Hus#er 99
Staateministerium, die Obersten Hoschargen, die
Vertreter der einzelnen Behörden u. a. Kurz
darauf erschienen der König und die Königin,
um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.
Sie wohnten dem Requiem, das der Erzbischof
v. Hauck von Bamberg zelebrierte, bei. Nach dem
A#ten der fünf Absolutionen wurde der Sarg,
begleitet von dem Offiziator Erzbischof v. Hauck,
dem päpstlichen Geschäftslräger Msgr. Schioppa
und dem Metropolitankapilel unter Glockengeläute
nach der Gruft getragen, wo die letzte
Einsegnung erfolgte. Dort wird die Leiche des
Verstorbenen ruhen, bis kommende, friedliche
Zeiten die Ueberführung der Leiche nach Rom
ermöglichen.
Gol- und Personaluschtichlen.
münchen. 17. April. Von gut informierter
Seite wird gemeldet. daß Monsignore Pacelli,
der Selretär für Auswärtige Angelegenheiten,
und die rechte Hand di Staatssekrelärs Ga-.
sparri, an Stelle des verst. Nuntius Aversa nach
München gehen werde. Er gilt als einer der
besten Köpfe der Kurie und zählt obendrein zu
den wenigen italienischen Prälaten, die fertig
deutsch verstehen. Bei der italienischen und bei
der Rutschen geistlichen Welt genießt Paselli
grose Sympathien und viel Ansehen.
Ein raftloses Franenleben.
! Berlin, 17 Apr.
Mit tiesem Bedauern wird man in latholischen
Kreisen vernehmen, daß die lo falpolitische
Schriftsteflerin Frau Elisabeth Gnauck. Kühne in
Blankenburg a. H., 67 Jahre alt, verschieden
ist. Ein wechselvolles Menschenschicksal. ein rast.
loses Frauenleben ist durch den To0 oieser
sektsamen Frau zum Abichluß gekommen.
Eine geborene Braunschweigerin protestanti
schen Bekenntnistes, hat sich die Verilorbene zu.
erst dem Lehrberuf gewidmet und geraume Zeit
als Leiterin eines Ernehungeinstituto gewirkt.
1888 heiratele sie, aber die Ehe wurde sehr unolücklich
und ist zwei Jahre darauf gettennt
worden. Die geschiedene Fran widmete sich nun
dem Smdium. besonders der Sozialpolitil, u.
war in der praktischsten Weise, indem sie selbiĩt
in Werkstälten arbeitete und genau ihre Leben?
haltung nach dem Arbeitsverdienst einrichtteie,
obwohl sse sich in guten Verhältninsen befand.
Weit bekamm wurde ihr Name durch den sei
nerzeiligen Streit der Beriiner Konfekstionsar
heiter, fur die sie aus vollster Ueber#egung ein
ltral, so namenilich bei dem damaligen Minister
v. Berlepsch.
Frau Gnauck. Kühne halte auch Anschlull ge
sucht an die Kreise des evangelisch so#alen Konaresses
und der national sozialen Partei. sah
hich aber in ihren Erwartungen schwer geläuscht.
der Sozialdemekratie stand sie aus religiösen
(Hründen ablehnend gegenüber. So trat sie 1900
rur kath. Kirche über und wirkte auf dem Booen
der Erundsätze der kath. Sozialpolitik mit unermüdlichem
Fleiß sort. Eine ganze Reihe von
merwollen Schriften ist aus ihrer Feder er
schienen. Sie hat sich auch die Anerkemung der
Sozialdemokratie erworben. So bezeichnet sie
die „Fränk. Tagespost“ in Nr. 88 als „eine
der besten und feinsten Frauen des Bürger
lums“, der alle, die sie kannten, ein dauernder
und warmes Andenken bewahren werden. Das
gilt namentlich für das kath. Deutschland, das
mit dem Hinrcheiden dieser edien Frau eine Be
wunderin und eifrige Förderin der kath. So
zialpolitik verloren hat.
Der Kath. Frauenbund Deutschlands widmet
Frau Gnauck-Kühne einen Nachruf, in dem en
heiszt: Die Schristen von Elisabeth Gnauck. Kühne
gehören zu den grundlegenden Werten der ge
samten Frauenbewegungsliteratur. Sie wußte
neue Ausblicke zu eröffnen und das historisch Ge.
mordiene in eine neue Beleuchtung zu rücken.
Als Rednerin zwang sie alle Hörer in den Bann
ihrer Ausführungen. Und ihrem Lehr. und Redneramte
ist sie bis ans Ende treu geblieben.
