einen  schwarzen  und
einen  roten  Rock,  einen  Priener  Hut  und  ihr
von  dver  Distriltssparkasse  Prien  ausg:  stelltes,
auf  35  Mk.  lautendes  Sparkassenbuch  mit.
Die  Nachforschungen  nach  dem  Verbleib  der
GCenannten  waren  bisher,  ohne  Erfolg.  Sachdienliche
  Angaben  zur  Ermittelung  ihres  Aufenthaltes
  wären  an  das  K.  Bezirksamt  Nosenheim
  zu  erstatten.

Aus  dem  Gerichtssanle.
Strofkammer  des  Landgerichts  Traunstein.
Traunstein,  13.  Mai.  Der  Elektrotechniker

AIhrodor  Riedlein  von  Rosenheim  wurde  von
B  Buchhändler  Adler  ersucht,  ihm  Kunden
für  ein  Lerikon  zuzuführen;  für  jeden  Abn##-mer
  versprach  Adler  10  M  usgangz  Januar
  fertkate  Riedlein  selbst  einen  Bestellschein
auf  den  Namen  des  Maschinenmeisters  Niederlechner
  in  Rosenheim  aus.  Vor  der  Lieserung
rlumigte  sich  aber  Adler  bei  Niederlechner,
wodurch  der  Betrug  entdeckt  wurde.  Riedlein
erhielt  vier  Monate  Gefängnis.  —  Der  verh.
Zimmermann  Michael  Weber  von  Tittlmoos
und  dessen  Schwester,  die  ledige  Kellnerin  und
Prostituierte  **  etha  Weber  vergingen  sich
in  einem  der  Gegend  von  Kolbermoor
gegen  die  —-  Sie  wukden  je  zu  vier
Monaten  Gefängnis  verurteilt.  —  Der  21
Jahre  alte  Benedikt  Holzinger  stieg  im  April
in  die  Stallung  des  Posthalters  Gerbl  in.  Rosenheim
  ein  und  nächtigte  dort.  r  darauf
bell  er  eine  Pferdegügelleine  im  Werte  von

 

2  Mk.  Zwei  Tage  e  ti  i8  et  ins  gleiche
—  ein  und  stahl  120  ber,  den
er  erst  in  Säcke  füllen  muhte.  rt  rteil  laujet

  aut  ein  Jaht  und  sechs  Monate  Gefangnis.

 

—  Die  Wasserdauarbeitersfrau  Anng  Lapper

von  Traunstein  entwendete  in  Nie
einer  Holziege  Holz.  Schöffengericht
Prien  e  sie  zu  De  Wochen,  Gefängnis.
  Die  gegen  dieses  Urteil  eingelegle  Bernsung
  wurde  von  der  Strafkammer  verworfen.

chau  aus

 

Die  Vorzüge  der  eesischkofl
im  Sommer.
Rosenheim,  12.  Mai.

Die  Zeit  ist  gelommen,  in  der  die  meisten
unjerer  Seefische  wieder  in  dem  Ernährungszustand
  sich  besinden,  in  dem  ihr  G:  eunß  den
Menschen  am  zuträglichsten  ist.  Gerad:  dieienigen,
  die  sich  bisher  nicht  an  die  regelmäßige
Ausnahme  von  Seefischen  gewöhnen  konnten
oder  wollten,  sollten  jetzt  die  Gelegenheit  wahrnehmen,
  um  ohne  sonderliche  Belastung  ihres

BüdJgets,  neben  sonstiger  Kost,  die  ihnen  einstweilen
  noch  angenehmer  erscheint,  einmal  täglich
ein  Fischgericht  zu  sich  zu  nehmen.

Sehr  bald  werden  sie  merken,  daß  dieser
regelmäßige  Fischgenuß  auf  den  gesamten  Or-Laniemus
  überaus  wohltuend  wirlt.  Die  im

