Uummer 116
—–—.
Deonnerslag, 20. Mai 1016
Nes. t Rat Nr.“ 23: Inf. Oubwig Schoõn
gernbach, gefallen; Inf. Joseph Bin—
. Lbckdollinzk schwer verwundet.
Res.-JZäger-Bal. Nr. 1: Jäger Franz Par
zinger, Niederseeon, leicht verwundet;
Andreas Schul#, Faistenhaar, insolge Kranlheit
gest. 18. 2. 15; Zäg. Georg Huber. Hal
fing, Kefallen: Jäg. Georg Heiß. Tol: ge
allen; Zäg. Jollann Mooseder, Augustenseld,
inf. Krantheit gest. 24. 11. 13; JZäg. LPaspar
Kronseter, Pillofen, gejallen: Inf. Joseph
Staurhammer, Holzhausen, gejallen; Jus. Albert
Wimmer, St. Georgen, schwer verwundet;
Inf. Johann Ilsanler, Schönau, schwer verwundet;:
Jäg. Ignaz Löcherer, Hurlach, gefallen;
Zäg. Hermann Böemiller, Eitting
schwer rerwundet: Oljäg. Franz Taver Ester.
Brand, gefallen; San.-Utffs Ludwig Grandegger,
Kirchdors, schwer verwundet.
Mäncheuert Be#xieilen
münchen. 18. Mai. Die Vorftandschaf! der
unung der Metzgermeiner Münchens der vbjjent
ucht eine Ertlarung, in der sie auf die Gründe
des Emporschnellene der Fleis.hpreise Binweist
und belont, daf üur die jenigen holen Fleiseh
preise das Metgernewerie nicht verantwortiich
gemacht werden lann.
* m 1
Ereszianse.
Salhurg, 13. Mai.
von S: zu: butg etläßi solgende una,
die sosort in Kraft ltritt: Der Nerlaus von
Fleisch. rol, oder zubereitet. sowie die gewerbe
mästige Verak reid.ung von Speisen, die ganz
pder teilmeise aus Fleilch beflehen, ist im Her
zogtum Salzburg am Dienslag und Freilag
jeder Woche nerboten. Uebertretungen dieser
Verbols werden mit einer Geldstrase bis zu
2060) Kr. oder mit Arrest bis zu 3 Monaten.
bei ersckwerenden Umsländen mit einer Geld
strase bis zu diun) Kr. oder mit Arrest bis
zu 6 Monaien bestraft.
Die Lande##egieruna
Belannin
* f fpk &
Bad Aibling, 18. Mai. In verhöltnismäsig
guier efundl#il lann am 23. Mai die
Witwe des seil mehreren Lahren lier rer
stortenen Schmiedmeisters Paul Schuster in
der Münchneritraß:, Frau Magdalena Schunter,
Privatiere, ihren #u. Geburtstag feiern. Ste ist
die älteste Person in unierem Marile und verlebt
ihren Lebensalend, ohne ven der Last
des Allers alliusehr bedrückt zu sein.
Inzell, 18. Mai. Der Bauer Holzuer von
Unterholz brac, auf seinem Koklenmeiler so
unglüdlich durch, daß er sich beide Füße verbrannte.
Er konnte sick noch selbit Beraur
arbeiten. Hol'ner in Vater ciner grosten Familic.
Der Tabaktsg in Roseaheim.
Rosenheim, 19. Mai.
Die Leitung des Tabaktages hat:ie in einem
ihrer Aufruse den Wunich ausgesprochen. die
Bevöllerung Rosenheims möchte auch bei der
Tal aksammlung zeigen, wie sehr sie sich mit unseren
lämrfenden Truppen verbunden sühle, wie
sehr sie um das Wohl der Bruder draußen besorgt
sei. Dieser Wunsch ist gut aufoenommen
worden; auch diesmal hat die Einwohnerschaft
Rosenheims nick versagt. Mit Befriedigung
kann seflgesielll ##rd:#, daß das Ergebnis der
Tabalsammlung unge#iri. günstig gewesen iit.
Schon am Tage seltn war dem Eingeweihten
llar, daß auf einen guten Ab'ch'uß zu hoffen
sei. Das Wetter war gunstig; ri Verkehr
herrichte auf den Straßen; es wuro n9 eingelauft
und ebenso willig das Gekauste u.irder
Hergeschenlt. Die Jugend hatte es besonders
auf die Fähnchen abgesehen: aber auch alle
anderen angegebenen Waren sanden- guten Absatz.