Elisabeth Gnauck. Kühne zeichnete sich auch durch
ihre künstlerische Begabung aus. Ihre Märchen
gehören zu den literarisch wertvollsten Erzeug.
nissen dieser Dichtungsart. Viel höher aber als
ihre wissenschaftliche und künstlerische Betätigung
steht der Einfluß, den Elisabeth Gnauck. Kühne
als Persönlichkeit ausübte: in der Kraft und Ru.
be ihres auch im Leid gereiften Wesens, in ihrer
glühenden Ueberzeugungskreue, in ihrem tapsefren
Eintreten für echte Frauenwürde. Stets
war sie bereit, für das angegriffene NRechl, für
die Schwachen und Unterdrückten, namentlich
unter ihren Erschlechtegenossinnen, ihre game
Kraft einzusetzen. Dem Kath. Frauenbund
deulschlonk stand sie jederzeit nahe. Alle seine
Mitglieder beklagen ihren Heimgang.
— —.———
München, 17. April. Der 56 Jahre alte
Obàbrauer A. Röhrl erkrankte nach einer
Mahlzeit unter heftigem Ecp#rechen; nach ein.
lägiger giontpen T#n6 d er. Die Krankheits.
Arsache ist noch uch- ermittelt.
LEACISIIxzCA
u den englisch-#ranzsichen Turchbruchsversocken im Westen.
Baverische Nachrichten.
Freilassing. 17. April. Ein Morder dingsest
gemacht. Der von der Staatsanwaltschaft
Amsberg wegen Mordes stedbrieslich versolgte
30 Jahre alte ledige Schreiner Walter Bäcker
von Barmen wurde vorgestern abends von der
hiesigen Gendarmerie fesgenommen und fsofort
in das K. Amtsgericht Laufen eingeliefert. Bäl.
ker wieb sich seit seiner Flucht in Südbayern
ruletzt in der Gegend Berchtesgaden umher, woa
er am Tage der Festnahme bei einem Wirt in
Zill einen Gelddiebstahl in der Köhe von uber
1200 Mark verübte. Wegen einer Reihe von
Treibriemendiebstählen liegen gegen ihn Haftbe.
sehle vor. Bäcker hatte elegantes Auftreien u.
nahm nur in ersten Gasthöfen Quattier. In seiner
Begleitung besand sich seine angebliche
Frau, das ebenfalls steckbrieslich verfolgte 22
Jahre alte Dienmädchen Johanna Sein von
Duvenstedt, Kreis Rendoburg. Beide Gauner
trugen sich unter dem Namen Weil in die
Fremdenbucher enn. Seitßz, die noch fluchtig ist, iit
1,63 1,05 Meter groß, hat schwarz: Haarc,
ebensolche Augen, und Augenbrauen, rotes Ge—
sicht und aufgeworfene Lippen.
Kronach, 17. April. Erheblich mehr Vor.
räte wurden bei einer Nachprüfung der angege.
benen Bestände im Bez'rkoamt Naila gefunden,
u. a. ein Mehrquantum von 1200 Zir. Korn,
1900 Ztr. Hafer und 000 Jtr. Kartoffeln.
Bayertlsches Oberlsnd.
Hrien, 17. April. Am Bahnhose Prien
wurde von der OCendarmerie eine Hamsterin
erwischt und ihr deren Beute an Fleisch, Eiern,
Butter und Leinwand abgenommen und be
schlagnahmt. 7
Bad Aibling, 17. April. Wieder hat ein
Lederdieb gute Beute machen können. Beim Kü
sereibesitzer Engelbert Mnggli find ihm 3 Treib
riemen in die Hände gefallen. Der Dieb ist noch
nicht ermittelt.
Hundoham, 17. April. Der Meisterbauer
Kellerer dahier verkaufte von seiner Fuchsstute
bayer. Landschlages ein Kengstfohlen an einen
Erdinger Bauern um 1500 Mark: ebenso d
Killerbauer im nahen Greisbach. Beide Fohler
stammen vom Landge stütshengi „Erll“ dahier.
"„
Mieshbach, 17. April. Zureeit bereist eine
Kommissien des Zuchtverbandes für oberbaner.
Alpensledvieh iesabach das Simmental
Schwei:), um dort Vieh einzukaufen, hauptsächlich
hochträchtige Kühe und Kalbinnen, da
neben auch eine Anzahl guter Stiere. Da im vo
rigen Herbst die für Rosenheim beabsichtigte
Versteigerung von Vieh wegen Ausbruchs der
Maul und Klauenseuche unterbleiben mußte,
soll nunmehr heuer eine Versteigerung vorgenom:
men werdan, sowohl von Köähen als auch von
Zuchtstieren. Es ist also Gelegenheit geboten,
sich daran zu beteiligen, und es wäre wün
schenswerte daß von dieser Möglichleit, ausgiebi.
ger Gebrauch gemacht wird. lwömen kön.
nen an der Versteigerung nur solche, die bieher
schon Mitglierer des Zucktverbaudes, waren,
od Iche. lich vor. der. — als
Milgleber — Es ijt · wedmã mtidiejenigen,
die auf Kühe oder Sliue teflel ·
tieren, jetzt scton dem Verbandsbufenu bav##
ast tteilung machen, damit der Bedarf besser
chen werden lann. ?„. 1
Cokalnachrichlen.
