Volltext : Weltkrieg und Gottesreich.

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vorgreifen.  Aber  wenn  die  Dinge  lagen  wie  1756
und  19149  Wenn  es  sich  nicht  mehr  um  Wahrscheinichkeiten
  sondern  um  Gewißheiten  handelte?  Wenn
le  Einkreisung  des  ihm  anvertrauten  Staates  schon
vollendet  war,  wenn  die  Gegner  schon  sprungbereit
dastanden?  In  diesem  Fall  war  Biemarck,  wie  ich
ihn  kenne,  wie  die  Welt  ihn  kennt,  nicht  der  Mann,
#er  die  Invasion  der  feindlichen  Heere  abwartete.
er  hätte  als  Kanzler  des  großen  Friedrich  diesen
nimmer  am  Losschlagen  gehindert.  Als  1870  eine
tlegerische  Auseinandersetzung  mit  Frankreich  sich
als  unvermeldlich  darstellte,  aber  durch  eine  zahme
Antwort  seines  Königs  verschoben  werden  sollte,  hat
er  diese  aus  einer  Schamade  in  eine  Fanfare  umgewandelt
  und  so  den  sofortigen  Ausbruch  des  Kriegs
derbeigeführt.  Die  Umformung  der  Emser  Oepesche#
ar  ein  feineres  Mittel  als  die  Stilisierung  des
ltimatums  an  Serbien  vom  Juli  1914.  Aber  in
er  Art  verwandt  sind  sie  durchaus;  ihre  Seele  ist  ein
präventives  Handeln').

Aber  nun  sehen  wir  von  den  Personen  ab.
Obmit  Friedrich  und  Biemarck,  ob  gegen  sie,
fest  steht  die  Wegleitung  der  Sittenlehre:  Der  Staatsmann
  hat  mit  Umsicht  und  vorausschauender  Weiseit

  für  das  Wohl  des  ihm  anvertrauten  Volkes  zu
sorgen.  Droht  dem  Volk  das  Verderben,  soll  er  das

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*!)  Leicht  möglich,  daß  der  große  Kanzler  oder  ein  kongegenialer
  Nachfolger  sich  im  Juli  1914  zu  präventivem  Danein
  nicht  veranlaßt  gesehen  hätte.  Die  Schachzüge  seiner  politischen
  Genialität  hätten  das  Zustandekommen  der  feindlichen
Eintreisung  durchkreuzt.  Oder  wenn  das  nicht  gelang,  hätte  er
eine  der  früheren  Gelegenheiten  zum  Losschlagen  benutzt.

er  Praventiokrieg  wäre  schon  viel  früher  losgebrochen.