Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Elfter Band. (11)

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nun  in  einem  Hause,  das  sonst  nur  ein  Verwahrungsort  fuͤr
Verruͤckte,  Verschwender  und  Taugenichtse  war.  Der  Tag
der  Rettung  aber  war  nahe,  denn  der  21.  November  war
der  Termin  der  Rückkehr  zum  Gehorsam,  den  Leopold  in
seinem  Manifeste  gesetzt  hatte,  und  den  26.  November  zogen
die  kaiserlichen  Truppen  zur  Freude  aller  Gutgesinnten  zu
Namur  ein.  Noch  an  eben  demselben  Tage  erfuhr  man's
zu  Brüssel,  und  die  Herren  van  der  Noot  und  Eupen  hatten
ihren  letzten  Betrug  nöthig,  um  noch  einen  Augenblick  der
Täuschung  hervorzubringen.  Selbst  Schönfeld  ging  jetzt  ab;
der  arme  van  der  Mersch  aber  mußte  sich  noch  einmal  transportiren
  lassen.

Den  27.  November  Abends  neun  Uhr  wurde  er  fortgeschleppt
  aus  Löwen,  ohne  daß  man  auch  nur  so  viele
Menschlichkeit  hatte,  seiner  trostlosen  Gemahlin  zu  sagen,  wohin
  und  was  aus  ihm  werden  sollte.  Er  ward  nach  Tournay
geführt  und  sollte  dort  an  die  Stände  abgeliesert  werden,  und
diese  wiesen  ihm  die  Abtei  St.  Medard  zu  seinem  Aufenthalt
  an.  Hier  blieb  er  bis  den  2.  Dezember,  da  man  zu
Tournay  erfuhr.,  die  kaiserliche  Armee  rücke  von  Ath  her
gegen  die  Stadt  an.  Die  Patriotenarmee  war  nirgends  mehr
zu  finden,  und  die  Schurken  van  der  Noot  und  Eupen  waren
so  eben  auch  verschwunden.  Nun  gab  die  Municipalität  von
Tournay  van  der  Mersch  die  Nachricht,  sie  könnte  ihm
längeren  Schutz  nicht  ver  sprechen',  er  moͤchte  erklaͤren,  wohin
er  sich  begeben  wolle,  sie  wuͤrden  das  Ihrige  thun,  seine  Abreise  zu
erleichtern.  Van  der  Mersch  ging  also  noch  an  eben  demselben
Tage  nach  Menin,  und  ward  hier  von  den  Bürgern  wie  im
Triumph  eingeholt  und  in  das  Haus  seines  Bruders  geführ.
Weil  aber  seine  Frcunde  fürchteten,  bei  dem  Einrücken  der  Oestreicher
  in  Menin  mochte  ihm  etwas  Unangenehmes  begegnen,  obschon
auch  er  offenbar  unter  der  Amnestie  begriffen  war,  so  ging