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Pauschquantum entweder auf drei Jahre oder auf ein Jahr zu be—
willigen, jedenfalls aber ohne Abstrich.
In der That hätte die Regierung, wenn sie die Sache nur vom
Standpunkte einer möglichst vollständigen finanziellen Regelung hätte
behandeln wollen, sich nicht bewogen finden können, den nach ihrer
Ueberzeugung zu knappen Pauschbetrag noch für weitere drei Jahre
bestehen zu lassen. Im finanziellen Interesse der Kriegsverwaltung
an und für sich war die Verlängerung des bisherigen Pauschverhältnisses
auch nur auf ein Jahr, geschweige auf drei Jahrc, nicht
wünschenswert.
Es wurde allseitig anerkannt, daß die Regierung selbst gerade
unter dem frischen Eindrucke unvergleichlicher Erfolge der Armee und
der Armeeverwaltung, die günstigste Stimmung zu einer befriedigenden
Feststellung eines wirklichen Militäretats vorgefunden hätte.
Wenn die Regierung trotzdem zustimmte, das bisherige Verhältnis
auf drei Jahre hinaus zu verlängern, so dürften für sie, abgesehen
von der Rücksicht auf die Verständigung mit dem Reichstage,
vornehmlich die politischen Gesichtspunkte entscheidend gewesen sein,
welche der Präsident des Reichskanzleramtes in den Worten zusammenfaßte:
„Für die verbündeten Regierungen liegt der politische Wert der
Vorlage darin, daß die ganze Welt durch die Annahme dieser Vorlage
weiß, daß Deutschland im Jahre 1874 ganz ebenso, unter allen
Umständen ebenso gerüstet dastehen werde, wie es heute dasteht.“
Am 1. Dezember, an welchem Tage die Session durch den Präsidenten
des Bundeskanzleramtes Delbrück geschlossen wurde, wurde der
dreijährige eiserne Militäretat in dritter Lesung mit 152 gegen 128
Stimmen und auch der ganze Etat für 1872 fast einstimmig (dagegen
nur die Polen, Dänen und der Welfe Ewald) vom Reichstage genehmigt.
Am 7. November wurde dem Reichstage der neue Münzgesetzentwurf
vorgelegt. Schon seit Jahrzehnten, besonders seitdem durch den
Zollverein ein gemeinschaftliches wirtschaftliches Leben des deutschen
Volkes angebahnt war, hatte das Bestreben der Regierungen und
aller Volkswirte sich darauf gerichtet, zur Erleichterung und Vereinfachung
dieses Verkehrs auch eine größere Einheit in den Münzen
herbeizuführen. Der argen Münzverwirrung, wie sie noch in den
ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts bestanden, wo nicht bloß in
jedem deutschen Staate, sondern vielfach in verschiedenen Provinzen.
desselben Staates andere Münzen in Geltung waren, war durch eine