Contents : Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

Elfter  Abschnitt.
½%  Die  Einschliehung  von  Paris.

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atur  und  Menschenhand  haben  dazu  beigetragen,  die
—  Umgegend  von  Paris  mit  anmutsvollen  Reizen  zu
schmücken.  Das  weite  Becken,  in  dem  die  Stadt  liegt,  ist
von  mäßigen,  vielfach  gefurchten  Erhebungen  umgeben,  die
mit  stark  bevölkerten  Ortschaften  und  unzähligen  großen  und  kleinen
Villen  dicht  besetzt  sind  und  Parkanlagen,  Gärten  und  Weinberge,
auch  schöne  Waldungen  tragen.  Seit  dem  Jahre  1840  war  Paris
befestigt  worden;  eine  bastionierte  Umwallung,  die  Enceinte,  34  km  lang,  umschloß
den  Stadtkörper,  während  in  einiger  Entfernung  vor  ihr  16  Forts  lagen.“  Doch  hätte
kaum  jemand  geglaubt,  daß  diese  Befestigungen  einmal  ihrem  kriegerischen  Zwecke  dienen
würden.  Durch  die  Stadt,  die  sich  etwas  weiter  von  Osten  nach  Westen,  als  von  Norden
nach  Süden  ausdehnt,  fließt  die  Seine,  welche  kurz  vorher  die  vielfach  gekrümmte
Marne  ausgenommen  hat.  Nachdem  die  Seine  in  südwestlicher  Richtung  die  Stadt  verlassen
  hat,  macht  sie  große  8-förmige  Schlangenwindungen,  so  daß  sie  erst  nach  Nordosten
  sich  umbiegend  parallel  der  Umwallung  läuft,  dann  nochmals  nach  Südwesten  und  darauf  wiederum  nach  Nordosten
  gewendet  eine  zwei  Halbinseln  umschließende  dreifache  Wasserlinie  vor  Paris  zicht.  Somit  entstehen  äußerlich
drei  Abschnitte;  der  erste  durch  die  Seine  gedeckte  enthielt  nur  da,  wo  sich  die  erste  Halbinsel  von  Gennevilliers
nach  Süden  öffnet,  ein  Fort  oder  vielmehr  eine  gewaltige  und  mit  schwerstem  Geschütz  ausgerüstete  Festung  auf
dem  hohen,  kegelförmigen  Mont
Valkrien.  In  dem  zweiten
Abschnitt,  der  die  Stadt  überhöhend
  sich  westlich  und  süd-  6
lich  bis  an  die  Seine  erstreckt,  lagen  *u  v  »««»«—»  »»
fünf  Forts:  Issy,  Vanves,  Montrouge,  –  n*  –  —  "
Bicktre  und  Ivry.  Den  flachen  Winkel  zwischen  Seine  ·  «
und  Marne  verteidigte  das  tiefliegende  Fort  Charenton.
Nördlich  davon,  im  dritten  Abschnitt,  füllen  zunächst  «  --.  ..  "·
den  Raum  zwischen  der  Stadt  und  der  Marnekrümmung  das  -i  m
Gehölz  und  der  Ort  Vincennes,  der  auch  ein  schwaches  Fort
hatte.  Nördlich  von  der  Marne  steigt  eine  Hochfläche  auf,  deren
äußerster  Vorposten,  der  Montmartre,  in  die  Stadtumwallung  eingeschlossen  ist.  Dieses  Plateau  trug  die  stärksten
Forts:  Nogent,  Rosny,  Noisy  und  Romainville;  vor  dem  letztgenannten  erhebt  sich  der  zu  Beginn  der  Einschließung

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Spleze  elner  Marschkolonne.

Vor  dem  Mont  Valerien.

*  Siehe  den  Plan  von  Paris  auf  Tafel  IV.
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