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als das Mittel. Gewiß, das Reich Gottes ist, wie
Paulus später geltend machte, Gerechtigkeit und Freude
und Friede im heiligen Geist. Aber Jesus hatte vor
der Welt des Vaters, vor alledem, was Gott geschaffen
und geordnet, viel zu viel Respekt, als daß er irgend
etwas, was auf der gottgeschaffenen Materie ruht,
verächtlich hätte beiseite werfen können. Auch Essen
und Trinken ist nicht verächtlich. Sie werden kommen
vom Morgen und vom Abend und zu Tische sitzen
mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich
auf Erden; und man wird an den Tischen des Himmelreicho
nicht fasten und nicht gestreckte Wassersuppen
essen, sondern man wird herrlich leben. Und er selber
will mit seinen Jüngern das Gewächs des Weinstocko
neu trinken in seines Vaters Reich. Man darf sagen:
Jesu Reichsbegriff umschließt eine durchweg erneuerte
Erde und damit für die Kinder des Reichs eine Über—
windung aller Erdennot und den Genuß nicht nur
sittlicher sondern auch sinnlicher (an den Stoff gebundener)
Güter. Jesus, der in anbetender Ehrfurcht
vor dem Herrn des Himmels und der Erde stand und
seine Wege verehrte, hat die Simmlichkeit und die
Materie nicht abgesetzt (trotz Matth. 22, 50 und Parallelen).
Die polare (gegensätzliche) Entwicklung.
Die Vorläufer Jesu, Propheten und
Apokalyptiker'*) bie auf Johannes den Täufer,
schauen meines Wissens immer einen polaren Gegen-*)
D. h. Berfasser von Büchern von der Art des Buches
Daniel, das in unsern deutschen Bibeln an vornehmer Stelle
mitten unter den Propheten steht, während es die Schriftgelehrten,
welche die bebrdische Bibel zusammmengestellt, hinter
das Buch Esther verwiesen haben.