Ormster  Lliuch!  eintretende  Schlassheit  und
Müdigkeit,  insbesondere  die  schon  nach  mähtger
körperlicher  Anspannung  vielfach  bemerkkar:
Arbeit-  zunlust  wird  behoben,  und  zwar  um  so
sicherer,  je  mehr  man  dazu  übergeht,  das  Fischgericht
  allmählich  in  den  Mittelpunkt  der  Hauptmah#ln
  eit  zu  stellen.  Die  Erkiärung  ist  einfach:
Der  Seesisch  belastet  nicht  den  Magen,  sondern
mutet  ihm  nur  leichte  Arbeit  zu;  die  Verdauung
  v  ollzieht  sich  wesentlich  brquemer,  als
wenn  das  schwere  Flrisch  von  warmblütigen
Tieren  verarbeitet  werden  soll.  Dabei  enthält
das  Secfischsleisch  drei=  bis  viermal  so  oiel
Nährstofse,  als  für  das  gleiche  Geld  erhältlichs
Rind=  oder  Schweinefleisch,  kräftigt  also  vermöge
  des  hohen  Eiweißgehaltes,  der  gerade
ren  billigen  Se:fischen,  wie  Kabeliau,  Seelachs,
Lenagfisch  u.  a.  innewohnt,  den  Körper  in  ungewöhnlichem
  Maste,  ohne  ihn  mit  Stoffen
zu  belasten,  die  an  sich  wertlos,  sogar  eher  den
Keim  zu  Stoffwechselkrankheiten  legen,  und
ohne  an  die  einzelnen  Organe  hohe  Anforderungen
  zu  stellen.

Nun  gestattet  das  Seefischsieisch  bekanntlich
jegliche  Behandlung,  wie  wir  sie  bei  der  Verwenrung
  von  Warmblüterfleisch  von  jeher  geübt
  haben:  das  Kochen,  das  Brate  en,  das
Verarbeiten  mit  Gemüse,  die  Gewinnung  von
Suppen  und  ähnlichem.  Durch  die  Zeefischlochlurse
  und  durch  Fischkochbücher  ist  die  Kenntmis
  von  der  unendlich  mannigfaltigen  Behandlungzart
  von  Kabeljau,  Seelachs,  Lengfisch'  uĩw.
in  Tau:en#e  von  Lausl  altungen  gedru  gen.  Bei
diesen  Kurien  und  in  den  Kochbüchern  ist  auch
schon  darauf  hingewiesen  worden,  daß  die  alten
und  berühmten  Fischesser,  deren  Konnttun
uns  oft  mit  Bewunderung  erfüllt,  wie  die  Ens.
länder,  gerade  im  Sommer  die  Fischnabrung
awerer  Nahrung  vorziehen,  weil  in  der  warmen
Jahreezeit  unserem  Körper  ein  settormes,  leicht
rerdemiches  Nahrungemittel,  wie  cs  der  Fis
ist.  besier  als  fettreiche  und  schwere  Kost  bekommt.
  Dabei  ist  das  Fleisch  der  meisten  unserer
  Rutzische  im  Sommer  am  besieen,  weil  sie
sich  dann  von  den  Anstrengungen  des  Laichens
  erholt  haben  und  reichliche  Nahrung  vorkinden.


Die  Hausfrau  hat  noch  einen  besonderen
Crund,  in  der  wärmeren  Zeit  Seefischgerichte
regelmäßig  auf  den  Tisch  zu  bringen.  Da
nämlich  die  Hersiellung  von  Fischgerichten,  die
niel  ichneller  gar  werden,  im  allgemeinen  nur
höchsiens  die  Hälfte  der  Zeit  erfordert,  die
für  gleichartige  Gerichte  aus.  Warmblütrefleisch
aufgewendet  werden  muß,  so  braucht  sich  die
Kochende  auch  nur  halb  so  lange  der  Hitze  des
Küchenseuera  auszusetzen,  erspart  also  eine  ganze
Menge  Zeit  und  Geld.  Hinzu  kommt  als  ausschlaggebender
  Umstand.  daß  ja  auch  der  Preis
des  Seefisch  fleisches  im  Sommer  besonders  niedtrig
  ist  und  weit  hinter  demjenigen  anderen
Fleisches  zurückbleibt.  Alle  Erwägungen,  insbesondere
  auch  diejenigen  gesundheitlicher  und
wirtschaftlicher  Natur,  sprechen  also  dafür,  daß
allgemein  von  der  Gelegenheit,  billige  und  nahrhaste
  Fischtost  zu  genießen,  mehr  als  bisher  Gebrauch
  gemacht  werde.

Ficchochlurse  finden  im  Herbst  wieder  in  Rosenheim
  sa

Maihhtt  ein  Bechtsgeschäfte
Grunsstäcke.

1.  Wenn-  Wer  ein  Grundstück  kaufen  oder
lonstwie  erwerben  will,  so  muß  er  den  Vertrag
bei  einem  Notar  beurlunden  lassen.  Tut  er
ries  nicht,  so  wird  er  im  Grundbuch  nicht  als
neuer  Eigentümer  eingetragen  und  lann  daher
*  über  das  Grundstück  nicht  rechtmäßig  verügen.



