Berufungszuräslsigr. Abwelsung elnes Editlonsgesuches. 93
bereit, den fraglichen Reinigungs-oder Haupkeid
zu schwören; worauf das Obergericht erkannte: die
geführte Beschwerde sei als nunmehr gegenstandlos
abzuweisen. In Beurtheilung der darauf vom Beklagten
ergriffenen Revision kam es in Frage, ob
die Erkenntnisse der beiden Vorinstanzen als gleichförmig
anzusehen seien oder nicht. Der oberste Gerichtshof
nahm das letztere an, „weil die zweite
Instanz die Beschwerde des Beklagten materiell gar
nicht gewürdigt, nicht aus dem Ergebnisse des Beweisverfahrens
als ungegründet abgewiesen, sondern
nur auf den Grund der von der Klägerin in 2. Instanz
abgegebenen Erklärung als gegenstandlos de
h. als aufgehoben oder nicht mehr bestehend erklärt
hat, was aber einer Bestätigung des erstrichterlichen
Erkenntnisses oder einer gleichförmigen Entscheidung
der nämlichen Streitfrage keineswegs gleichgeachtek
werden kann. Demnach war die revisible Summe
(die Beschwerdesumme betrug — 300 fl.) als gegeben
anzunehmen, um so mehr, als der oberste Gerichtshof
nach Lage der Sache eigentlich als zweite
Instanz über die in appellatorio incidenter angeregte
mehr formelle Präjudizialfrage zu entscheiden
hatte: ob die vom Beklagten an das Appellations-=gericht
gebrachte Berufung noch einer richterlichen
Entscheidung bedürfe, oder mit anderen Worten:
ob seine erhobene Beschwerde noch bestehe oder nicht.“
ODAGAkt. Nr. 7281/60.
4.
Berufungszulässigkelt. Abwelsung elnes Edltlonsgesuches.
In Folge eines angebrachten Editionsgesuches
wurde das bereits in der Hauptsache eingeleitete
Beweisverfahren sistirt. Nach gepflogener Verhand
lung erfolgte Abweisung des Editionsgesuches. Ge-