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Dem Plaristen Dogiel, der der eigentliche Herausgeber ist, wurde nicht
nur das Reichsarchiv gebffnet, sondern auch die Fürsten Radzivil, Graf
Zaluski und andere der Großen ließen ihre Schätze mittheilen, und
der Herausgeber verstund Auswahl und gute Einrichtung eines solchen
Werks vollkommen. Aber — die ältesten der hier
abgedruckten Urkunden sind aus dem dreizehnten
Jahrhundert. Scpchade übrigens, daß politischer Argwohn,
oder was es sonst war, die Publicirung des ganzen Werks verbinderten!
Bisweilen kann den Mangel ersetzen
(Dogiel) limites regni Poloniac et magni Ducatus Lithuaniac
ex originalibus et authenticis exemplis descripti et in lucem
editi. Vilnac. 1258. 4. blos Sammlung aller zu diesem Gegenstand
gehbrigen Dokumente. Selbst wenn der Cod. diplom.
ganz erschlenen wäre, neben demselben immer doch unentbehrlich.
Mizler a Holof Collectio magna scriptorum omnium histor.
Polonfae et magni Ducatus Lithuaniae. Varsoviac. T. I.
1761. T. II. 1769. fol. enthält nichts als topographische Schriftsteller.
"
Jo. Pistorii Corpus bistoriac Polonicac. Basil. 1382. fol. keine
Sammlung von Werth. Schriften aller Art unter einander,
geographische, topographische, historische, ältere und neuere, wie
sie der Herausgeber auftreiben konnte
Scriptores rerum Polonicarum er recentioribus duotquot
Praccipui erstant. Coll. C. T. L. Amst. 1098. 3 Voll. 4.
Dieser Titel ist viel zu prächtig, denn die ganze Sammiung
enthält bloß Sulikovii Comment. rer. Polon. inde a morte
Sigism. Aug.; Frcdro gesta Polonorum sub IIenr. Valcsio
und Kobierzycki historiam Uladislai. Auch noch einige kleine
Schriften von beiden letzteren. «
«Unter"dencn,die«c"iiidgewissPolitische"Gefchicht·«c..geschrieben
haben, ist der erste und wichtigste, der genannt zu
werden verdient, der Cracauische Canonicus Joh. Dlugosi.
Er hat alles geleistet, was man damals (st. 1480.) von einem
Historiker sodern konnte, denn er hat sogar mebrere fehr wichtige
Urkunden ganz eingerückt. Nur war das Zeitalter, worinn
er lebte, weder der Vollständigkeit der Materialien, noch der
Historischen Kritik günftig, und es ist traurig genug, daß er noch
immer das Hauptwerk der Polnischen Geschichte seyn soll. Die