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also auch nur wenig auf die Erweiterung derselben ein. In Folge
der Zerrung, welche die Innenwand der Gebärmutter von den gespannten
Eihäuten erleidet, werden die Wehen oft sehr schmerzhaft.
Bisweilen wird der Rand des Mutterkuchens losgerissen, wodurch
eine Blutung entsteht. Die Hebamme kann sich sehr leicht über
die Ursache der Geburtsverzögerung täuschen und muß daher den
Beistand eines Arztes verlangen, wenn die Eröffnungszeit sich sehr in
die Länge zieht, und sobald die genannten Erscheinungen auftreten.
2. Regelwidriges Verhalten des Fruchtwassers.
G. 315.
Das Fruchtwasser kann in zu großer Menge vorhanden
sein. Die Hebamme findet alsdann die Gebärmutter bedeutend und
gleichmäßig ausgedehnt, von kugelförmiger Gestalt und kann beim
Anschlagen das Schwappen der Flüssigkeit deutlich fühlen. Dagegen
läßt die starke Spannung der Wandungen beim Betasten die Kindestheile
weniger deutlich erkennen; überdies pflegt die Frucht kleiner,
als gewöhnlich zu sein.
Gegen das Ende der Schwangerschaft kann dieser Zustand durch
die schmerzhafte Dehnung der Bauchdecken lästig werden. Zugleich
wird das Zwerchfell stark in die Höhe gedrängt, der Brustraum verkleinert,
und das Athmen dadurch erschwert. Nicht selten tritt die
Geburt vor der Zeit ein. Bei der Geräumigkeit der Gebärmutterhöhle
nimmt die kleine Frucht leicht eine regelwidrige Lage, oder
Haltung an (s. o. §. 292.), die Wehen sind in der Regel schwach
(s. o. 8. 209.), und nach der Geburt zieht die Gebärmutter sich oft
ungenügend zusammen.
g. 316.
Wenn bei einer Schwangeren die übermäßige Menge des
Fruchtwassers ernstliche Beschwerden hervorruft, so muß die Hebamme
sie an einen Arzt verweisen. Hat die Geburt begonnen, so lasse
sie die Frau frühzeillg eine ruhige Rückenlage einnehmen, damit sie
nicht in aufrechter Stellung von dem Blasensprunge überrascht werde.