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hatten wir allen Grund gehabt, in den schweren letzten Tagen
zu bewundern.
Von dem Gesamtverlust der zweiten Armee von 203 Offizieren
und 3288 Mann hatte das III. Korps fast zwei Drittel
der Offiziere und über die Hälfte der Mannschaften, nämlich
122 Offiziere und 1698 Mann zu tragen gehabt, davon kamen
auf unser Regiment 15 Offiziere, davon 8 tot und 163 Mann.
Diesem Verluste aber stand die Anzahl von 20 000 Gefangenen,
17 Geschützen, 2 Fahnen und ein unendliches Armee-Material
gegenüber, das der Feind in den Händen des Siegers hatte
zurücklassen müssen. Die Zahl seiner Toten und Verwundeten
war wohl auch auf 10— 15 000 Mann zu veranschlagen. Wir
hatten nicht umsonst gekämpft, die 150000 Mann starke
Armee des General Chanzy, der noch am 10. Verstärkungen
von 20000 Mann zugegangen waren, auf die ganz Frankreich
mit überschwänglichen Hoffnungen geblickt hatte, war zerronnen,
zerstoben. Die Demoralisation derselben war ganz unbeschreiblich,
die Berichte der Generale lauteten geradezu verzweifelt.
Admiral Jauréguiberry telegraphierte in der Nacht vom 11.
zum 12. an den Oberfeldherrn: „Ich erhalte verzweifelte Nachrichten.
Es ist nicht gelungen, la Tuillerie wieder zu nehmen.
Die Mannschaften sind nach den ersten Gewehrschüsfen auseinander
gelaufen.“ Dann wieder berichtete er am 14.: Das
Gewühl der Fliehenden ist unbeschreiblich, sie rennen die
Kavallerie um, welche die Flucht zu hindern sucht u. s. w.
Die Berichte der andern Generale lauteten nicht tröstlicher.
Der General Chanzy hatte demzufolge den Rückzug über
die Sarthe schon in der Nacht von 11. zum 12. angeordnet,
und war es wohl zum großen Teile dem zähen Widerstande
der dem III. Korps gegenüberstehenden Divisionen Jouffroy
und Roquebrune zu danken, daß er bis zum Mittag hatte fast
ungestört fortgesetzt werden können. Nicht weniger günstig
dafür war auch die späte Stunde des Angriffs und der am
Morgen herrschende dichte Nebel gewesen. Auch beim IX. und
XIII. Korps waren bereits am Morgen die Rückzugsbewegungen
des Feindes konstatiert worden. Ersteres hatte bei
Besetzung des Plateau d'Auvours keinen Widerstand mehr gefunden
und letzteres den Feind ohne erhebliche Gefechte bis
Koch, G., Bei den Fahnen des III. (brandenb.) Armeekorps. 14