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Auch waren manche fest uͤberzeugt, daß der Provincial-Unterschied
nicht genug beobachtet sey, und unstreitig war's
wohl auch, daß sowohl bei der Taxation als bei der Vertheilung
der Einquartierungslast nicht sorgfaͤltig genug auf
die Lokalumstaͤnde Ruͤcksicht genommen werden konnte.
Wer sich etwa noch geduldig unterwarf, unterwarf sich
allein nur auf Hoffnung, daß die Einquartierungslast sogleich
gehoben werden sollte. Fast jeder aber, der seiner
Soldaten lieber heute als morgen entledigt seyn wollte, konnte
unmoͤglich begreifen, daß es so vieler Traktaten und Ausgleichungen
beduͤrfe, bis man nur seine Quartierlast erleichtert
habe; und doch, wenn der Plan bleiben sollte, daß
die neue sichende Armee 24,000 Mann stark seyn müsse,
so war wenig Erleichterung zu hoffen.
Man ließ es also auch nicht an Vorstellungen schlen,
die selbst die Nothwendigkeit der Reduktion zeigen sollten.
Dies waren aber wohl die letzten, die Gehdr finden konnten;
sie durften doch bei Hofe nicht vergessen, wie stark die
Bewaffnung der Schweden sey.
Von allen Seiten her liefen neue Vorstellungen ein an
den neuen Erbkönig. Der König befahl auch ernstlich, daß
ohne Verzug geholfen werden solle, aber das Detail der
Ausgleichungs= und Berichtigungsarbeit konnte oft weder
der Konig selbst richtig berechnen, noch auch die, die Hülfe
haben wollten, vollig unpartheiisch schätzen.
Die Bürger wurden böse, daß das goldene Zeitalter nicht
sogleich anbreche, wie sie gehofft hatten, und die dirigirenden
Männer wollten bald unmuthig werden, wie wenig man
es recht machen koͤnne.
Auch zwischen der Geistlichkeit und den Deputirten des
Bürgerstandes, dic sonst bis dahin immer zusammen gehal-