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durch geeignete Auswahl ihrer Nahrungsmittel. Reicht das
nicht aus, so ist ein Klystier das beste Mittel. Auf regelmäßige
Harnentleerung achte die Schwangere besonders in
den ersten Monaten der Schwangerschaft. Abführmittel, wie
alle sonstige Arzenei verordne nur der Arzt.
Die Kleidung der Schwangeren sei hinreichend warm,
ohne zu drücken. Die Brüste seien so lose bedeckt, daß die
Brustdrüse und Warze ungehindert vortreten können. Ein
fest anliegendes Corset darf von der Schwangern nicht getragen
werden. Die Röcke sind niemals fest um die Taille
zu knüpfen, weil dadurch das Emporwachsen der Gebärmutter
gehindert wird. Besteht vornüberhängender Leib, wie bei
Mehrgebärenden häufig, so sind die Röcke an Achselbändern
zu tragen und der Leib durch eine Binde zu stützen. Die
Strumpfbänder sind lose zu binden, da dieselben, wenn sie
einschnüren, sehr leicht zur Entstehung von Adergeschwülsten
an den Beinen Anlaß geben.
Strenge Reinlichkeit hat die Schwangere fortwährend
zu beobachten. Lauwarme Vollbäder darf eine sonst gesunde
Schwangere unbedenklich nehmen, Sitz= und Fußbäder sind
dagegen zu widerraten. Die Brustwarzen sind von der Mitte
der Schwangerschaft an täglich mit kühlem Wasser zu waschen,
find dieselben sehr zart, so kann ein Zusatz von Rum oder
Franzbranntwein dazu genommen werden. Die äußeren
Geschlechtsteile sind täglich zu waschen; unterbleibt das, so
bringt die Beschmutzung mit dem reichlich abgesonderten
Schleim und die Eintrocknung desselben in den Schamhaaren
üble Folgen.
Bewegung in frischer Luft ist für die Gesundheit
der Schwangern färderlich, anstrengende Bewegung indeß
und solche, welche mit starker Erschütterung des Körpers ver-