Volltext : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

162  Palombella
Kleromant).  Dazu:  P-ie,  f.;  pisch.  —

Palombell-  a  (it.),  k.;  ze:  (kleine)  Tanbe,  —
dauach  z.  B.  als  Wirkhshaus-Schild  u.  -Name,
s.  Campanella.  —  Palotikren  (frz.),  tr.:  auf  dem
Acker  tiefe  Beetfurchen  „mit  dem  Spaten“  machen
u.  die  nach  beiden  Seiten  ausgeworfne  Erde  dann
mit  der  Harke  vertheilen  (auch  rekorieren).  —  Pälpabel
  (lat.),  a.:  tastbar,  greifbar,  (hand)greifl.,
faßbar  2c.  G.  3,  289;  W.  22,  358  2c.  Labilität,
f.;  0:  Tastbark.,  Handgreiflichkeit  ꝛe.  atiön,  f.;
—en;  —#-:  das  Tasten,  An-,  Befühlen,  Streicheln.
e  f.;  —m:  An  ihren  lder  Inseln]  Unterkiefern  u.  Unterlippen
  hängt  ein  Paar  gegliederte  Fäden  ..,  die  sie  unaushörl.
  zum  Tasten  anwenden;  man  nennt  sie  daher
Taster  u.  P-#u.  Oken  4,  427;  Die  Kiefer-Pn  lder
Termiten]  sind  49liederig;  die  Lippen-P-##
3gliederig.  1433  r.  —  Dälpebr-a  (lat.),  f.  1824,
11:  Augenlied:  Die  p.  Supsrior  u.  inferior,  das
obre  u.  untre  Angenlied  2e.  -al,  -älis,  a.:  auf
die  Augenlieder  bezüglich:  Ligamentum  pee,  das
Augenliedband  2c.  atiön,  f.;  -en;  —-:  das
Palpebrieren.  -i###en,  intr.  (haben):  mit  den
Augen  zwinkern,  blinzeln  2c.  —  Palpit-ant  (lat.;
auch  frz.  —ing;  kem.:  -ante,  -ingt’);  palpitierend,
—  nam.  von  geistiger  od.  seelischer  Erregung:
Mylady  war  aufgeregt,  interessiert,  p-e  vor  Erwartkung.
Dazor  14,  95a.  ation,  f.;  -en;  —#-:  das  Palpitieren,
  bes.:  Herzklopfen  (Palpitätio  cordis).
TUren,  intr.  (haben):  rasch  u.  heftig  klopfen,
nam.  in  Erregung.  —  Dalftasir,  m.,  —6;  —:  s.
Paal-Stab.  —  Dä-iIn  (chin.):  Erinnerungs-Pforten.
  Weise  Kost.  1,  539.  —  Paludamoent-um,
n.,  —„  zà  [§  24,  2,  n.):  Das  weite  mit  Purpurstreifen
  verbrämte  Obergewand  der  röm.  Feldherren,  das
P.  350;  1076  rc.  (vgl.  Pallium  imperiale  re.);
Guhl  2,  227  (vgl.  Sagnm  u.  Winchelmann  Gsch.  d.
K.  1,  305).  —  PDäl-üde:  1)  (türk.):  ein  aus
Mandeln  bereitetes  Gericht,  Mandelfulz.  —  2)
(it.)  f.;  -udi:  Sumpf,  Morast  2c.;  auch:  Salzgärten
  (P.).  Scheuchenuck  200.  .  udina,  f.  [8  24,
11:  Sumpfschnecke.  -udös,  a.:  sumpfig,  morastig.
us,  f.  [8  24,  3,  üdis!):  Sumpf,  Morast  2c.:  Aus
den  palückes.  Hagen  Racz.  2,  506.  —  Palwe,  f.;
—n  :  Samland  hat  neben  einzelnen  Pen  od.  öden  Heidestrecken
  die  prächtigsten  Lanbwälder.  Kleinsteuder  Schlosß
1,  15.

Damschlschih  (russ.),  m.,  —##;  —#  :  Die  Ps
(Grundherren).  Nohl  Pet.  2,  120,  auch:  Pameschischik
(Pomeschtschit).  —  Dämbeh  (pers.),  f.;  0:  Schilf,
zu  Lampendochten  dienend:  Pfünckt  ihr  P.,  mögt  ihr
traulich  sagen:  Diese  wird  als  Docht  vas  Heil'ge  tragen.
  G.  1,  134.  —  Dambiöma  (gr.),  n.,  —:
0:  das  Leben  des  Alls,  das  das  All  durchdringende
Lebensprinzip.  —  Damela  (engl.  pämmilä),  k.;
—6#  :  —#:  Tugendheldin,  —  nach  der  Hauptperson
in  Richardson's  gleichnamigem  Noman.  w.  2,  80.
—  Pämeuse  (frz.  —ösf),  f.;  —#,  —n:  eine  Dame,
die  in  Ohnmacht  fällt,  —  nam.  als  weibl.  Mitglied
  der  Klagne,  im  Theater,  um  die  Erregung
des  Publikums  bei  ergreifenden  Seenen  hervorzurusen
  od.  zu  verstärfen.  Uais.  22,  119.—