In der Zentrale in der Sedanstraße
herrschie vom frühen Morgen an rin immerwährendes
Kommen und Gehen. Der Saal im
1. Stod hatte sich in ein großes Warenlager
verwandelt. Von hier aus wurden die zwei
Verlaufostände und die vielen Verläufer versorgt.
Nadsah rer standen im Hofe bereit, um
Aufträge in möoglichster Eile zu erledigen. Unermüdlich
waren unsere Mittelschüler. Man sah
ess ihren leuchtenden Augen an, wie sehr sie sich
freuten, auch in ihrer Weise dem Vaterlande
diemen zu können.
Aut Nachmittag ging das Geschäft besonder?
floit und die Bestände in der Zentrale singen
zusehtends an, kleiner zu werden und nach und
nach m#irden Fähnchen, Lose und Postlarten
auoverlanft. Gegen 6 Uhr wurden die à. Teil
sehr vollen Büchsen eingeliesert und auf die
K. Filialbank verbracht. Der Abend verschaffte
uns noch die schöne Summe von über 500 D
Meister Kämpfel und seine Getreuen lockten Freg
piele troß des schonen Frühlingsabends in den
„Deutschen Kaiser“
Am nächsten Tag ge wurde nun die Arbeit
des Geldzählens in Angriff genommen. Die
100 Bchsen L ielten die Summe von 4231
Mark 70 Pfg. Außerdem wurden in den beiden
Verlaufeständen um 669 Mk. Waren abbesetzt;
in der Sammelstelle wurden 51 Mark
Objag.
abgegeben.
Mark, die Ausgaben beliefen sich auf 3147 Mt.
Den größten Posten in denselben bilden die anhelausten.
Tabalwaren im Werte von 2034
arl. Sie stammen sämtliche aus hiesigen Geschäften.
Der Tag ergab also einen Reinertrag
von 2567 Mk. in Geld. Außerdem wurden
noch um 1331 Mk. Zigarren, Jigaretten usw.
geschenlt, so das der Gesamtertrag des Tages
sich auf 3899.48 Mi. beläuft. Für eine Stadt
von der Grösse Rosenheims fürwahr ein gutes
Ergelnis. Benötigt wurden 47 900 Zigaretten,
10 700 Zigarren, 131 Palete Rauchlabak,
700 Palete Schnupftabal. Gescheul wurden
23320 Zigaretten, 1855 Zigarren. 133
Palete Rauchtabal, 425 Palete Schnupftabak.
also nahein die Hälfte der gekauften Maren.
Ein großerer Teil der geschenlten Waren
ist bereils nach München gesandt worden und
rollt vielleicht schon den Grenzen zu. Ein Teil,
besonders die in den Papierdüten eingewidelicht
Zigarren und Jigarelten bleiben hier und werden
am Bahn#os in den Lazarettzügen verleilt.
Die Le eitung des Tabaktages lag in den
Handen der Frau Baronin von Schacky, der
Leiterin der hiesigen Ortssammeilstelle vom Norten
Kreu:, die mit grostem Eiser und Geschi. #
die viele Arbeit, welche die Vorbereitung und
Durchfülrung des Tages mit sich brachte, auf
si#n nahm, unterstützt von einem lleinen Stabe
Tron Helsern und Helferinnen.
Allen, welche mit beigetragen haben, das
Ergebnis »dieses den lämpfenden Brüdern gewid
mmefen TLages so günstig mu geslallen, sei der
lerinichsie Dank gesagl.
Ksrsten.
Rosenheim, 19. Mai.
Auf, dem Felde der Ehre gesallen:
v Karl . Schidlinia-[Grer
aus Rosenheim; Josei Kerer, Ertlbanzers
solm von Altstein, Pfarrei Prulting. Soldat
im I38. Nes.-Juf. Reg.: Michael Kolb, Wag
nerbauerosohn von Waith (Aibling), Pionier in
der 6. Payer. Res. Pionier-Komp.; Neserohst.
Porbinian Huber aus Harthausen, Kaiserjäger
Josef Groiff aus Hausham.
