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kamen und vom Pabste Versorgung erhielten, der aber damals
sein Geld sehr zu Rathe ziehen mußte, weil noch der
Prinz (Eduard Stuart), welcher Koͤnig von England in partibus
iafidelium war, fast zu gleicher Zeit nach Rom kam, um
mit Frau und Kind Brod zu suchen.
Bei dem Kriege, der 1716 zwischen den Venetianern
und Türken entstand, machte der Pabst den Unterhändler; er
schickte Gesandte von einem Hofe zum andern, um den bedrängten
Venetianern Hülfe zu verschaffen. Niemand betrog
ihn dabei schändlicher, als die Königin von Spanien, Elisabeth
(Shilipp war bloß Name des Königs, seine Gemahlin
aber regierte). Um die allgemeine Christensache gegen
die Türken unterstützen zu können, bat sich der Koͤnig vom
Pabsi das Recht aus, die Zehnten von allen geistlichen Einkünften
seiner Länder zu erheben. Wer war williger als
Clemens, der sich vor einer Visite der Türken in Italien so
sehr fürchtete? Mit den eingezogenen Geldern rüstete Spanien
eine Flotte aus, die, austatt die Türken zu bekriegen,
dem Kaiser Sardinich, und dem Herzoge von Savoyen Sizilien
wegnahm.
Ein paar vergnügte Stunden machte dem Pabste der
Czaar Peter der Große. Schon 1707 schickte Peter einen
außerordentlichen Gesandten nach Rom, der mit dem Pabste
wegen des Titels eines großen orientalischen Kaisers traktiren
sollte. Der Czaar versprach dabei dem Pabste wunderschöne
Dinge, wie er in seinen Staaten für die päbsiliche Hoheit
sorgen wolle. Clemens XlI. mußte aber doch nicht klaren
Grund gesehen haben, denn er ging nicht tief in's Wasser
hinein. Zehn Jahre darauf erhielt er wieder ein Schreiben
von Peter mit dem Juhalte, daß die Rdmisch-Katbolischen,
auch die Geistlichen, das Recht baben sollten, in seine Staaten
zu kommen, und ihre Religion daselbst ungchindert