Bundesstaat
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richtet ist, erlangt in Ermangelung
besonderer reichsg. Vorschriften Rechtsfähigkeit
durch staatliche Verleihung.
Die Verleihung steht dem B. zu, in
dessen Gebiet der Verein seinen Sitz hat.
Einem Vereine, der seinen Sitz nicht
in einem B. hat, kann in Ermangelung
besonderer reichsg. Vorschriften
Rechtsfähigkeit durch Beschluß
des Bundesrats verliehen werden.
Fehlt es an einer Bestimmung der
Anfallberechtigten, so fällt das Vermögen
des Vereins, wenn der Verein
nach der Satzung ausschließlich den
Interessen seiner Mitglieder diente,
an die zur Zeit der Auflösung oder
der Entziehung der Rechtsfähigkeit
vorhandenen Mitglieder zu gleichen
Teilen, andernfalls an den Fiskus
des B., in dessen Gebiete der Verein
seinen Sitz hatte.
Verwandtschaft.
Das Vormundschaftsgericht kann auch,
wenn Wertpapiere, Kostbarkeiten oder
Buchforderungen gegen das Reich oder
einen B. zu dem Vermögen des
Kindes gehören, dem Vater die gleichen
Verpflichtungen auferlegen, welche nach
den 8§ 1814—1816, 1818 einem
Vormunde obliegen; die Vorschriften
der 8§§ 1819, 1820 finden entsprechende
Anwendung. 1668, 1670,
1687, 1692.
Ein uneheliches Kind kann auf Antrag
seines Vaters durch eine Verfügung
der Staatsgewalt für ehelich
erklärt werden.
Die Ehelichkeitserklärung steht dem
B. zu, dem der Vater angehört; ist
der Vater ein Deutscher, der keinem
B. angehört, so steht sie dem Reichskanzler
zu.
Über die Erteilung der einem B.
zustehenden Ehelichkeitserklärung hat
die Landesregierung zu bestimmen.
Von den Erfordernissen des § 1744
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1807
Bundesstaat
kann Befreiung bewilligt werden, von
der Vollendung des fünfzigsten
Lebensjahres jedoch nur, wenn der
Annehmende volljährig ist.
Die Bewilligung steht dem B. zu,
dem der Annehmende angehört; ist
der Annehmende ein Deutscher, der
keinem B. angehört, so steht die Bewilligung
dem Reichskanzler zu.
Über die Erteilung der einem B.
zustehenden Bewilligung hat die
Landesregierung zu bestimmen.
Vormundschaft.
Die im § 1806 vorgeschriebene Anlegung
von Mündelgeld soll nur erfolgen:
1. in Forderungen, für die eine sichere
Hypothek an einem inländischen
Grundstücke besteht, oder in sicheren
Grundschulden oder Rentenschulden
an inländischen Grundstücken;
2. in verbrieften Forderungen gegen
das Reich oder einen B. sowie in
Forderungen, die in das Reichsschuldbuch
oder in das Staatsschuldbucheines
B.eingetragen sind;
3. in verbrieften Forderungen, deren
Verzinsung von dem Reiche oder
einem B. gewährleistet ist;
4. in Wertpapieren, insbesondere
Pfandbriefen, sowie in verbrieften
Forderungen jeder Art gegen eine
inländische kommunale Körperschaft
oder die Kreditanstalt einer solchen
Körperschaft, sofern die Wertpapiere
oder die Forderungen von dem
Bundesrate zur Anlegung von
Mündelgeld für geeignet erklärt
sind;
5. bei einer inländischen öffentlichen
Sparkasse, wenn sie von der zuständigen
Behörde des B., in
welchem sie ihren Sitz hat, zur
Anlegung von Mündelgeld für geeignet
erklärt ist.
Die L.G. können für die innerhalb ihres