Ein seltsames Zusammentrefsen
jügte sich am Grabe des auf dem Feide der
Clrre gefallenen Oelonomensohnes Georg Reindl
aus Nosenlieim. Der Infankerist Simon Nieer
aus Nott a. J., welcher der Beerdigung
Eenwolnte, schreibt darüber an die Eltern des
lat feren Helden: „Ich hatie leine Ahnung,
wieim ich die letzie Ehre erwies, bis der Gcist
liche die Grabrede begann, von der ich hier die
einleitenden Worte mitteile: In weiter Ferne,
in unserem schönen Vayernlande, dort wo Inn
und Mangfall sich vereinigen, liegt die schöne
Stadt Nosenheim. Dort, wo der Weg zum
Kloster führt. den Kloslerweg eine Sitrecke Hinaue,
ste#t ein guterhaltenes Bauernhaus. Da
#rri ielte vor ungefähr 17 Jahren eine muntere
Kuabenschar, darunter war auch ich und der.
melchem wir die letzte Ehre erwiese n. Durch
Zufall wurde ich heute nacht an sein Sterbe—
lager gerufen, um ihm die letzie Oeiung zu
frenden. Er lauschte mit mir manche Iugend.
erinnerung aus, und in diesen Crinnerungen
entannten wir uns als einstige Spielkameraden.“
Fürwalr, ein seltenes Zusammentreifen!
Nelen dem Hilfspostboten Rieder aus Nott
nn# auch Spielmann Seb. Holmer aus Oberaudorf
an der Beerdigung ihres Kameraden
#5 ind teil. Der Name des Geistlichen il in
dem Briese nicht genannt.
Ein wichtiger Bundesratsbeschluß.
Der Bundesrat hat eine Belanntmachung über
die Einschränkung der Pfändbarleit von Lohn
und Gehalt beschlossen. Wie wir mitleilen üön-=nen,
handelt es sich dabei um eine Heraufsehhung
der bisherigen unpfändbaren Grenze
non 150(1) auf 2000 Ml. In Zulunft können
also Löhne und Gehälter bis zu 2000
jährlich nicht mehr gepsändet werden. Der
Bundesratsbeschluß bedeutet ein weiles Entgegenlommen
geger die Wünsche des Rcichstoges.
Ziemlich al'##emein hatte man erwartet,
der Bundesrat werde nur auf 1800 Mk. hinaufgelen.
Auck dieser Bundesratsbeschluß erfolgte
auf Grund des Ermächtigungsgesetzes
vom 4. August 1914, er bedarj also nichl der
Zustimmung des Neichstages, um gesetzliche
kraft zu erlangen.
Pfingstverlehr. Anläßlich des bevorstenenden
Pfingstfestes wird darauf aufmertsam
gemacht, daß der Eisenbahnverwaltung infolge
der starlen Beanspruchung ihres Wagenmaterials
für Truppentransporte und Lazarettzüge
in diesem Jahr nur ein Teil ihres Wagenparks
zur Bedienung des an diesen Tagen zu erwarlenden
Verkehrs zur Verfügung steht. Das
reisende Publilum möge diese Tatsache bedenken,
wenn an den kommenden Feiertafsen die
Vejörderung der zohlreichen Reisenden etwa
nicht mit der in Friedenszeiten gewohnten Regelmäßigleit
möglich sein sollte.
Diebstahl. Einer Hausbesitzerin von Nosenheim
wurde aus ihrer Filze in Fürstätt ein
Torflarren gestohlen. Er ist aus Eschenholz, und
gezeichnet mit P. A.
Wetterbericht für Donnerslag, den. 20. Mal:
Allmähliche Besserung.
Die Gesamteinnahme betrug 5324.
4 lia“ schreibt:
Der Weltkrieg.
Der Bericht aus dem Großen Hauptquartier
war bis Redaktionsschluß um 3.15 Uhr noch
nicht eingetroffen.
Falien.
Die Kündigung des Dreibundes.
Chiasso, 19. Mai. Nach einer römischen
Meldung der „Stampa“ wird die Auflündigung
des Dreibundes noch vor der Kammer
erässnung am 20. Mai erfolgen. Die Urkunde,
die der Wiener Regierung die Kündigung mil:
teilt, soll neben anderen Dokumenten über die
diplomatischen Verhandlungen be bereits im Grünbuck,
veröfjentlicht werden. (3.)
Paris, 19. Mai. Der „Temps“ meldet
aus Rom: Die dreibundfreundliche Zeitung
„La Wita“ hat ihr Erscheinen eingesnellt. (1.3.)
Grünbuch.
10. Mai. Das
70 Seiten.
Lugano,
jai!
