Metadata : Maximilian II., König von Bayern.

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Versailles,  führte  selbst  ihn  in  die  Werkstätte  des  Malers
Horace  Vernet,  und  zeigte  ihm  selbst  das  Schloß  in  seinen  Einzelheiten
  mit  den  herrlichen  Gallerien,  die  allein  hinreichten,  des
Königs  Name  auf  die  Nachwelt  zu  bringen.  Nach  der  Rückkehr
  nach  Neuilly  vereinigte  ein  reiches  Mahl  noch  einmal  den
Kronprinzen  mit  einer  Herrscherfamilie,  die  bald  landesflüchtig
werden  sollte.  Der  Abschied  war  herzlich.  Seltsames  Geschickl
Nicht  ganz  zwei  Jahre  später,  in  derselben  stürmischen  Zeit,
deren  Wellenschlag  den  König  der  Franzosen  vom  Throne  schleuderte,
  setzte  sich  der  Kronprinz  von  Bayern  die  Königskrone  auf.
Jener  starb  unbeweint  und  seine  Gebeine  modern  in  fremder
Erde,  dieser  ist  die  Freude  und  der  Stolz  seines  Volkes  geworden.


Auf  der  gefährlichen  Nordbahn  trat  er  am  21.  August
über  Brüssel  nach  Bayern  die  Rückreise  an.  Die  Segenswünsche
der  Armen  folgten  ihm  auch  aus  der  Fremde  nach;  namentlich
  hatte  er  dem  deutschen  Hilfsverein  in  Paris  eine  großmüthige
Unterstützung  zukommen  lassen.  Am  27.  August  Abends  langte

er  in  Augsburg  an,  besuchte  am  andern  Morgen  die  Zeltstadt

der  Truppen  und  eilte  noch  im  selben  Vormittage  nach  München
  zur  Begrüßung  seiner  Gemahlin  und  des  kleinen  Erbprinzen.
  Abends  kehrten  beide  Gatten  nach  Augsburg  zurück;
denn  dort  versammelte  sich  die  ganze  königliche  Familie  aus
Anlaß  des  Lagers.  Der  Krouprinz  betheiligte  sich  persönlich
an  den  Feldmanövern,  die  am  4.  September  mit  dem  Uebergang
  der  beiden  sich  gegenüberstehenden  Corps  über  den  Lech
endeten.  Von  da  weg  wohnte  er  noch  den  Kriegsübungen  der
württembergischen  Truppen  bei  Friedrichshafen  an,  traf  dort
mit  dem  Schwabenkönige  zusammen,  ging  dann  zum  Besuch  des
Großherzogs  von  Baden  nach  Baden  und  Karlsruhe  (15.  September),
  besichtigte  auf  der  Rückreise  die  Festungswerke  in  Ulm
(18.  September)  und  kam  noch  am  nämlichen  Tage  auf  seinem

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