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unterjochen, und den trotzigen Reichsadel, den vorhergebende
lang dauernde Zeiten der Unruhen doppelt trotzig gemacht
hatten, mit einemmal zu fesseln. Sie war ein Einfall eines
Erzbischof-Ministers, der hier seine geistlichen Kenntnisse und
seine weltlichen Wünsche schlau genug zu combiniren wußte,
der, wie die meisten Geistlichen, die bis zum Ministerposten
aufsieigen, gewaltig für Despotismus war, und dem Despotismus
seiner Könige eine Wasse hier schmiedete, wie nur
ein Bischof oder Erzbischof thun konnte.
Jeder characteristische Punkt der neuen Einrichtung, wie
spanische Inguisition von aller andern bisherigen Inquisition
sich unterschied, war sichtbar bloß zum Worhheile der
königlichen Gewalt. Das neue Gericht war ein bloß koͤ-nigliches
Gericht. Der Kdnig allein setzte den Chef des
Gerichts, der zugleich Chef aller kleineren ähnlichen Institute
im ganzen Reich war. Er allein gab dem Chef und dem
ganzen neuen Gerichte seine erste Instrukrion, und jede nachfolgende
neue General-Instruktion wurde allein in königlichem
Namen ausgefertigt. Wie der Chef vom Könige gesetzt wurde,
so auch die übrigen Assessoren des Gerichts, die bald der König
allein, bald der Großinquisitor im Namen des Kdnigs
setzte. Wie den König nichts verpflichtete, einen Mönch oder
Weltgeistlichen zum Chef der ganzen Austalt zu machen, wie
es sogar zuerst bei ihm siand, einen Geistlichen oder Weltlichen
zu nehmen, so setzte er auch in dieses höchste unumschränkteste
Collegium bald fünf Senatoren, bald sieben derselben, und
die zwei Consultoren, die aus dem hoben Rathe von Castilien
zugeordnet wurden, erhielten eine Decisi ĩv-- Stimme bei
den Versammlungen.
Die Justruktion, die dem neu errichteten königlichen Collegium
(Inquisition) gegeben wurde, ward von keiner Synode
revidirt, von keinem Pabste confirmirt; es war des Kbnigs
, 2»».