Philos. 50 — 60 153
Bl.9 Suceineta comoram. (commemoratio?) passionis dominicae,
13 schlechte Verse “(O)ro postremo osceulor tego arguo sano’; voran
ähnliche Prosa.
Bl.9b De compositione baculi und Canones 3 de latitudine, altitudine
et rotunditate alieuius rei.
Philos.59a Pergament. 5Bl. zu 15:1lem. XIV.Jahrh.
Cisiojanus. Bl.1 und5: Die lateinischen Zalılen, darüber mit
rother Farbe die römischen Zahlzeichen. Bl.2 "Cisio ianus epy sibi
vendicat oc feli mar cel Prisca fa aug vincenei pau ponobile alde’.
Mit keiner der von K. Pickel, Elsässische Litteraturdenkmäler I,
besprochenen Versionen übereinstimmend; jeder Monat umfasst
4 Verse, von denen je das zweite Paar zum Auffinden der güldnen
Zahl dient (Ternus vdim not 0c0’, vgl. Clm 9624 f115; dies Verspaar
allein ist gedruckt z. B. im Compotus Aniani 1511 Bl.Dib).
Bl.3 Sit sine dei (?) februus’, 2 Hexameter mit kurzer Erklärung.
Bl.3b “Post festum stellae’, 2 Hexameter, die in etwas anderer Fassung
im Clm 17296 £53 stellen, mit Erklärung. Bl.4 “Bedae versus.
Tune bisextus erit’, 5 Hexameter (in etwas abweichender Fassung im
Compotus Aniani 1511 Bl.A7b, nur die drei letzten bei Migne 90, 787)
mit Erklärung. DBl.4b “In prin dat petrus’ 6 Hex., die auch am
Schluss des Compotus manualis Cod. Gott. Luneb. 68 Bl.31b stehen.
Von Dr. Volger 1862 geschenkt.
Philos.60 532 Bl. meist zu 34:21cm. Um 1700.
Dazu Beilage 10 Bl. vom J. 1784 (Bl.1—8 nicht ganz fehlerfreies
Inhaltsverzeichnis, Bl.9 Brief A. G. Kästner’s über die Sammlung,
17. 2.1783).
Sammlung von Ablandlungen und Briefen, fast sämmtlich über
die Calenderverbesserung um 1700 und über das von Erhard Weigel
geplante Collegium Artis Consultorum.
Diese SchriftstückesindohneZweifelgesammeltvon Johann Meyer,
Prof. am Gymnasium zu Regensburg (7 1719, vgl. Kleinstäuber in
den Verhandlungen d. hist. Vereins von Oberpfalz und Regensburg 356,
N.F.28, 1882, S.20); denn sämmtliche darunter befindliche Originalbriefe
sind an ihn gerichtet, die übrigen Stücke sind, soweit sie nicht
von Abschreibern geschrieben sind, Concepte oder Abschriften von
Meyer’s Hand; nur auch von Weigel sind mehrere Concepte darunter.
Weigel hatte, schon ehe er nach Regensburg kam, ein Verzeichnis
von Gelehrten entworfen (Bl.155), die er zu Mitgliedern in das zu
gründende Collegium Artis Consultorum zur Förderung der mathematischen
Wissenschaften, zunächst zur Verbesserung des Kalenders,
ausersehen hatte; (unter ihnen erscheint als Collega Honorarius ex
Schola Weigelii auch Herr Leibnütz Hoff-Rath zu Hannover). In
Regensburg, dem Sitze des Reichstages, führte hauptsächlich Meyer
die Correspondenz mit dem Corpus Evangelicorum und mit auswärtigen
Gelehrten; in dem Verzeiehnis Bl.239 ist er als Collegt
Seeretarius angeführt. Nach Weigel’s Tode (21. 3. 1699) wurde ihm
nebst Prof. G. A. ITamberger in Jena und Prof. J. Ch. Sturm ın
Altdorf vom Herzog zu Sachsen die Fortführung des von Weigel
begonnenen Werks übertragen (vgl. J. J. Moser’s Teutsches Staats-