Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1843. (20)

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lich  geschehe,  ohne  daß  dafür  eine  andere  Zahlung  als  ein  mäßiges,  durch  gemeinschaftliche
Uebereinkunft  und  auf  einen  unveränderlichen  Satz  festzustellendes  Entgeld  gefordert  werden
könne,  und  daß  endlich  jedes  andere,  im  Strombett  selbst  vorkommende  Hinderniß  der  Schiffahrt,
  sofern  dergleichen  Hindernisse  von  einem  Mangel  der  gebörigen  Stromaufsicht  und
Instandhaltung  des  Strombektes  herrühren,  ohne  Aufschub  und  auf  ihre  eigene  Kosien  hinweggeräumt
  werde.

Artikel  3.

Jedem  Neckaruferstaate  bleibt  es  überlassen,  eine  oder  mehrere  Städte  längs  des  Neckarufers
  zu  Freihäfen  für  den  Neckarhandel  zu  erklären.  Demzufolge  werden  von  der  Königlich
Württembergischen  Regierung

Heilbronn  und  Canstatt,
von  der  Großberzoglich  Badischen  Regierung
Mannheim  und  Heidelberg
als  Freihäfen  bezeichnet,  wogegen  die  Großherzoglich  Hessische  Regierung  von  der  Bezeichnung
einzelner  Orte  als  Freihäfen  für  jetzt  Umgang  nimmt,  sich  jedoch  ihre  desfallsigen  Rechte  für
die  Zukunft  vorbehält.  "6

Alle  Waaren,  welche  zu  Wasser  nach  viesen  Freihäfen  gebracht  werden,  dürsen  daselbst
unter  Aufsicht  der  Steuerverwaltung  des  Staats  auf  längere  oder  kürzere  Zeit  in  den  öffentlichen
  Niederlagen  gelagert  und  zum  Transport  auf  der  Wasserstraße  wieder  eingeladen  werden,
  obhne  irgend  einer  Eingangs-,  Ausgangs=  oder  Durchgangs-Abgabe  unterworfen  zu  seyn.
Den  allgemein  festgesetzten  Magazins-,  Behlwerks-,  Krahnen=  und  Waaggebühren  sind  solche
Waaren  nach  Maßgabe  ver  folgenden  Artikel  unterworfen.

Artikel  4.
Für  vie  Benützung  der  Hafenanstalten  und  der  sonstigen  Ein=  oder  Abladeplätze  wird
unter  der  Benennung  von  Bohlwerks=  (Kai-),  Krahnen=  und  Waaggebühren  ein  Entgelo
erhoben,  dessen  Betrag  aber  «  -
-s)an«BohlweI-ksgcbühr.....1«3»(-,kr«
b)  an  Krahnengebühr  bei
der  Abladung  I  kr.
bei  der  Einladung  1I  kr.
im  Ganzen  also.  24/  kr.
e)  an  Waaggebhbr.  1kr.
für  den  Centner  nicht  übersteigen  darf.