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2) die 4 Berichtsstädte in Elsaß-Lothringen (— 120);
3) die 5 Berichtsstädte im Großherzogthum Hessen (— 157);
4) die 8 Berichtsstädte in Württemberg (— 64);
5) die 4 schleswig-holsteinischen Städte Flensburg, Kiel, Neumünster, Altona
(zus. — 120);
6) in Pommern und Posen: Stettin (— 87), Stralsund (— 28), Bromberg
(32;
7) in Berlin sind 213, in den Vororten Berlins einschl. Charlottenburg
sind 138 Diphtherietodesfälle weniger als im Vorjahre festgestellt.
Ausnahmsweise hat in einigen Städten die Zahl dieser Todesfälle zugenommen,
hauptsächlich in Aachen (+ 65) und Krefeld (+ 25), in Magdeburg (+ 74) und den
4 Berichtsstädten Anhalts (+ 130), sowie in Gera (+ 125) und in Guben (+ 48). Daß
einige Universitätsstädte, Gießen, Greifswald, Halle, Heidelberg, Rostock hohe Sterblichkeitszisfern
der Diphtherie hatten, wobei in den 3 letzteren auch eine Zunahme gegenüber dem
Vorjahre bemerkt wird, läßt sich wahrscheinlich damit erklären, daß ein Andrang vieler
schwer erkrankten Kinder zu den Universitätskliniken stattfand, und zwar anläßlich des
Bekanntwerdens eines neuen wissenschaftlichen Heilverfahrens wohl mehr als sonst. Innerhalb
Bayerns haben muthmaßlich aus demselben Grunde die Diphtherietodesfälle in München
und Würzburg etwas zugenommen, während sie z. B. in Nürnberg um öl sich verringert
haben.
Besonders heimgesucht von der Diphtherie war — wie schon im Jahre vorher — die
Stadt Oldenburg, wo von je 10000 Einwohnern im Berichtsjahre 55 — im Jahre
vorher gar 59 — an Diphtherie gestorben sind; ferner war in Guben, Konstanz, Linden
bei Hannover und St. Johann die Dihhtheriesterbeziffer 3—4 Mal höher als die für die
Gesammtheit der Berichtsorte errechnete; auf je 10 000 Einwohner starben nämlich im
Durchschnitt 10,2, in den genannten vier Orten aber 33, bis 39,1 an Diphtherie.
Durch ausnehmend wenige oder gar keine Todesfälle an Diphtherie zeichneten sich
u. a. 6 Vororte Berlins aus, im Süden: Friedenau, Gr. Lichterfelde, Tempelhof und im
Norden: Hohen-Schönhausen, Plötzensee, Reinickendorf, sonst noch die Städte Rathenow,
Kreuznach, Amberg, Meerane und — wie schon im Vorjahre — Küstrin, Crimmitschau
und Brieg.
Von den beiden anderen Infektionskrankheiten, welche vorzugsweise unter heranwachsenden
Kindern ihre Opfer fordern, haben ungewöhnlich viele Todesfälle verursacht:
a) der Scharlach in Schneidemühl und in einigen Städten Oberschlesiens, wie
Zaborze, Königshütte, Gleiwitz, Ratibor, Oppeln, daneben in Danzig und Meerane;
b) die Masern in mehreren Städten des rechtsrheinischen Bayern, namentlich Fürth
und Passau, aber auch in Erlangen, Regensburg, Nürnberg, außerdem in Lehe,
Staßfurt, Celle, Neumünster u. a.
Die Zahl von insgesammt 18 Scharlachtodesfällen in 3 Vororten Berlins: Hohen-Schönhausen,
Gr. Lichterfelde und Tempelhof muß im Hinblick auf die Einwohnerzahl
ebenfalls als eine recht hohe bezeichnet werden.
D. Die Sterbefälle unter Personen von 15—60 Jahren.
Vorbemerkungen.
Die Ergebnisse der im Gesundheitsamte bearbeiteten Todesursachenstatistik hatten für
das Jahr 1893 erwiesen, daß im Deutschen Reiche noch nicht der vierte Theil aller Sterbe-