Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

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Nummer  288

Der  Weltkrieg.

Lchte  Telegramme  bis  3  Uhr  nachmittags.
Amtliche  Nachrichten  des  W.  J.  H.

Die  Rriegstage.
Ein  französischer  Angriff  unter  schweren
Verlusten  erstorben.
WTE.  Großes  Hauptquartier,  10.
Dezember,  vormittags.  Amtlich.
In  der  Gegend  Souain  beschränkten  sich  die
Franzosen  gestern  auf  bestiges  Artilleriefeuer.
Ein  am  östlichen  Argonnenrand  auf  Vauquoin-Boureuilles
  erneuter  Angriff  der  Franzosen
  lam  nicht  vorwärts  und  erstarb  im  Feuer
unserer  Artillerie.  Der  Gegner  erlitt  offenbar
große  Verluste.

Dle  VBombenwülrfe  Über  Feelburg.
Drei  seindliche  Flieger  warsen  gestern  auf

die  ofsene,  nicht  im  Operationsgebiet  liegende
Stadt  Freiburg  i.  Br.  zehn  Bomben  ab.  Schaden
  wurde  nicht  angerichtet.  Die  Angelegenheit
wird  hier  erwähnt,  um  die  Tatiache  festzustellen,
  daß  wieder  einmal,  wie  schon  so  häufig  seit
Beginn  des  Krieges,  eine  offene,  nicht  im  Operationsgebiet
  liegende  Stadt  von  unseren  Gegnern

  mit  Bomben  beworsen  worden  ist.
———————  —
—  —

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Arsenheimer  Anzelger

Neue  Erfolge  in  Norbpolen.

HOestlich  der  WMajurischen  Seen  nur  Artilleriekampfe.
  W  Nordpolen  am  rechten  Weichselufer
  nahm  eine  unserer  dort  oPerierenden  Kolonnen
  Pricen?  gesurn  im  Sturm.  Es  wurden
600  Gefangene  gemacht  und  einige  Maschinengewehre
  erbeutet.

Linls  ber  Weichsel  wicd  der  Angriff  kortgesett.
  In  Süoxpolen  wurden  russische  Angrüfe
abgewiejen.  Oberste  Heeresleitung.

si-Die

  Beschießung  von  Lampernisse.

Rotterdam,  10.  Dez.  Der  „Temps“  berichtet
  aus  Nordfrankreich:  Durch  die  Beschießung
  von  Lampernisse  (westlich  Dirmuiden)
wurde  die  Kirche  von  drei  oder  vier  Granaten
  getroffen.  Von  einer  Abteilung  Franzosen,
  die  in  der  Kirche  einquartiert  waren,
wurden  sämtliche  getötet  oder  verwundet.  (Z.)

Deutsche  Flieger.

Kopenhagen,  10.  Dez.  Ein  deutscher
Fliegen  erschien  über  Commerci  und  warf  Bomben
  auf  den  Bahnhof  ab.  Als  franz.  Flieger
aufftiegen,  um  auf  den  Deutschen  Jagd  zu  machen,
  verschwand  dieser.  Die  franz.  Blätter  berichten,
  daß  die  deutschen  Flieger  sich  jetzt
einer  neuen  Erfindung  bedienten.  Sie  führen
eine  Vorrichtung  mit,  die  große  Nauchwolken
entwickle,  durch  die  fich  die  Flieger,  wenn  sie
angegriffen  werden,  eine  Zeitlang  unsichtbar
machen  können.  (Z.)

Die  Minengefahr.

WTB.  Amsterdam,  10.  Dez.  Am  6.  De.
zember  wurde  bei  Hoek  van  Hollern  eine  Mine,
anscheinend  französischen  Ursprungs,  angetrieben.
  Sie  wurde  von  holländischen  Soldaten  gesprengt.


In  England  zum  Tode  verurteill.

WIB.  London,  10.  Des  Adolf  Ahlers,
ein  naturalisierter  Deutscher  in  London,  der  bis
zum  Ausbruch  des  Krieges  Konsul  war,  war
des  Hockverrats  angeklagt,  weil  er  angeblich
Deutschen  zur  Frucht  behilflich  war.  Er  wurde
vom  Gericht  für  schuldig  befunden  und  zum
Tode  verurteilt.

Russische  Greuel.

WITB.  Bularest,  10.  Dez.  „Adverul“  meldet:
  In  der  Bukowina  haben  die  Russen  neun
Ortschaften  vollständig  geplündert  und  die  Einwohner
  niedergemetzelt.

Italienische  Expedition  in  Lybien.
RNeapel,  10.  Dez.  Die  Erpedition  nach
Lybien  wird  10000  Mann  betragen.  Davon

sind  4000  Mann  auf  vier  Dampfern  bereits
abgereist.  (Z.)
Der  Heilige  Krieg.

