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Die verschiedenen Klassen von neuen Finanz-=Künsten,
die er brauchte, um seinen Bedrängnissen abzubelfen,
sind folgende. Die erste Klasse bezieht sich auf baares
Geld, das Seiner Heiligkeit selbst zu statren kommen
sollte; die zweite auf Vortheile, die der Pabst seinen
Günstlingen und Curialisten verschaffte, weil er selbst sie nicht
belohnen konnte.
Zur ersten Klasse gehören: das Jubeljahr; die decimae
papales; die Annaten. Mit dem Jubeljahr
hat es folgende Bewandiniß: es fing eigentlich an, noch ehe
der Pabst in Avignon war. Sein Ursprung ist: Als Bonifacius
VIII. im Jahre 1299 bei seinen Händeln mit
dem König von Frankreich Geld brauchte, ließ er ploͤtzlich
aussprengen, es sey ein alter Mann bei ihm gewesen, der sich
wohl erinnern könne, daß vor hundert Jahren ein ganz außerordentlicher
Ablaß in Rom ausgetheilt worden, und daß damals
eine Offenbarung gewesen sey, der Ablaß sey der allerkräftigste,
den man am Ende eines Jahrhunderts zu Rom
selbst erhalte. Nun läßt sich freilich nicht wohl begreifen,
warum ein Ablaß, im Jahre 1300 gekauft, kräftiger seyn
solle, als ein Ablaß vom Jahr 4297; aber so brachte es die
Vision mit sich. Der Pabsi erläßr Bullen durch die ganze
Cbristenheit mir dieser Versicherung. Dieß that solche Wirkung,
daß die Straßen nach Italien so voll Menschen waren,
als wenn ein Kreuzzug wäre. Alles ging nach Rom; hier
kaufte man den Ablaß, hier ließ man Seelenmessen für sich
lesen. Aber das sollte bloß alle hundert Jahre kommen?
Wer erlebte dieß! Deßwegen kam ein nachfolgender Pabst
auf die Idee, ein fünfzigjähriges Jubiläum könne es auch
thun. Auch dieser Termin, sobald er Termin für eine Einnahme
ist, dauert zu lange. Daher ein Pabst auf die seine
Idee kam, man müsse es nach den Lebensjahren Christi
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