KRosenheim, 13. April.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Wizefeldwebel Ludwig Demmel, Sohn des
Spenglermeisters Demmel in Bad Aibling, In
haber des Eisernen Kreuzes 2. Kl., des Mili
lärvrerdienstkreures 2. Kl. und des Militär-Flug.
zeugführer Abzeichens: Jakob Kreuzer, Maurer
und Sägearbeiter bei der Firma Himmelbach
in Mühldorf, Soldat in einem Inf. Neg.
Auszeichnungen im Felde. Der Juf.
Engelbert Obpacher aus Kiefersfelden, der schon
im Besitz des Militärrerdienstkreuzes 3. Kl. mit
Schwertern ist, wurde jent auch für sein tapfe
res Verhalten in den schweren Kämpfen bei Verdun
mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausge.
zeichnet. Der Inf. Johann Acher, Kommissionäresehn
aus Micsbach, der troy zweier Verwundungen
im Rucken und an einem Arm infolge
Minen'prengung wacker auf seinem Posten
aushielt, wurde mit dem Eiseren Kreuz 2. Kl.
ausgereichnet.
#mdensorreihun geuà Das AKgl.
B. Militärverdienittreuz 1. Klasse mit Schwerlern
am Bande für Kriegsverdienst wur
de dem Eisenbahnsekretär Anton Schneider (Rosenheim),
das Militärverdiensttreuz 2. Klasse
mit der Krone und mit Schwertern am Bande
für Kriegsverdienst dem Eisenbahnerpeditor Jalob
Bockleth (Freilaffing) und dem Oberitationsmeister
ZJohann Naithel (Gars am Junn),
das Militärverdienstkreug 2 . Klasse mit Sdwer.
tern am Bande für Kriegsverdienst dem Amts
assistenten Simon Kaltenmarktner (Kufstein) u.
dem Vorarbeiter Joseph Böck (Kufftein) ver
liehen. Mel
Silberne Hochzeit. Der Telegraphen.
vorarbeiter Sebastian Grub#er in Rofenheim kann
am Donnerstag, den 19. April, mit seiner Gattin
Walburga das Fest der silbernen Lochzeit
begehen. Zwei Söhne des Jubelpaares sliehen
im Felde: Hans EGruber ist seinerzeit zu einem
Armierungs Bataillon eingerückt, während der
zweite Sohn Sebastian Gruber in einem Res.
Inf. Reg. steht und bereits mit dem Eisernen
Kteuz 2. Klasse und mit dem Militarverdienstreuz
3. Klasse ausgewiichnet in. Zum Jubeltag
die besten Gluckwünsche!
Zeichnungen zur Kriegsanleihe.
An der K. Nealschule Rosenheim wurden auf
die 6. Kriegsanleihe 59 985 Mark gereichnet.
mährend auf die fünfte 41742 Mark, auf die
rierte 25 565 Mark. insgesamt also die am#ehn
liche Summe von 126 492 Mark ge##ichnet wur.
den. Die Vollsschulen in Holelirchen zeichneten
diesmal 3450 Mark gegen 1330 Mark bei der
letzten Anleihe; sie haben bis jetzt 85000 Mark
dem Vaterland zur Verfügung gestellt. Bei der
Reichshauptbank München wurden einschl. der
Nebenstellen Ingolstadt und Landehut Mark
503 300 000 gezeichnet, 73 Millionen Mark mehr
wie bei der fünften Kriegennleihe. Stadt u. Bezirk
Mühldorf haben zur sechsten Kriegsanseihe
rund vier Millionen Mark aufgebracht und damit
die Zifsern aller früheren Ergebnisse weit
in den Schatten gestellt: davon entfallen auf
den Pionierpark eine Viertelmillion, auf die
Distrillssparlose 976 80: Mk. (gegen 688 u000
bei der 5. Anleihe), auf das Bankgeschäft Anton
Hömunger 860 000 (gegen 400 000), auf die
Vayerische Handelsbank Filiale Mühldorf rund
2 Millionen Mark. —-
Isoknftikadläspikttsfk
Einheitsbier. Die Forderung nach ei—
nein Einheitobier mird in einer an das Fachblalt
Ter Bayerische Gallwirl“ gerichteten Zuschgift
voni Lande erhoben. Der Einsender schreibt:
Um Bevorzugungen aus der Welt zu schaffen,
hatten wir endlich mit Mühe und Not das Ein
Leitobier erreickt. Nad, dem Dünnbiererlaß joll
es mun plötzlich wieder zweierlei Bier geben.
