Petesche
len. Gartenl. 14, 482a c.). Als Bstw. z. B.:
P-n = Fische; Kartoffeln; = Sauce, mit P.
zubereitet; -Kraut;= Wurzel rc. Zsstgn zur
Best. v. Arten: Kraut- u. Wurzel= P. 2c. u. v.
mehr od. minder ähnl. Pckanzen: Berg..,
Athamánta cerräria u. oreoselina; Aethüsa montäna
2c.; Blut-(Hunde--, Katzen-; Kröten-;
Teufel-; Toll-) P., Schierling; Bocks-.,
Pimpinélla saxifraga; Brasilken-P., Sison amömum;
Meer-P., Sesüvium repens; Milch-P.,
Selfnum palu#stre; Wasser= P., Siam latifölinm;
pium gravẽolens 2c. — Petesche, f.; —n: Perechie.
— Petester (türk.), m., —; uv.: ein türk. Wein.
— Petscula (nlat.), f. [8 24, 11: Petechie. —
Petièren (lat., s. petere), tr., auch o. Obj.: um
Etwas bittend nachsuchen (retitienieren). — Petillant
(frz. —ilfäng), a.: petillierend. — Petille, f.; -n:
(in Tirol) ein Ruͤsselkäfer, Rhxnchites betulsti.
Uatur 15, 48a 2c. — Detillièren (frz. —ill—), intr.
(haben): schäumen; perlen (v. Getränken); funkeln;
sprühen ꝛe. — Detinet: s. Ve##tinet. —
Detinotheologie: s. Peteno ꝛc. — DPettol-r,
Säris (lat.), a.: zum Blattstiel gehörend, daraus
entspringend 2c. ätus, a.: mit einem Blattstiel
versehn, gestielt. = us, m. [824, 2): Blatisftiel.
— Peliolisieren, tr.: die Trauben zur Weinbereitung
nach einem v. Petiot angegebnen, dem Gallifieren
(s. d. 2) ähnlichen Verfahren behandeln. —
Petit (sfrz. v'’1), a., fem.: p-e lr'tirl: klein, z. B.
zur Bez. v. Papiersorten nach ihrem Fermat (Ggitz
grand) — s. Karmarsch M. 2, 868 ff.: P.-a-la-Main
(lmengl, 13⅜ frz. Zoll breit, 10½ hoch; P-e-Fleur-de-Lis
(för- de-lI. 24 breit, 19 hoch; P.=Jésus
ssheĩũs), 13¼ breit, 9½ hoch; P.-Cornet
[-#l. 16 breit, 12 hoch; P.-Nom-de-Jésus inongde-sbesüsl,
15 ½ breit, 11 hoch; P.-Raisin (räseng!
ed. Cornet, s. o.; P.-Royal lroajäll, 20 breit, 16
hech 2c.; ferner auch (Buchdr.) im Ggitz zu gros
zur Bez. v. Schriftkegeln, z. B. P. canon l-ongl,
s. Kanon 1 2 2c., nam. auch: P. texte stert] od.
bleß: P. (im Deutschen als weibl. Hw.), eine
Schrift v. 7½2—8 Punkten (Jungferschrift)), s.
Pretchtl 3, 264; Nach deutscher P. tbd.; Die geringste
Kegelstärke wird bei den deurschen Buchdruckern: Achtel-P.,
bei den französischen: Punkt genannt. Frankt Kat.
38 2c., — ferner: p., als liebkosende Bez. (s. u.:
biche; crevs 2c.). Die Bsp. u. besondern Anwendungen
im Folgenden (s. o.) ordnen wir alrphabetisch
nach dem neben p. stehnden Hw.: Ma p-e
biche [s. d.). Schücking Bronckh. 2, 184 ic.; P.-Bourgogne
lburgöns!], leichter Burgunderwein;
P—s-choux (schnl, Art feines Gebäck, bestehnd aus
2 hohlen Halbkugeln, mit Füllung. Scheible Kochb.
459; Seit Kurzem ist in Paris die Benennung Demimonde
in Lap-e Dame stãm] umgewandelt worren.
Derl. Moniagsz. 9, 25 tc.; Pes Ccoles (Pwrir'sekoll,
Kleinkinderschulen (ogl. Ecoles primaires); Ma
pe femme (faml, liebe Frau! sals Anredel; P-efilie
(ü#lil Enkelin; P.-fs (fis), Enkel; P—S frères
lkrärl, Brüder, Mönche eines Ordens, dessen Haurtpflicht
der Unterricht v. Kindern ist; P.-grain
Petitorisch 239
larengl, eine Art Gros de Tours; ferner: Essence
(l. d.) de p—s grains, vgl. Neroli; P. gris Igril.
