Full text : Gesetzsammlung für das Königreich Sachsen vom Jahre 1828. (11)

(118)
b.

6.  213.

Botengänge  zu  Versendung  von  Dienstschriften  finden  nur  auf  Märschen  und  in  der  Regel  blos
dann  Seatt,  wenn  diese  Schriften  die  Correspondenz  der  Militair-  und  Civil-Behörden  betreffen.
Die  Quartierorte  haben  dann,  auf  Verlangen,  den  Truppencommandanten  solche  jederzeie  zu  stellen.
Hierbei  finden  die  im  vorstehenden  §.  unter  cc.  und  dd.  enthaltenen  Bestimmungen  ebenfalls
Anwendung.
6.  214.

Alle  geleistete  Bocengänge  sind  von  den  Orksbehörden,  mic  genauer  Bezeichnung  aller  Umstände,
zu  consigniren  und  vierteljährig  dem  Amtshauptmann  anzuzeigen.

B.
Wachedienste.
#  215.

Sie  kreten  dann  nur  ein,  wenn  Transporte  von  Militatreffecten,  oder  Vorräthen,  ohne  hinlängliche
  Escorte,  an  Orcen  übernachten.  Inzwischen  sollen  dlese  Wachtdienste  stets  vermieden  werden,
  sofern  dadurch  die  alsdann  zu  verstärkende  Milicatrescorte  nicht  einen  zu  großen  Mehraufwand
berbeiführt.

6.  216.

Oiese  Wachtdienste  können  von  jedem  Anführer  eines  Transporks,  ohne  weicere  tegitimation,
verlangt  werden.

.  217.

Sie  sind  in  den  Städten  durch  die  Bürgerschüßzen,  und  auf  dem  tande,  in  den  alten  Erblanden
und  in  der  Oberlausih,  nach  den  Feuerstätten  zu  besorgen.

C.
Handdienste.

.  218.
S:e  finden  lediglich  bei  der  tandesvermessung  State,

.  210.
Selbige  sind  jederzeit  von  denen  Ortschaften  zu  lelsten,  in  deren  Fluren  die  Vermessung  Statt
finden  soll.  In  den  Städten  sollen  hierzu  Personen  gemiethet  und  aus  der  Serviscasse  bezahle

werden.  Auf  dem  tande  werden  dlese  Dienste,  in  den  alten  Erblanden  und  in  der  Oberlausit,  nach
den  Feuerstätten  aufgebracht.