eln und warfen sich in die Schiacht. Das Korps war aus der Kampffront der
7. Armee herauegezogen und hinter der ganzen Front vom zußersten rechten
zum linken Flügel geworfen worden, bestimmt, dem rechten Flügel der 1. Armee
als Stütze zu dienen. Zum Glück hatte die Kunde von der del Craonne drohenden
Durchdruchsgefahr den Oderkommandlerenden der 7. Armee, der mit selnem
15. Korps aus den Vogesen an die Nordfront geellt war, noch eben rechtzeitlg
nreelcht. Heeringen catte das „Korp# auf der Fohrt anhalten und statt in
n können. Nun trafes in der allerletzten Mlnute
am sn der Schlacht ein, wo das 7. Reseroekorps soeben zusammenzudrechen
drohte. Am Abend bes 14. und am 15. September wandte sich das
Blatt. Engländer und Franzosen wurben aus den Trümmern von Craonne
beraus- und über die Aisne zurückgeworfen.
Elelchzeitig rückte am rechten Flügel der ganzen Schlachtaufstellung als
erste Derlängerung nach Norden zu das 9. Reseroekorps ein, das eden erst dei
Termonde den zweiten hartnäckigen Ausfall der Belgler aus Antwerpen abweisen
geholfen hatte.
Dle Gefahr des Durchbruchs war abgewendet. Aber laum hatte
Joffre erkannt, daß ihm dlese Hoffnung verlegt worden war, da entschloß er sich
auch schon, den zwelten Weg zu deschreiten, der ihm Aussicht gad, seinen Slegestraum
in die Wirklichkelt überzuführen: dle Umgehung des In der Luft hängenden
rechten deutschen Flügels. Und während auf der langgedehnten Front die
Angriffe der Verfolger ohne Ermüden gegen dle neue Stellung der Deutschen
anbrandeten, begann jenes seltsame Schausplel, das man den „Wettlauf zum
Meere“ getauft hat. Es begannen in Zug und Gegenzug die Versuche Joffree,
dle deutsche Front von Westen ber aufzurollen, und die Adwehrmaßnahmen
der Deutschen.
Den Auftakt dildeten die Angriffe der Franzosen gegen das herdelgeellte
9. Keservekorps. Sie wurden blutig abgewlesen und der Angrelfer bie auf
Compiegne zurückgeworfen. Das Heereskavalleriekorps v. d. Marwitz übernahm
dle Aufgabe, die deutsche Front elnstweilen nach Norden zu verlängern.
Aber die furchtbare Gefahr, welche der offenen deutschen Flanke drohte,
war damlt nur für den Augenbllck deschworen. Es war angeslchte der Tatkraft,
die Joffre disher dewährt hatte, und seiner günftigen Lage als Beherrscher
bes französischen Eisenbahnnetzes mit Bestimmthelt zu erwarten, daß er In
Kürze elne großzügige strategilsche Aktion einlelten würde, um mit stärksten
Mitteln die Umgehung zu erzwingen. Denn auch seine linke Flanke hatte ja
jetzt keine Anlehnung mehr, und er mußte mit der Mögllchkeit rechnen, daß
die Deutschen in der Lage sein würden, lhren rechten Flügel zu verlängern
und von dort aus dle strategische Offensive aufs neue aufzunehmen. Zwischen
Complegne und dem Meere war für operatloe Betätlgung delder Gegner Raum.
Wem würde die Vorhand zufallen? Wer würde zuerst imstande sein, aus dem
bartnäckigen Ringen, in dem sich die gesamten Kräfte deider Partelen auf der
neuen Front inelnander verdissen hatten, die nötigen Referven herauszuzlehen,
dle ihm gestatten würden, bas Heft in die Hand zu dekommen?
Das war die Frage, die sich vor den Heeresleltungen belder Streittelle
auftürmte und gebleterlsch elne Lösung verlangte.
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