Pan

Pämp-a,  f.;  —###as,  f.;  uv.:  weite  Grasebene
(Steppe)  in  Südamerika  (vgl.  Llano;  Prairie;  Savanne;
  Sertoes).  Gerstäcker  WW.  3,  9;  11  2c.;  Einen
großen  Busch  P—s-Grases  aus  den  Prairien.  Auerbach
Landh.  1,  155;  P—s—Hase  (s.  Viscache);  Indianer
  2c.  (elmus:  s.  Pompelmus  2c.)  ero
(auch  in  portug.  Schreibw.  -eiro),  u.,  —#;  —:
der  in  den  Pampas  herrschende  Sturmwind.  oershächer
  WW.  1,  1;  3,  15;  54;  Pench.  1,  53;  Globus
5,  öb;  Der  Sturmwind,  der  in  andern  Theilen  Südamerikas
  unter  dem  Namen  Temperal  od.  P.  bekannt
ist,  im  Amazonas-Delta  aber  Proroca  heißt.  Mag.  d.
Ausld.  36,  107a  „2c.;  Die  sogen.  P—s=  Orkane.
Grude  Ch.  2,  299.  —  Hamphl-t,  ott  (engl.),
u.,  -(e)s;  -e,  —#:  Flug-,  nam.  Schmähschrift.
etier  (frz.  -etjẽ),  m.,  —#s;  —#;  -elifl,  m.,  en,
□s);  —en:  Pamphlet-Schreiker.  —  Damplegie
(gr.),  f.;  +eyn:  im  Ggstz  zu  Hemi.,  Para-rlegie,
—  vollständige  Lähmung  durch  einen  Schlaafluß.
—  Damplr)ona  (span.),  k.:  s.  Vanilla.  —  Dampüna
  (holl.),  f.;  —#:  (am  Kap):  Die  P.,  eine  dem
Kurbis  ähnl.  Frucht,  die  ein  Gewicht  v.  80—  100  Pfo.
erreicht.  Globus  11,  2399.  —  Damüchel  (slaw.),
m.,  —##;  uv.;  f.;  —n:  1)  Dorsch  (ein  Fisch).
Ohen  6,  154,  vgl.:  Pomocheln.  Coniy  255;  Pomuchel.
  Akewald  1,  35;  Fausbl.  (65)  4,  151  2c.  —
2)  (s.  1)  P.,  Pamuffel,  Duckmänser.  Weinhold
Schles.  6  1  ic.  —  Damußlinnis  (litth.),  m.,  uv.;
uv.:  Zur  Winterszeit  tragen  die  Luthauerinnen  einen
bis  an  die  Knie  gehenden  Pelz,  den  sie  P.  nennen.  Uat3
21,  225.

Pän:  1)  (span.)  n.,  —S;  —es:  Brot,  z.  B.:
P.  de  chancay  u.  Biscochos  (suße  Brole)  ..  gekauft.
Crube  Ch.  1,  303;  P.  de  especias  —  Pain  (s.  d.)
d'epices  2c.,  auch  (it.)  P.  od.  Päne.  —  2)  (slaw.)
m.,  —§;  —:  Herr,  —  z.  B.  (in  Böhmen).  Globus
4,  80  a  2c.;  in  Nuland.  lohl  Surr.  1,  102  2c.,  s.
Panskije  ludi  (l.  d.),  „Herrenlente"“,  Leibeigne.
5;  2,  131;  Wo  die  Dörfer  panski  waren,  d.  h.  einem
Herrn  gehörige.  1,  22  2c.;  auch:  Pane  Treustein!
1—  Herr  von  Treustein.  Hollei  Tr.  1,  63  2c.;  Den
Kreis  des  in  jener  kassubischen  Gegend  so  zahlreichen
kleinen  Adels,  der  sogenannten  Pancken.  Droylen  Y.  1.  5.
—  3)  (gr.):  a)  n.,  —#;  —ta:  Alles,  All,  s.  Hen
2  ꝛc.;  et  [Päntarei  =  „Alles  stießt“,  d.  h.
ist  in  fortwährendem  Fluß,  in  steter  Verändrungl.
Monaibl.  1,  165b  (=  Cüncta  fluint.  Ovid.  Met.  15,
175.  vgl.  Schleiermacher  3,  2,  30  U.  G.  1,  96  ff.  1c.).
Als  Bstw.  in  vielen  Isstzgn,  s.  d.  Folg.  Wir  erwähnen
  hier  nur  bes.  Völkerbezeichnungen  wie:
Panachkser  u.  Panhellenen,  d.  h.  die  gesamanen
Achäer  II.  d.  u.  Hellenen.  Kriegk  1,  170  rc.  u.,  in
neuern  Vhen,  z.  B.:  Pangermäne,  Einer,  der
ein  Gesammt-Deutschland  erstrebt,  dafür  wirkt  u.
sich  müht,  nam.  auch  die  nichtgermanischen  Elemente
  germanisseren  will  2c.,  dazu:  Pangermanismus,
  solches  Streben  u.  die  ihm  zu  Grunde
liegende  Gesinnung;  pangermanistisch,  in  solchem
  Streben  begründet,  ihm  gemäß  2c.,  ogl.:
Den  Panslawismus  in  der  Form  des  Panrussismus
  anzunehmen,  wie  sie  ihren  Panger-