Konstantinopel,  10.  Dez.  Blättern  zufolge
  ziehen  10  0000  arabische  Reiter  unter  ihrem
Wali  von  Neschd  nach  Basra.  Das  Aufgebot
rekrutiert  sich  aus  den  Stämmen  der  Wahabiten,
  welche  den  Heiligen  Krieg  gegen  England
  erklärten.  Auch  der  Schei  von  Koweit

 

—

ist  entschlossen,  an  dem  Feldzug  gegen  England
teil#unehmen.  3.)  #

TODES-ANZEIGCE.

(Nur  auf  diesem  Wege).

Nuch  Gottes  heil.  Willen  ist  unser  lieber  Bruder,  Schwager,  Onkel,  Vetter  und  Pate

heute  Vormiutag  in  Alünchen,

Privatier,  ehem.  Bräumeister  „Zum  Stern“

Cm  christl.  Gedenken  im  Gebetc  bitten:
ROSENTIEIAI,  Mühldorf,  Cenf,  Benediktbeucrn,  den  0.  Dezember  1014

  
 

nach  kurzer  Krankheit,  wohlvorbereitcl  durch  den  Empfang  aller  heil.  Sterbsakramente,

Freitag,  11.  Dezember  1074

Neuer  Flottenangriff  auf  die
ardanellen  abgewiesen.

Mai  iland,  10.  Dez.  Wie  die  hiesigen  Blät
ter  melden,  ist  der  neue  franz-engl.  Flottenan
griff  auf  die  Dardanellen-Forts  gescheitert.
Die  engl.-franz.  Flotte  hat  die  türkischen  Ku
stengewasser  verlassen.  (3.)

Die  Türken  im  Kaukasus.

WITB.  Konstantinopel,  10.  Dez.  Amt
lich  wird  gemeldet:  Eine  Abteilung  besehte
im  Kaulasus  Taouchrered  im  Norden  von
Olty.  Unsere  an  der  Grenze  von  Aserbeidschan
operierenden  Truppen  drangen  bis  Somay  und
Dajiheri  im  Westen  des  Vilajets  vor.

Die  Türken  rücken  vor.

Konstantinopel,  10.  Dez.  Die  Beset
zung  von  Geda  durch  die  Tuürken  ist  ein  neuer
Schritt  auf  dem  Wege  zur  Einschließung  Batums
  von  der  Landseite.  Geda  liegt  sudöftlich
von  Batum  am  Flusse  Kabian  und  beherrscht
die  Straße  nach  Achalsli,  sodaß  Batum  nunmehr
  vom  Innern  des  Landes  abgeschnitten
ist.  Die  Türken  haben  außerdem  die  Batum
umgebenden  Höhen  und  Pässe  zwischen  Nord
schikao  Maradit  und  Matschhal  besetzt.  Die
Verbindungen  der  Russen  zwischen  dem  oberen
und  dem  unteren  Teile  des  Tales  von  Adschara
  sind  abgeschnitten.  Versuche  der  Russen,
sudlich  von  Batum  Truppen  zu  landen,  wurden
vereitelt,  ebenso  der  Versuch,  den  auf  den
Höhen  von  Adschara  umzingelten  russischen
Kräften  zu  Hilfe  zu  kommen.  Die  zu  dieiem
Zwecke  aufgebotenen  Kavallerie=  und  Infanteriebateilungen
  wurden  mit  großen  Verlunen

 

in  die  Flucht  i  geschlagen.  (3.)

 

Herr  GEORG  STERN

sanft  verschieden.

Die  tieftrauernden  Geschwister  Stern

im  Namen  der  sämtlichen  Verwandten.

vom  leichenhause  aus  statt.

 

TDe  hl.  Seelengottesdienst  findet  am  Samstag,  12.  Dez.,  füh  8  Uhr  in  der  Stadkpfarrkirche  und  am  gleichen  Tage  die  Beerdigung  nachmätags  1  Uhr

 

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Zahltermin  1.  Oktober  1915.

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Aul  die  dummdrelste  Bemerkung  in  der  gestiigen  Annonce,  können  wlr
dem  Urheber,  ohne  auf  dle  Angelegenhelt  weller  elnzugehen,  nur  Zurufen:
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Donnerstag,  den  7.  Januar  1915  nachmittags  ½3  Uhr

ordeutliche  Generalversammlung

mit  folgender  Tage  sordnung:
1.  Aufnahme  neuer  Mitgzlieder.
2.  Monatzauslage.
3  flenverscht  und  Protokoll.
4.  Jahres-  und  Vorstandsbericht.
5.  Beitragkerhöhung  für  das  Jahr  1915
6G.  Bereinsangelegenheilen.
Einem  zahlreichen  Besuche  sieht  entgegen

Die  Vorstanbsschafe.]

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Heute  Donnerstag,  den  10.  und  Freitag,  den  11.  Dezember

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