Vortrag des Lyrischen. 241
lgende Rede eines den Grei i l it
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wird nicht übermäßig, die setgern. e steigt EB immer.)
Hat sich der Landmann solcher That verwogen
Aus eigenem Mittel, ohne Hülf' der Edlen,
Hat er der eignen Kraft so viel vertraut,
Ja dann bedarf es unserer nicht mehr!
Getröstet können wir zu Grabe steigen,
Es lebt nach uns — durch andre Kräfte will
Das Herrliche der Menschheit sich erhalten!
Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit,
Und neues Leben blüht aus den Ruinen!
Der Adel steigt von seinen alten Burgen
Und schwört den Städten seinen Bürgereid!
Im üchtland schon, im Thurgau hat's begonnen.
Die edle Bern erhebt ihr herrschend Haupt;
Freiburg ist eine sichre Burg der Freien!
Die rege Zürich waffnet ihre Zünfte
Zum kriegerischen Heer — es bricht die Macht
Der Könb'ge sich an ihren ew'gen Wällen!
Die Fürsten seh'’ ich und die edlen Herren
In Harnischen herangezogen kommen,
Ein harmlos Volk von Hirten zu bekriegen!
Auf Tod und Leben wird gekämpft, und herrlich
Wird mancher Paß durch blutige Entscheidung.
Der Landmann stürzt sich mit der nackten Brust,
Ein freies Opfer, in die Schar der Lanzen!
Er bricht sie, und des Adels Blüte fällt,
Es hebt die Freiheit siegend ihre Fahne!
D'rum haltet fest zusammen — fest und ewig —
Kein Ort der Freiheit sei dem andern fremd —
Hochwachten stellet aus auf euren Bergen,
Daß sich der Bund zum Bunde rasch versammle —
Seid einig — einig — einig! —
Indes bewaffnet und zum Werk bereit
Erwartet ihr der Berge Feuerzeichen!
Denn schneller, als ein Botensegel fliegt,
Soll euch die Botschaft unfres Siegs erreichen!
Und seht ihr leuchten die willkommnen Flammen,
Dann auf die Feinde stürzt wie Wetterschlag,
Und brecht den Bau der Tyrannei zusammen! —
Einen Leichenstein will ich
Ihm setzen, wie noch keinem Könige geworden!
Benedir, Tie Schönheit des Vortrags. 4. Aufl. 16