gefallen lassen, und er geriet dadurch in vielfache Streitigkeiten
mit denselben. Auf der anderen Seite zog er
sich das Mißfallen seiner englischen Untertanen dadurch
zu, daß) er mit Spanien in gutem Einvernehmen zu leben
wünschte, mit welchem Staate Elisabeth immer Krieg geführt
hatte. Dies führte ihn zu Zwistigkeiten mit dem
Parlamente, so daß er überhaupt weder in England noch
in Schottland so vollkommen Meister des Landes war
wie Elisabeth. Übrigens wußte er den Widerstand noch
zu unterdrücken.
Ihm folgte sein Sohn Karl I., ein Mann von größerer
Ehrlichkeit als Jakob, der aber nicht minder im Wider:
spruch mit dem Parlament seine eigene Politik verfolgen
wollte. Er hatte verschiedene Günstlinge und nahm eine
katholische Gemahlin, wodurch er mit dem Parlament
ebenfalls in Streitigkeiten geriet, so daß er im Jahre 1630
den Entschluß faßte, ohne Parlament zu regieren, indem
er sagte, die Berufung des Parlaments beruhe auf einem
bloßen Gebrauch und hänge von seiner Gnade ab. Damit
war also ein Streit zwischen den Prärogativen des
Königtums und den Ansprüchen des Parlaments gegeben.
Außerdem befand sich Karl in einem gewissen inneren
Widerspruch, wenn auch nicht in einem eigentlichen
Widerstreit zwischen den Ansprüchen, die der König
als Oberhaupt der Kirche zu erheben, und denen, welche
die Kirche im Namen ihrer Selbständigkeit zu machen
hatte; da ja in der Kirche immer etwas liegt, was sich
nicht regieren läßt. Dazu kam noch der Zwist zwischen
England und Schottland, welche beide verschiedene
Kirchenverfassungen hatten — die schottische mehr im
demokratischen Sinne von untenauf konstruiert — und
doch unter einem König leben sollten. Karl I. wünschte
nun die royalistische Prärogative gegen das Parlament
geltend zu machen, während er in der Kirchenverwaltung
diejenige Richtung begünstigte, welche sich mehr
der alten katholischen Hierarchie näherte, obwohl er
selbst nicht katholisch war. In diesen Zwistigkeiten stellte
146