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wenn die Rechte desselben behauptet werden follen. Sie hat
kein Oberhaupt, das große oder größere Donative fordern
kann, wenn die Pabst-Schatzungen aufhèren; sie hat kein
stebendes Repräsentanten: Corps, das über allgemeinen Rechten
wachen, und bei Behauptung allgemeiner Rechte den Privat-Eigennutz
einzelner Bischöfe und einzelner Communitäten
schweigen machen könnte. Wir will, wenn dieß vielarmigte,
viclköpfige Wesen auch an seinen fühlbarsten Seiten angegriffen
wird, wer will die Vielköpse einstimmig und sympathetisch
= patriotisch machen, wer alle Arme nach einer Richtung
bindrehen? Wer verhindern, daß bei so vielen Mitinteressenten,
die alle das Recht mitzusprechen haben wollen,
daß kein Familien= Eigennutz, kein Irrsinn, keine Laune sich
einschleiche: Wer dieß Kunslwerk nicht blotz Augenblicke
lang hervorbringen, sondern gerade so lange fortdauern machen,
als Rom seine Negotiationen künstlich hinzuziehen weiß,
seine treffendsien Angriffe gewöhnlich aufschiebt?
Auf allen Universitäten Deurschlands hätte man das neuentworfene
Grund-Gesetz der Deutschen Kirche umherschicken
sollen, allen Professoren des kanonischen Rechts ein freies
Eremplar zusenden sollen, in allen geistlichen Canzleien und
Gerichts= Höfen hätte es auf der Versammlungs-Tafel liegen
müssen, und nur der zehute Theil der Publicirungs-Künste,
die der Pabst in seinem Falle gewöhnlich so meisterhaft verstund,
hätte das Andenken desselben so lebhaft erhalten, können,
als für die Freiheit der Kirche und selbst auch für die
allmählige Bildung eines zufriedeneren Pabstes zu wünschen
gewesen wäre. Doch auch hier isi'é wahr, die Kinder der
Welt sind klüger in ihrem Geschlechte als die Kinder des Lichts.
Wir hätten 4422 schon völlig frei seyn sollen, und doch
war's noch siebenzehn Jahre nachher ein recht heroischer Act
der zu Mainz versammelten Reichs-Stände, daß sie den