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Bei der gewaltigen Fülle des Stoffes auf diesen Gebieten
und der verhältnismäßig geringen Anzahl der dafür verfügbaren
Lehrstunden ist auf eine angemessene Auswahl die größte Sorgfalt
zu verwenden. Dabei wird das Bestreben des Lehrers vor
allem dahin zu richten sein, daß die Schüler zu eigenem
Denken und zum Beobachten angeleitet werden, jede Ueberlastung
mit gedächtnismäßig. anzueignendem Lernstoff aber
sorgsam gemieden wird. Der Versuch ist bei allen Betrachtungen
in den Vordergrund u stellen. Die Lehrbuchfrage wird noch
einer besonderen Regelung bedürfen.
B. Nealgymnasium und Oberrealschule.
a. Allgemeines Lehrziel.
In der Botanik: Kenntnis des natürlichen Systems, genauere
Bekanntschaft mit den wichtigsten natürlichen Familien
der einheimischen Pflanzen. Lebenserscheinungen der Pflanzen.
Besfre ung der wichtiosten ausländischen Nutzpflanzen. ittheilungen
über die geographische Verbreitung bekannter
Pflanzen. Einiges aus der Anatomie und Thwiiologie der
Pflanzen, sowie über Kryptogamen und Pflanzenkrankkheiten.
n der Zoologie: Kenntnis des Systems der Wirbelund
der wirbellosen Thiere. Grundbegriffe der Thiergeographie.
Kenntnis vom Bau des menschlichen Körpers nebst Unterweisungen
über die Gesundheitspflege.
In der Mineralogie: Kenntnis der wichtigeren Dstall
formen sowie der physikalischen Eigenschaften und der chemischen
Zusammensetzung der bekanntesten Mineralien.
In der bwii Sichere Kenntnis der wichtigsten Er-Geinungen
und Gesetze aus den verschiedenen Zweigen der
ysik sowie der mathematischen Herleitung der auptgesetze
Kenntnis der wichtigsten Lehren der mathematif en Erdkunde.
In der Chemie: Kenntnis der wich igeren Elemente und
ihrer bedeutendsten anorganischen Verbindungen sowie der
Grundgesetze der Chemie. — An den Oberrealschulen außerdem
Kenntnis der wichtigsten organischen Verbindungen.
b. Tehraufgaben.
VI. 2 Stunden wöchentlich.
Wie beim Gymnasium.
V. 2 Stunden wöchentlich.
Wie beim Gymnasium.