Es  genügt  also  nicht,  daß  er  ein  priovates
Abkommen  schließt  und  daß  er  das  Grundstüt
in  Besitz  nimmt  und  bewirtschaftet.  Er  ganügt
auch  nicht,  daß  er  den  vereinbarten  Preis

zahlt  und  es  nützt  nichts,  daß  er  jahrelang
n  en,  Steuern  und  Abgaben  für  das  Grundtuck
  entrichtet.  Ohne  notarielle  Beurkundung
wird  er  nicht  Eigentümer  des.  Grundstücks.  Wer
das  nicht  beachtet,  kann  groe  Schaden  erleiden.
  Er  setzt  sich  ber.  Gefa

 

tüaus,  daß  hinte#=Figem

  NRäcken  das  Grundstück  mit  Dypothelen
kelastel  und  sogar  weiterverlauft  m

ber  auch  der  alte  zissmiuiner-  Im  ohne
notarielle  Beurkundung  Schaden  leiden.  Dean
so  wenig,  wie  er  selbst,  ist  derienige  rechtlich  gebunden,
  welcher  das  Grundstück  erwerben  wollte;
er  lann  beliebig  zurücktreten  und  der  Kaufprei?
konn  von  ihm  nicht  gesordert  werden.

2.  Es  ist  ein  großer  Irrium,  zu  hlauben,
aß  Kosten  gespart  werden,  wenn  die  notarielle
Beurkundung  unterbleibt.  Einmal  muß  ##ie  doch
nachgeholt  werden,  besonders,  wenn  das  Grundstũd
  weiterverlauft  oder  mit  Hypotheken  belastet
  werden  soll.  Dann  kostet  die  Beurkun-=rW
  mehr  Geld  und  macht  Schwierigkeiten.
Der  alte  Eigentümer  oder  derjenige,  welcher
cas  Grundstück  erwerben  wollt:,  kann  ausgewandert
  oder  gestorben  sein.  Ausgewanderte  jind
manchmal  schwer.  zu  ermitteln  oder  zu  Ecklärungen
  zu  bringe:  I!,  namentlich  wenn  es  Geld
lostet.  Und  wie  sich  die  Erben  zu  dem  privaten
Abkommen  über  das  Grundstück  verhalten,
bleibt  immer  ungewiß.

3.  Wer  ein  Geschäft  über  das  Grundstü.  #nariell
  beurlunden  lassen  will,  muß  die  Plannummer
  richtig  angeben.  Zu  diesem  Zweke  muß
er,  wenn  er  seiner  Sache  nicht  sicher  ist,  beim
Börgermeisier  den  Flurplan  einschen  uno  sich
bei  Feldgeschworenen  oder  anderen  Fluckunigen

  Aufschluß  holen.  Gibt  er  eine  anoer
Plamummer  an,  als  diejenig:,  um  die  es  sich
wirklich  handelt,  so  führt  dies  oft  zu  langen  und
leuren  Prozessen,  besondero  dann,  wenn  die
Verwechslung  erst  spät  entdeckt  wird.

4.  Bei  der  Grundbuchanlegung  mußte  der
Inhalt  des  Hypothelenbuches  ohne  weitere?
übernommen  werden;  nur  wurden  die  etei-=Tigten
  aufgefordert,  unrichtig:  Eintragungen  berichtigen
  zu  lassen.  Davon  haben  sie  aberehur  wenig
  Gebrauch  gemacht.  Es  wird  deshalb  den
Grundbesizern  eindringlich  empfohlen,  ou  der
ank  des  Katasters  nachzuprüsen,

ob  alle  Grungstücke,  die  fi:  besitzen  und  be,
Uirtschaften,  im  Kalaster  eingetragen  sind.

d  die  Grundstücke  im  Flurplan  mit  bderselben
  Plannummer  beschrieben  sind,  wie  im
Kataster.

ob  im  Kataster  nicht  Grundstüle  stehen,  die
anderen  gebören.

Die  Grundbuchämter  geben  weitere  Aufschlüzsc.


5.  Wer  auswandern  will,  erteile  vorher  einer
Person  seines  Vertrauens  Vollmacht  zur  Ver
tretung  in  Grunobuchangelegenheiten;  er  spart
dadurch  sich  und  seinen  Angehörige  eaziu  viet:  Schreiberrien,
  Gänge  und  Kosten.  Die  Vollmacht
muß  von  einon  Notar  beglaubigt  sein;  ein:
vom  Bürgermeister  beglaubigte  Vollmacht  genügt

  nicht.
Bächerschan.

