Herrzsere's Bemühungen um die deutsche Sprache und Litteratur. 465
de la culture de toutes les sciences, la litterature et la langue
allemande avait pris un essor qui lui promettait en peu
la preference sur celles des autres nations.«
In diesen Worten hat HErTzBErG in würdigster Weise auclı
seine eigene Meinung ausgesprochen, und der König verübelte ihm
seinen Freimuth nicht!. Kein Zweifel, der deutsche Geist regte
sich und trat, wenn auch nicht aus der Mitte der Akademie heraus,
so doch in einem Ehrenmitglied, dem Könige bescheiden aber
fest entgegen, jenem Könige, der, an (die gallisch -lateinische Bildungsform
gekettet, doch die Fundamente eines wirklichen Deutschlands
gelegt und seine Nation geliebt hat. Nicht für immer soll
sie in die französische Schule gehen, auch nicht für immer soll
ihre Akademie französisch bleiben — Frıeprıcu sah als Prophet die
Zeit voraus, da sie deutseli werden würde; dass diese Zeit bereits
gekommen sei, davon liess er sich nicht überzeugen. Die Erfahrungen
der nächsten Folgezeit haben ilım Recht gegeben: in Berlin
waren zunächst die Bedingungen für eine führende, rein deutsche
Akademie noch nicht vorhanden. Man versuchte, sie zu
schaffen; aber es dauerte noch fünfundzwanzig Jahre, bis man sie
heraufzuführen vermochte.
Viertes Capitel (Anhang).
Der Personalstand, die Publicationen, die äusseren Einrichtungen
und der Etat der frideriecianischen Akademie
(1746-1780).
1. Guratoren.
[Seit dem Jahre 1743/44 voXx SCHNETTAU, VON GOTTER, VON VIERECK, VON BoRckE,
dann an Gorrer's Stelle voxv Arxım.]
13. April 1747. Maupertuis zeigt an, dass der König an Stelle
VON VIERECK’S, der resignirt hatte, und von Borcke’s (FT) den
General vox StiLLE und den Oberstlieutenant vox Keırı zu
Curatoren ernannt habe.
7. October 1751. An Stelle von Scumerrau’s (}) wird der Hofmarschall
von REDERN ernannt.
! Es ist meines Erachtens unstatthaft, in der Antwort vom 4. Januar 1791
auch nur eine Spur von Ironie sehen zu wollen.
Geschichte der Akademie. |. 30