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werden muͤsse. Es gibt gewisse Institute, die, so aͤußerst
wichtig sie sind, doch nach einem gewissen Zeitpunkte immer
ausarten. „Um der gewöhnlichen Ausartung willen das
ganze Justitut verwerfen, wäre thdricht. Ein einziges frappantes
Beispiel hievon: In jeder Kirche, es sey lukherische,
katholische, reformirte u. s. w., erzeugt sich allmählich eine
solche Autorität des Clerus über den Laien, daß eine Art von
Pabstihum entsteht; es müssen daher nach einer gewissen
Periode Demüthigungen der Geistlichkeit vorgenommen werden,
in deren Beruf so viele Veranlassungen zum Despotismus
liegen, daß die Frucht endlich reisen muß.
2) Jede solcher Consociationen, sagt man,
nähre einen Keim des Fanatismus in sich. Dieser
muͤsse Seele derselben seyn, sie hätte nicht vegetiren können,
käme nicht glücklich fort, könne nichts ausrichten, sich
nicht vergrößern, wenn er nicht unter ihr wäre. — Wer den
Consociationen das Wort sprechen will, bemerkt, daß überbaupt
in der Welt nichts Großes ohne gewisse
Tinktur von Fanatismus ausgerichtet sey, daß
sich zwischen Fanatismus und Enthusiasmus nicht eine Grenzlinie
ziehen lasse, die so bestimmt wäre, dah man sagen
könne: dieß ist Fanatismus und dieß Enthusiasmus.
3) Der Staat, wendet man ferner ein, sorge für
alle solche Bedürfunisse; wofür sich also eine
solche Gesellschaft im Staate zusammenschließe?
— Dieser Grund beantwortet sich am besten: In der ganzen
Geschichte zeigt sich, wie ohne die Errichtung der katholischen
Orden ein großer Theil von uns nicht da wäre.
Wenn nicht die Benedikeiner im Mittelalter Findelhäuser errichtet
hätten, dem Feudal-Despotismus nicht ein Damm gesetzt
worden wäré, die menschliche Gesellschaft würde erlegen seyn.
Und wenn dieses Argument nicht Alles beweist, beweist es doch
. »