„Wiener  Mote“."  Das  neue  Hest  der
„Wiener  Mode“  überrascht  durch  die  Fülle  des
Gerctenen.  Der  reiche  Modeteil  befrie
jedes  Bedürfnis,  im  Handarbeitsteil  gibt  :s
wierer  hervorragend  schöne  Vorlagen.  Gr)-ben
  Anllang  hat  der  Gemüsekochlurs  gefunden.
den  die  „Wiener  Mode“  jetzt  bringt;  die  virlen
  erprobten  Rezepte  sind  eine  H1unschähbore
F.  undgrube  für  jede  Hausfrau.  Die  „Wiener
More“  ist  in  jeder  Bu  #handtenn  lung  rühttch
Direkt  vom  Verlage,  Wien  VI.2,  bezogen,
lostet  das  Blatt  3  Mark  für  das  Quartal.

Bunte  Ebhrontk.

Städtische  Leierkasten.  Eine  neue  und
dazu  originelle  Einrichtung  bat  das  slädtische
Wohlsahrtsamt  von  Neuß  seit  dem  1.  Mai  eingeführt:
  die  släolische  Drehorgel.  Alle  anderen
  Leierkästen  und  Drihorgeln  sind  von  jeht
ab  in  Neuß  verdoten,  die  Stadt  hat  sich  d:2r
Monopols  für  Straßenmusik  bemächtigt.  Der
hesamte  „Reingewiun“  soll  bedürftigen  Kriegsbeteranen
  zufallen.  Die  Bedienung  der  Orgel
wird  fest  bejoldet,  hat  also  lein  Interesse  an
#dem  Erträgnis.  Jeden  Abend  muß  die  ver-I
  lossene  Sommelbüchse

abgeliejert  werden.  ach  einem  bestimmten
Straßenplan  läßt  die  Orgel  ihr:  Weisen  in  der
Sta#t  erschallen,  so  daß  jede  Straße  einmal
in  der  Woche  drankommt.  Gassenhauer  sind
usgeschlossen-Napoleon

  III.  als  Erfinder  eines
Reklametricks.  Frankreichs  Kaiser  suirh  bei
der  Einführung  der  geoßen  silbernen  Fünffrancsstücke
  auf  lebhasten  Widerfland  des  -ublilums,
  dem  die  hrobe,  unhandliche.  Münze  nicht
gefallen  wollle.  Er  ließ  daher  das  Gerücht  verbreiten,
  daß  in  einem  der  Stücke  sich  eine  ein
Asbestpapier  geschrilbene  Anweisung  auf100  0
Francs  befinde.  Von  da  an  hatte  das  200“
francsstück  viele  Liebhaber,  di:  mehr  auf  den
vermeintlichen  inn#ren  Wert  als  auf  aͤußere
Schönheit  sahen.  Manche  sägten  die  Gelostüe
  an,  um  binter  das  Geheimnis  zu  kommen,
  oder.  sparten  die  Eilberinge  auf,  in  der
Hoffnung,  eines  Tages  aus  ingend  einem  Merkmal
  die  Gewißheit  zu  schöpfen,  in  den  Besitz
d6r  100  000.  Francs  u  kommen.  Selbst.  geue

soll  es  Leute  geben,  di2:  Fünsfrancs  tückaus
  dem  ersten  EnKst:  ngelern  auf  den  Schet
hin  untersuchen,  obwohl  man  nie  erfahren  hat.

 

 

 

ob  die  Geschichte  nur  eine  Erfindung  war  oder
ob  tatsächlich  eine  gespickte  Münze  eusgegeben
wurde.  ahrscheinli  ist  das  nicht  der  Fall
Lewesen.

und

dem,  Wohlfahrtsamt

 

Freitas,  15.  Mai  1944

Lebte  Nachrichten.

Aschaffenburg,  14.  Mäi.  Gestern  nach.
mittag  brach  in  Sulzbach  am  Moain  in  dem
Dovpelanwesen  des  Landwirts  Leo  Schwarzlopf
  und  des  Landwirts  Theodor  Trantmann
Feuer  aus.  Trotz  raschen  Eingreifens  der
Feuerwehr  wurde  das  Doppelanwesen  völlia
eingeäschert.  Die  angestrengten  Bemühungen
der  uerwehe  lonnten  nicht  verhindern,  daß
as  Fruer  eine  größere  Ausdehnung  annahm,
so  dah  auch  die  Scheune  des  Oekonomen  Helsrich
  sowie  die  Doppelscheune  des  Landwirts
Wendelin  Christ  und  die  des  Beigeordneten  Michael
  Lebert  ein  Naub  der  Flammen  wurden.
*  Brandleider  sollen  nur  gering  versicher!
ein

Berlin,  14.  Mai.  Zu  einer  Einigung  in
der  Frage  der  Besoldungsnovelle  ist  es
nech  nicht  gekommen.  Heute  werden  sich  oie
Eraklionen  erneut  mit  der  Frage  besassen,  worauf
  die  Fraktionsvorstände  wederum  zufammentreten
  sollen.  Die  Aussichten  für  ein
Kompromiß  werden  als  sehr  ungünstig  bezeichnet.


