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Divisionskommandeur geritten, sein hoheitsvolles Gesicht glänzte
vor Freude. „Alles geht gut, Kinder, rief er uns im Vor—
beireiten zu, Pontlieue ist geräumt, der Feind im vollen Ab—
zuge, ich lasse ihm eben noch mit Granaten einheizen.“ Mit
freudigem Hurra antworteten ihm die Grenadiere, das sich end—
los fortsetzte, als wir gleich darauf, dicht vor Pontlieue aus
dem Walde heraustretend, auf dem von Parigné herkommenden
Wege Bajonette blitzen sahen — Truppen des X. Korps!
Unsere gegenseitige Freude war unbeschreiblich, so meisterhaft
waren die Truppen dirigiert, daß die Spitzen aller zum Sturm
auf Pontlieue bestimmten Kolonnen fast zu gleicher Zeit auf
dem Punkte eintrafen, wo aller Wahrscheinlichkeit nach der
Entscheidungskampf stattfinden mußte, zu dem aber der Feind
nicht mehr fähig gewesen war. Das Ztägige schwere Ringen
war nicht vergeblich gewesen, ein großer Sieg war erfochten!
Vom X. Korps war die 20ste Division auf der von Mulsanne
nach le Mans führenden Straße vorgegangen, noch in der
Nacht war dem Feinde die wichtige Stellung bei la Tuillerie
vor Pontlieue entrissen worden, weiter rechts auf dem Wege
von Ruaudin nach le Mans schritt die 19te Division und
noch weiter rechts auf dem Wege von Parigné die 14te
Kavalleriebrigade mit den zwei Bataillonen des 79sten Regiments
zum Angriff. Fast gleichzeitig waren alle Kolonnen
an Ort und Stelle, fanden aber wie gesagt die Position bereits
geräumt. Die Artillerie beider Divisionen, die seit geraumer
Zeit ihr Feuer auf Pontlieue und le Mans konzentriert
hatte, hatte wohl den Abzug beschleunigt. Beim Erscheinen
der ersten Truppen versuchte der Feind noch die Brücke über
den Huisne zu sprengen, erreichte jedoch seinen Zweck nur unvollständig,
so daß die beiden an der Spitze der Divisionen
befindlichen Bataillone über dieselbe und eine dahinter aufgeführte
Barrikade in die Stadt eindringen konnten. Das
eine Bataillon wandte sich links nach dem Bahnhofe, um das
Abfahren der Eisenbahnzüge zu verhindern, während das andere
in der Hauptstraße weiter vorging.
Dies war eben geschehen als wir, die Generale von Stülpnagel
und von Schwerin und den Regimentskommandeur an
der Spitze, in Pontlieue einrückten, während noch die Reste der