Grauwerk; P-e guerre (gärl, kleiner Krieg (s.
Guerilla); P. erevẽ (s. d.); P.-lait Iläl, Molke;
P.-loup (s. L. 2); P-es-Maisons Imäsöngs. Irrenbaus;
P.-maitre lmärr, Stutzer, Modeherr 2c., s.
Elegant 2c., vgl.: Eine P-e-Maitresse mähtres, Zier-,
Modedame ꝛc.] bätte sich freilich anders benommen.
W. 32, 303 .; P-e misere (s. d. 31; P.-neveu
Ti. d.): P—e-npibce lebd. ): P—e-oie loäl, Gänseklein
(ogl. Abatis 3), danach bilrl., im Munde v.
Roués: kleinere Gunübezeigungen u. Freibeiten,
die eine Dame einem Herrn gewährt, als Vorbereitung
zu ihrer völligen Preisgebung angesehn:
Des p—s-pätés, s. Pastete 1b; Im P.-point- lre#ng
od. Gobelin= [dorrelten P.-Point-] Srich. Uar3. 21,
495, Stickerei je über einen Faden, im Ggit zu
Kreuzstich, Gros-point 2c.; P. Tournois sturnoãl,
alte frz. Silbermünzen; P.velours lw jfür), Sammtmanchefier;
P. verre [Schnaps, s. Abũntb]; Uber
diese wichtigen Erfahrungen am weibl. Geschlecht ist er
denn zum p. volage [—üb', kleinen Flattrer, Schmetterling
2c.] geworten. G. 32, 33. — Petit-io
(lat.), f. [8 24, 3. jönis): das Streben nach Erreichung
eines Ziels, das Losgehn auf dasselbe u.
die zu diesem Zweck gethanen Schritte und Bemühungen,
s. Perition; ferner nam.: P. prineipü#,
ein feblerhafter Schluß, indem man etwas erst zu
Beweisendes schon als erwiesene Voraussetzung im
Beweis braucht (s. Circulus): IEs wirr] durch eine
p. principii Etwas in die Erklärung ausgenommen, was
keineswegs in den Worten des Dichters liegt. Jacobs
Verm. 5, 170. -iön, f.; —#n ; —-: (s. Peritio) ein
an eine Siaatsgewalt gerichteter Antrag, worin
man als Petent um Eiwas nachsucht; solches Gesuch;
die es enthaltende Schrift: Eine r. Tausenden
unterzeichnete P. beim Parlament einreichen 2c.; Eine
Monster-ss. d. ) P.; Die Sturm-Ven des März.
Gartenl. 16, 263b; 67 Sa; Riesl NN. 166 2c.; Von
derartigen P#-Bewegungen. Uat3. 21, 128;
Das P—s-Recht 2c.; auch (frz.) P. (retißjöngl, f.;
— u. (engl.): P. lritischenl, f.; —s, z. B.: Die zur
Einreichung v. P-en u. Melrung v. Anträgen bestimmte
sogen. P-time steim, im Unterhaus]. Solon 2,
151 2c. U. bes.: Die P. of rights löww reits], P.
um Herstellung der Rechte, — die 1628 vom Parlament
dem König Karl I. überreichte Schrift,
worin die Grundgesetze u. Rechte des engl. Volks
aufgeführt u. gegen die Verletzung derselben Beschwerde
geführt u. Abhilfe gefordert wurde; Right
treit of p., P—-s-Recht. ionär, m., —8; —, —#:
Jemand, der — u. sofern er — eine Petition einreicht,
vgl. Petent. ioner (engl. pitischöner), m.,
—8; —8: Petitionär, — bes. Einer v. der auf die
petition (s. d.) of rights bestehnden Partei im
Ggstz zu den sie verwerfenden Abhorrers (s. d.) od.
der Regierungspartei. ionferen, intr. (haben);
tr.: eine Petition einreichen: (Um) Etwas p. -or,
m., —6; zören [8 24, 3, Hris)]: Bittsteller; Bewerber
um ein Amt; Kläger im Civilrrece.
örisch, a.: zu einem Petitorium gehörig, es be-