Grünbuch um-Es
cnthält auseblich die un
Vemeise von der „Langmut“
Ztaliens gegenüber Versockiheit Oester.
reich Ungaris und soll neigen, daß die Regierung
EIII
□)
widerlegharen
—.
der
bicht anders handeln lonnte, ald geschelen.
in den Krieg!
Giolilti ill abgereist.
Idol Jlalien-, der
zerschlagen. Darüber
nicht Litmegrtanichen,
Mit Gewalt
Rom, 19. Mai.
Shaße hat gesiegt.
Parlamenlarisinus, ist
lann auch die Talsache
rlaß am Donnerslag das Kalinelt sich der Kam
mer mil seinem Programm voruellen will.
#e einem Programm, das einfach die Kriegs
crrüärung an Sesierreich heißt. Man hat
Meurheit aus der Slraße totgeschrien und den
—:
s e
—
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die
menigen, die rielleih t noch zum Widerspkruch
a#ut gehabt lätien, durch Dronung für Ledurch
Beschimpfen al# Ba
lezlandsverräter den Mund geschlossen. —
la#on das „Giornale d'Italia“, dar Blatl Son
ninus, schreiben: Der Krieg ist dem lallächlichen
Stande nach bereits erllär: nach dem gemein
samen Willen der Regierung, des Konigs und
der Volles. (.).)
Am Vorabend des Kkeieges.
Viai. RIIIEIXxII
S
Alle
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rea und Eigentum,
*i
Rom, 1
eru.— Hhin, Jtalien am Voralend Brie
siehbt. Das Amtsblati des Königreichee
Vorschrifsien über den Schutg für den
ges
ise mit
Belrieb der Bahn und d# Küftenichutz im
n O — —
Priegosall gesülit.
— — —
den ilal eni
„Ministerprasident Riviani soll
scen Botschafler Titioni gesragt haden, ob der
Jlalien durch die Ministerkrise eine
Krieg für
ersögerung erleiden würde. Tittoni har#e abe ge
ankworiet: Cin Vertrag verpflichtet und, il-##t
eines bestimmten Termines loeiuschla-Diese
Verpflichtung ecjülit.
gen. wird getren
2
Der Korreipondent des „Secolo“ jüll #a.#
. ossitnis lbinzu, daß
der- Eniente Jlaiien W innerhalb Monatefeis
nach Abschlus loseuschlagen. (3.)
Die Hallung der Sozialislen.
der Nertran imil
Basel, 19. Mai. Die in Vologna versammelten
Vorstände der Sozialistenpartei, der
Parlamentsgruppe und der sozialistiscken Arbeitlter
haben nach den „Veseler Nachrichten“ den
Gedanlen eines Streiles sallen lassen. In der
angenommenen Tagesordnung wird die unersc
Utterliche Haltung der Parsorentgeuppe
’
gegen eine Zntervention Jtaliens beslimmt
uo dr die Parlamentogruppe verpflichtct, gegen
S Kreditforderung für Kriegezwecke zu stim-Alle
Orgenisationen werden zur Abhal-=u.
Demonstrationen aufmen.
tung von neutralistischen
gesordert. (.)
(Aus Jurchl vor HDuohungen.
Lugeno, 19. Mal. Messagero schreibt·
Giolistis AVeise ersolgte aus Furcht vo#r
Attentaten. Giolitti erhielt in den letzten
Tagen Hunberte von Drohbriesen. (3.)
Kriegsgeschrei!
den wird das ilalienische Voll einen triumphalen
Aufstieg haben. Die große Slunde ist
da, gepriesen seien alle Schutzgötter Italiens.
Aber der Krieg, den wir lämpsen werden. ist
nicht allein ein Krieg der Befreiung, sondern
auch ein Krieg der Zivilisation. (3.) Aehnlich
schreiben alle übrigen italienischen Blätter.
Lede Stimme der Vernunst und der Warnung
ist verstummt.
-alleus forderaspen an Oeperreis.
Berlin, 19. Mai. Der frühere italienische
Finanzminister Luzzatti gab dem römischen
Korrespondeten der „Nationaltitende“ die Forderungen
Jtaliens an Oesterreich Ungern belannt.
