Metadata : Dr. J. Milbiller's kurzgefasste Geschichte des Königreichs Bayern.

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die  vaterländische  Geschichte  aufzuklären,  dabei  das  Wahre  und  Gute
aus  allen  Wissenschaften  in's  Leben  zu  bringen,  die  Kräfte  des
Geistes  zu  wecken  und  zu  ermuntern,  die  Denkmale  des  classischen
Alterthums  ihrein  Moder  zu  entreißen,  und  einen  Gemeinsinn  in
den  Herzen  aller  Bapern  zu  nähren.  Zu  diesem  Zwecke  gewannen
  sie  nicht  blos  Gelehrte,  sondern  auch  Männer  vom  hohen
Range,  den  Grafen  von  Heimhausen,  den  Gr.  v.  Törring,  den
Freiherrn  von  Kreitmayr  u.  a.  Der  Verein  wurde  in  Lory's
Hause  geschlossen,  und  der  Churfürst  bestätigte  ihn  am  28.  März
1750.  Die  neue  Akademie  begann  sogleich  mit  Eifer  zu  wirken.
Es  wurden  Münzen,  Inschriften  und  andere  Denkwürdigkeiten
gesammelt,  Preisfragen  aufgegeben  und  gelöst,  Aussätze  aus  deutschen
  Classikern  in  Sammlungen  verbreitet,  Vorlesungen  zur  Veredlung
  der  Muttersprache  und  zur  Pflege  der  Naturkunde  gehalten,
  nützliche  Zeitschriften  herausgegeben,  und  andere  ruhmwürdige
  Werke  zur  Beförderung  der  geistigen  Bildung  vollbracht.  Viele
mißkannten  das  Streben  und  Wirken  des  Bereins,  und  machten
ihn  auch  dem  Fürsten  verdächtig;  aber  es  ließ  sich  weder  der  bellsehende
  Maximilian,  noch  der  Verein  irre  machen.
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Bapern  hatte  zu  derselben  Zeit  mehrere  würdige  Männer,
die  sich  in  verschiedenen  Gattungen  der  Wissenschaften  auszeichneten,
  aufzuweisen.  Die  Geschichtkunde  wurde  durch  Andreas  Felix
Oesele,  Hofbibliotbekar  zu  München,  durch  den  geheimen  Nath
von  Lory,  durch  den  Abt  Forbenius  Forster,  durch  den  baperischen
Sekretär  Anton  Lipowoky,  durch  den  Hofkammerrath  Dominikus
von  Linbruny,  und  andere,  mit  unermüdetem  Fleiß,  und  mit  gutem
  Erfolge  bearbeitet.  Oefele  insbesondere  erwarb  sich  durch  die
Herausgabe  einer  großen  Sammlung  älterer  historischer  Schriften,
  welche  die  Geschichte  von  Bayern  erläutern,  und  bisher  noch
ungedruckt  waren,  ein  großes  Verdienst.  Ildephons  Kennedy,
ein  Benediktiner  von  Regensburg,  der  Protomedikus  von  Wolter,
der  eben  gedachte  von  Linbrunn  und  andere,  arbeiteten  mit
Nutzen  und  RNuhm  im  Felde  der  Naturwissenschaften;  und  Peter
von  Osterwald,  und  der  Professor  in  Ingolstadt,  Johann  Evangelist
  Helfenzrieder,  bewiesen  durch  ihre  Schriften  ihre  tiefen  Kennt-