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der körperlichen Unmöglichkeit war, dann aber auch, weil ich
keine Neigung hatte, uns so weit in die Sache zu verwickeln,
wie die Rolle des Präsidirens eines Kongresses nothwendig
mit sich bringt. Wenn ich schließlich dennoch nachgegeben
habe, so war es einerseits das deutsche Pflichtgefühl im
Interesse des Friedens, namentlich aber das dankbare Andenken,
das ich an die Gnade des Kaisers Alexander II. für
mich stets bewahrt habe, das mich veranlaßte, diesen Wunsch
zu erfüllen. Ich erklärte mich dazu bereit, wenn es uns gelänge,
die Einwilligung von England und von Oesterreich zu
beschaffen. Rußland übernahm, die Einwilligung von England
zu besorgen, ich nahm auf mich, sie in Wien zu befürworten;
es gelang, und der Kongreß kam zu Stande.
Während des Kongresses, kann ich wohl sagen, habe ich
meine Rolle, so weit ich es irgend konnte, ohne Landesinteressen
und befreundete Interessen zu verletzen, ungefähr
so aufgefaßt, als wenn ich der vierte russische Bevollmächtigte
gewesen wäre auf diesem Kongreß (Heiterkeit); ja ich kann fast
sagen, der dritte; denn den Fürsten Gortschakow kann ich als
Bevollmächtigten der damaligen russischen Politik, wie sie durch
den wirklichen Vertreter Grafen Schuwalow vertreten war,
kaum annehmen. (Heiterkeit.)
Es ist während der ganzen Kongreßverhandlungen kein
russischer Wunsch zu meiner Kenntniß gekommen, den ich nicht
befürwortet, ja, den ich nicht durchgesetzt hätte. Ich bin
infolge des Vertrauens, das mir der leider verstorbene Lord
Beaconsfield schenkte, in den schwierigsten, kritischsten Momenten
des Kongresses mitten in der Nacht an dessen Krankenbett
erschienen und habe in den Momenten, wo der Kongreß
dem Bruch nahe stand, dessen Zustimmung im Bett erreicht;
— kurz, ich habe mich auf dem Kongreß so verhalten,
daß ich dachte, nachdem er zu Ende war: nun, den höchsten
russischen Orden in Brillanten besitze ich längst, sonst müßte
ich den jetzt bekommen. (Heiterkeit.) Kurz, ich habe das
Gefühl gehabt, ein Verdienst für eine fremde Macht mir
erworben zu haben, wie es selten einem fremden Minister
vergönnt gewesen ist.
Welches mußte also meine Ueberraschung und meine
Enttäuschung sein, wie allmählich eine Art von Preßkompagnie
in Petersburg anfing, durch welche die deutsche Politik angegriffen,
ich persönlich in meinen Atbsichten verdächtigt
wurde. Diese Angriffe steigerten sich während des darauf
folgenden Jahres bis 1879 zu starken Forderungen eines
Druckes, den wir auf Oesterreich üben sollten in Sachen,
wo wir das österreichische Recht nicht ohne weiteres angreifen
konnten. Ich konnte dazu meine Hand nicht bieten;
denn wenn wir uns Oesterreich entfremdeten, so geriethen
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