Hannover,  14.  Mai.  Heute  vormittag
ist  auf  der  Umgehnugsbahn  bei  der  Leinebrüce
rin  Güterzug  mit  der  Lokomotiv:  und  mit  einet
Reihe  von  Wagen  entgleist.  Der  Zug—
führer  und  ein  Schafsner  wurden  getölel.
während  der  Heizer  sich  durch  Abspringe#n  relten
  lonnte.

Durazzo,  14.  Mai.  Der  Miriditenfür:
Bib  Doda  Pascha  ist  hier  eingetroffen.
4000  Mann  seines  Stammes  besinden  sich  ar  i
dem  Marsche  südwärts.  Geistliche  begleiten  die
Frewilligen  in  den  Krieg.  Weitere  500%
Nordalbaner  gehen  dieser  Tage  südwärts.

Saloniki,  14.  Mai.  Vulgarische  Komi,
latschie  versuchten  in  Doiran  einen  Pulsch.

ie  warsen  Bomben  gegen  öffsentliche  Gebände,
woelde  siarl  beschäeigt  wurden.  Starle  bulge.
rische  Banden  grissen  serbische  Truppen  an
brachten  ihnen  zbelliche  Verluste  bei.

Ogden  ¶ltab)  14.  Mai.  Ein  Erdstaß
hat  hier  große  Aufregung  unter  der  Vevöllerung
  hervorgerusen.  Bei  mehreren  Wollenkratzern
  im  Geschaftsvierte  I  der  Stadt  sind  dir
Fensterscheiben  in  Trümmer  gegangen.

Schanghai,  14.  Mai.  Nach  einer  Mel,
dung  aus  Honglong  sind  in  der  letzten  Woch:

215  Pest=  und  263  Todesfälle  gezählt  worden.
  Seit  Beginn  des  Jahres  sind  1226

Pest=  und  1112  Todessälle  zu  zählen.

Tolenliste.

Rosenheim:  Maria  Klüber,  Schreinersgal.
tin;  Josei  Fuchs,  K.  Führerheizer.
Teisendorf:  Lorenz  Kern,  Petermannbauer,
ehem.  Bürgermeister.

Erafing:  Wally  Psettischer,  Pribatiere.

Am  Thumsee:  Anna  Eisl,  Madlbänerin,

 

:  Rosa  Stober,  Musikerswitwe,  50  J.
Than  mkirche  z:  Katharina  Zeller,  Bemneumacherswilwe
  von  Langenpfunzen,  zuletz
dahier,  74  Jahre.

Bad  W  u-  Frau  Maria  Enthanmer,
  geb.  Häberle,  Verkäuferin,  27  Jahe:

Neuötting:  Pater  Meinrad  Plank,  Ka
pazinerordenspriester,  52  Jahre.

Mü  hldorf:  Maria  Lautenhammer,  Dame##

schneiderin,  19  Jahre.

Westenhofen:  Johann  Schumann,  18  J.

Hauferdörfl:  Ratbarina-  Hildebrand,  eh#
malige  Gastwirtin,  zulebt  Krämereibeliyergattin,
  43  Jahre.

Unterdarching:  Anna  Hupfauer,  geb.  En.
54  Jahre.

Mühld  orf:  Anna  Kolb,  77  Jahre.

Traunstein:  Maria  Enthammer,  Instituls.
inhabersgattin,  27  Jahre;  Maria  Ka,
Kellerwächterswitwe  beim  Höllbräu.  69  5
Walli  Deuber,  geb.  Haginger,  Posie  **  us
gattin,  47  Jahre,  gest.  in  Schwabhauin
bei  Dachau.

Krottenthal:  Margarele  Albert,
leerbäuerin,  30  Jahr

Mürm-..
  —  —  —
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für  Freitag  den  15.  Mai  1914.
Allmähliche  Besserung.

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Woll  -  Stofrfe
Seiden-  Stoffe
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