Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1875. (2)

Mg.  39

durch  Eilboten  ist,  wenn  das  Bestellgeld  nicht  vorausbezahlt  ist,  dasselbe  nur  für
einen  Brief  zu  entrichten;  bei  anderen  Sendungen  wird  das  Bestellgeld  für
jeden  Gegenstand  besonders  erhoben.  Ist  das  Bestellgeld  vorausbezahlt,  so  tritt
eine  Erstattung  nicht  ein.

g.  22.

Auerie  -  I  Wünscht  der  Absender  eines  gewöhnlichen  oder  eingeschriebenen  Briefes
über  die  erfolgte  Bestellung  eine  postamtliche  Bescheinigung  zu  erhalten,  so  muß
dem  Briefe  ein  gehörig  ausgefüllter  Behöndigungsschein  äußerlich  beigefügt  und
auf  der  Adresse  vermerkt  werden:  „Mit  Behändigungsschein“.  Auf  die  Außenseite
  des  zusammengefalteten  Behändigungsscheins  ist  vom  Absender  des  Briefes
die  für  die  Rücksendung  erforderliche  Adresse  zu  setzen.  In  Betreff  der  Bestellung
  2c.  der  Briefe  mit  Behändigungsschein  siehe  S.  35.

U.  Für  Schreiben  mit  Behändigungsschein  werden  erhoben:
1)  das  gewöhnliche  Briefporto,
2)  eine  Behändigungsgebühr
a)  von  10  Pf.,  wenn  die  Absendung  von  einer  Staats=  oder  Gemeindebehörde,
  oder  von  einem  Notar  erfolgt,
b)  von  20  Pf.,  wenn  die  Absendung  von  Privatpersonen  erfolgt,
3)  das  Porto  von  10  Pf.  für  die  Rücksendung  des  Behändigungsscheins.
Wird  die  Einschreibung  verlangt,  so  tritt  dem  Porto  zu  1  die  Einschreibgebühr
  von  20  Pf.  hinzu.
Au.  Formulare  zu  Behändigungsscheinen  können  bei  den  Postanstalten  zum
Preise  von  5  Pf.  für  je  10  Stück  bezogen  werden.

g.  23.

Behandlung  ord-  1  Sendungen,  welche  nicht  den  vorstehenden  Bestimmungen  gemäß  adressirt,

Em——l“i  und  verschlossen  sind,  können  dem  Einlieferer  zur  vorschriftsmäßigen
dungen.  Adresstrung,  Verpackung  und  Verschließung  zurückgegeben  werden.

A  Verlangt  jedoch  der  Einlieferer,  der  ihm  geschehenen  Bedeutung  ungeachtet,

  die  Beförderung  der  Sendung  in  ihrer  mangelhaften  Beschaffenheit,  so

muß  die  Beförderung  insoweit  geschehen,  als  aus  den  gerügten  Mängeln  ein