Full text : Schlawer Kreisblatt. 72. Jahrgang 1914. (72)

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Nr.  205)  Den  Herren  Amts-,  Guts=  und  Gemeindevorstehern  sowie  den  Herren  Gendarmerie-Wachstmeistern  des  Kreises
zur  Nachricht,  daß  meine  Verfügung  vom  11.  Februar  1913  —  Kreisblatt  Stück  13  —  infolge  Ermittelung  des  Kraftwagenführers
  Baul  Hermann  Gustav  Kröcher  in  Brandenburg  Havel  erledigt  ist.

Schlawe,  den  11.  März  1914.  Der  Landrat.  J.  A:  von  Baumbach,  Regierungsassessor.

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Nr.  206)  Dem  Gutsbesitzer  Karl  von  Aczel  —  geboren  am  25.  August  1887  in  Temesvar  in  Ungarn  —  früher  in
Hannover,  Bergmannstraße  Nr.  10  I  jetzt  wieder  in  Ungarn  wohnhaft,  war  im  Regierungsbezirk  Hannover  ein  Hansa-Kraftwagen
  (Fahrgestellnummer  130,  Betriebstoff:  Benzin,  P.  S.  15,0)  unter  der  Erkennungsnummer  I  8  2662  zum
Verkehr  auf  öffentlichen  Straßen  und  Plätzen  zugelassen.  ·

Von  Aczel  hat  das  Fahrzeug  mit  dem  Kennzeichen  vor  seinem  Fortgange  von  Hannover  an  die  Firma  Hansen,
Norddeutsche  Autozentrale  in  Hannover,  Goethestraße  Nr.  9  verkauft  und  will  die  Zulassungsbescheinigung  in  dem  Bureau
des  Justizrats  Dr.  Lenzberg  in  Hannover,  Andreasstraße  abgegeben  haben,  was  nach  den  angestellten  Ermittelungen
nicht  zutrifft.

Das  Fahrzeug  ist  vielmehr  angeblich  wiederholt  in  anderen  Besitz  übergegangen  und  der  Verbleib  der  alten  Zulassungsbescheinigung
  und  des  Kennzeichens  I  8  2662  trotz  eingehender  Nachforschungen  nicht  zu  ermitteln  gewesen.

Die  Herren  Amts-,  Guts=  und  Gemeindevorsteher  sowie  Gendarmerie-Wachtmeister  des  Kreises  ersuche  ich,  nach
dem  Verbleibe  der  Zulassungsbescheinigung  und  des  Kennzeichens  Nachforschungen  anzustellen,  im  Ermittelungsfalle  die
Zulassungsbescheinigung  der  damit  betroffenen  Person  abzunehmen  und  dem  Herrn  Regierungs-Präsidenten  in  Hannover
  einzureichen.

Schlawe,  den  11.  März  1914.  Der  Landrat.  J.  Al  von  Baumbach,  Regierungsassessor.

NAutaauf  vollfähriger  Vferde  aus  Aulaß  der  Heeresver  färkung.

Die  preußische  Heeresverwaltung  wird  im  September  und  Oktober  d.  Is.  —  vorbehaltlich  der  Bewilligung  der  im
Reichshaushaltsetat  hierfür  angeforderten  Mittel  —  eine  größere  Zahl  volljähriger,  warmblütiger  Pferde  ankaufen.

Die  Psferde  sind  für  die  Feldartillerie-,  Telegraphentruppen  und  Train  als  Zug=  und  Reitpserde  bestimmt.  Sie
müssen  1,52  m  bis  1,66  m  Stockmaß  (ohne  Eisen  gemessen)  groß  und  dürfen  nicht  älter  als  10jährig  sein.  Tragende  Stuten
sind  vom  Ankauf  ausgeschlossen  und  müssen,  wenn  sich  Trächtigkeit  bei  der  Truppe  herausstellt,  zurückgenommnn  werden.

Der  Ankauf  wird  in  allen  Teilen  des  Reichs  —  ausschließlich  Bayern,  Sachsen,  Württemberg,  Baden,  Hessen,  Elsaß-Lothringen,
  Thüringische  Staaten  sowie  Rheinprovinz  und  Hessen-Nassau  —  stattfinden.  ·  .

Es  ist  beabsichtigt,  den  Bedarf  lediglich  auf  öffentlichen  Märkten  zu  decken  und  angesichts  des  gegen  das  Vorjahr
wesentlich  verringerten  Bedarfs  Lieferungsaufträge  weder  an  Besitzer  noch  an  Händler  zu  erteilen.

Kriegsministerium."“  Remonte-Inspeklion.

Oeffentliche  Lehrschmiede  in  Stolp.

In  der  unter  Verwaltung  des  Magistrats  stehenden  öffentlichen  Lehrschmiede  beginnt  am  1.  April  1914  ein  neuer
Lehrkurfus.  In  demselben  erhalten  Schmiedegesellen,  welche  mindestens  19  Jahre  alt  sind,  gründliche  Ausbildung  im
Hufbeschlag  und  in  der  gesamten  Hufpflege.

Der  Kurfus  dauert  3  Monate  und  findet  nach  Beendigung  desfelben  vor  der  staatlich  eingesetzten  Lehrschmiede-Prüfungskommission
  eine  Prüfung  statt  zur  Erlangung  des  nach  dem  Gesetze  vom  18.  Juni  1884  für  die  Ausübung  des
Hufbeschlaggewerbes  erforderlichen  Prüfungszeugnisses.

Anmeldungen  zu  dem  neuen  Kursus  sind  schleunigst  bei  dem  Magistrat  in  Stolp  oder  dem  Hupfbeschlaglehrmeister
Küttner  in  Stolp  Reitbahn  8  anzubringen,  woselbst  auch  die  weiteren  Bedingungen  zu  erfahren  sind.

Stolp,  den  4.  März  1914.  Der  Magistrat.

III.  Fabndungslachen.

Nr.  208)  Den  Orts=  und  Ortspolizeibehörden  sowie  den  Herren  Gendarmerie-Wachtmeistern  zur  Nachricht,  daß  der  Husar
Forsch  sich  beim  Regiment  wieder  eingefunden  hat.
Der  gegen  ihn  erlassene  Steckbrief  ist  damit  erledigt.

Schlawe,  den  12.  März  1914.  Der  Landrat.  J.  A.  von  Baumbach,  Regierungsassessor.

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Schriftleitung:  Königliches  Landratsamt  in  Schkawe.  —