Sie werden wie solgt bezeichnet:
Lofortige Bleise u#nng von ganz Treutino,
Istrien, einschließlich Trieft, Pola,
Flume n#d mehreren Adria-Juseln, Abtrekung
der Marinestationen an der dalmatinischen
Küfte, Verzicht auf jede divekte
oder indirekte Einmischung in vie Angelegenhelten
Zerbieus, Verzicht auf eine
gegen Jtaliens Jnteressen gerichtete Balkanpolitik,
Frelheit für Italten zur Vertretung
seiner Juteressen im Mittelmeer
gegen die Türkei gemeinsam mit den
Dreiverbands= Mächten und schliehlich
Handlungsfreilheit für den kommenden
Frlebenskongreß, wozu Italien sich vorbehalten
hatte, die Tache Belgiens und
Eebi zu unterstützen.
Hiezu bemerlt die „B. Z.“: Wenn diese Mitelliugen
dieser italicnischen Finanzmannes zukuanisna,
dam sind die Forderungen Italiens
da: Tolliic, was je ein Sliaat von einem an
Leren verlangle. Aufs ein W[7iô Ansinnen kann
ern nur eine Antworl geben. (.
kitchener braucht Relruten.
London, 13. Mai. Iam Oberhaus er
lrte Kildener. daß er 300 000 Reiruten mehr
brauche, um neue Armeen bilden zu lönnen.
Gerner erllärie er, die briltische und die fran:
ische Negierung kamen zu der Erkenntnis, daß
ihre Truppen gegen die giftigen Gase durch
die Anwendung ähnlicher Vietthoden ausreichend
geichützt werden müßten. (8.)
im englischen
Ministerium.
London. 19. Mai. In politischen Kreisen
leiro dar Verhälluis des ersten Lords der
Armiralilä:, Churchill, zum ersten - er
örtert. Man ein älhlt, de 5 wwischen ihnen zu
ckinem Wortiw. u sel „vy en sei. Man glaubt,
daß Fisher sein Amt be rlegn werde. Die li
Ueralen Mitglieder der Umerhauses sprachen
sic für die Bildung eines Koalitionsministeliums
aus. (.3.)
Kouslikl
Londvn, 19. Mai. Der Parlamentslor--leffondent
der „Times“ schreibt: Man ersaurl,
daß Lord Fisher an den lehten beiden
Tagen die Admirelilät nicht besuchte. Diese
Tatsache in Verbindung mit einer längeren
Unterredung CI. urch bills mit Abquith veranlaßte
rielerlei Gerüchte. Iu rolitiĩchen Kreisen herrscht
#oe Bewegung. Die „Times“ schreiben dazu
in einem Leitartitel: Oige Mitteilung bestaligl
den im Volle herrschenden Eindruck, daß
die Regierung den ruhelosen Uebergangszufünd
erreicht hat. Die Nation iist besorgt, siett
auf jedem Kriegsschauplatz den Kampf beftiger,
vielicicht unentschiedener werden und hört von
gemaligen Verlusten sowohl in Frantreich wie
an den Dardanellen. Zugleich herrsch! tiefe
ll. #friedenheit über die Lieferung von Munilian,
deren Mangel niemand leugnen lann. Das
Vlatt kritisiert Churchills eigenmächtige Tätigleit
in der Admiralmnät und wünscht, daß Lord
Gisi#er an seine Sielle trete. (3.)
Der russische Sündenboc.
Peteroburg, 19. Mai. Nach einem Ulos
der Zaren soll allen Angehörigen von Soldalen,
die nachweislich kampflos die Waffen
gestreckt haben, die Kriegsunterstützung entogen
werden. (Z.)
Die Erfolge der Armee v. Linsingen.
Budapest, 19. Mai. Ueber die Kämpfe
der Armee v. Linsingen wird gemeloct: Am
12. Mai ist der allgemeine Vormarsch westlich
des Uesokerpasscs begonnen worden, und die
Russen wurden zum Rüczug gezwungen. Die
Armece hat bereits einen Kroßen Teil der Karpalhen
hinter sich und befinden sich jetzt auf
der grohen Ebene des Stryj. Die Russen leisten
hier grohen Widerstand, Lboch ünd alle
ihre Anstrengungen vergeblich. Seit dem 12.
Mai hat die Armee v. Linsingen über 6000
Celagene Lemacht und Liele-Malchinen-eme
erbeutet. Die aus Trohopitsch getluchr#et #1 Ruf-
Lugano, 18. Mai. Das „Giornale d'Ita-Nach
endlosem Harren und Leilen
Laben ihren gauzen Train im Slich gelassen.
(3.)