Warum und zu welchem Zweck In dieser schue
ren Zeit soll keiner ein beseeres Vier trinken als
fz anderc. Fort mit dem hellen Bier!“ Weg
mit dem sog. vollmundigen Bier! Gebt uns ein
Einheitobier, gebt und statt eines 6 oder 7praentigen
und eines 312 prozentigen Biers ein
Kriegsbier mit 5 Proz. Stammwürze! Eleiche
Pflichten, gleiche Reckte! Wenn jene, die im
Schweise ihren Angesichtes ihr Brot verdienen
mũ sen, mit dem 31½# pro Dunnbier ihrer Arbeit
vorsiehen sollen, dann wird das 5pros Bier
mohl auch fur den anderen Leil der Bevolkerung
gut genmg sein.
Aus dem Gerichissaal.
notn Bestrebungen.
München. 17. April, Die gepruste # Lehrerin
für Marl, * uun Mana Jehei - in Munchen,
bungen. -Ihre Werbetatigleit murde auch dem
Kriegsministerium bekannt. Am 18. Oktober v5
rigen Jahres wurde sie durch besondere Verf#
gung des Kriegeministeriums verwarnt, sich pa-#ifistisch
weiter zu betätigen; es wurde ihr jede
ofsen#tliche u. nicht öffentliche Werbetaätigkeit,
jeder ichrifliche Verkehr mit dem Aulande und
jede 2 itung und Ver gung pazisifti
sber Sdriften wiederholt untersagt. Ungeach
lel dieses ausdrüucklichen Verbots lief sich Frau
lein Zehetmaier in ihren Beitrebungen nicht irre
machen. Am 6. Jmuuar sck rieb sse an den Friedensanhänger
Dr. Fried in Bern und ersuchie
ihn um die Erlanbnig. sein „Hondbuch der Frie
densbewegung“ zur Herausgabe einer eigenen
Broschure verwenden zu dürfen. Dieser Brief
wurde beschlagnahmt, ebenso drei weilere Schrei
ben, die Zehetmaier am 13. Jannar von Mün
den. Kildburahausen und Frankfurt an die nie
derländische VMreinigung „Orlog Rad’' im H#ag
richtete, um durch eine Kundgebung an oie deut
schen Frauen eine Verftändigung der Staaten
herbeizuführen. Im November 1916 hat Fräu
lein Zehetmaier fünf Aufsatzc, die in. mitunter
leidenichaftlicher Sprad##e, fur Friedensbewegun.
gen Propaganda machten. hiesinen Zeitungen
erfolgl#-ur Brröifenlichung angeboten. Im
Laufe des Monats Februar sammelte sie persôön
lich in Aibling und Bruckmuhl Unterickriften zu
einer an den Neickskan'ter zu richtenden Peli
tion gegen den Krieg. Dieie fortgesente agitn
lorische Tatigkeit führte schlieslich ur Erhebung
einer Anklage wegen vier Rergehen genen das
Kriegszustandsgesetz. In der Verhandlung be
itritt die Angeklagte. die aus einfachen Verhält
nissen emporgekommen und durch eifriges Sinu
dium ein nicht gewöhnlidch#Wissen jich ange.
eignet hat, dem Kriegeministerium die Berech
tigung zur Erla sung des ihr zugekommenen Ver
boltes und sucht in ruhiger, leidenidafisloiet
Weise die Berechtigung ihrer Bestrebungen dar
zutnn. Im Gegenisaßze biezu sleht allerdinge die
manchnal sehr heftige Sprack#e in ihren schrift
licken Kundgebungen. Nack dem Gutachten 0=als
Sachwerinandigen vernommenen Besirksarz
tes Dr. Bichler in Frl. Zehetmaier insolge pei
stiger Ueberarbeitund u Wahnidemn gekommen,
die sich immer mehr * * haden, sodaß iie
rafre ##tlickh im Sinne des Puagraphen 51 für
ihre Handlungsweise nicht verantwortlich iit.
Das Urteil lautete daher dem itaatsanmalt.
jchaftliden Antrage entipredend auf Freilpre—
chung. 1
Sprechfuul.
Kleingeld und Lofslichkeit.
(Ohne Verantmortung der Redaktion.)
Die jetzige Zeit hat, wie es scheint, das Vor
reckt, Anitand und oflichkeit ganz außer Kursetzen
zu dürfen. Anerkannte Tatfache int es, wie
man beim Einkauf von notwendigen Ledensmit
teln gar oft nur so angeschnurrt wird, daß man
fast zaghaft die Frage vorzubringen sich ge
traut: Bitle. kann ich dies haben: Wehr aber,
nenn das Kleingeld dann nicht ausreicht!! Wie
derholt kam es vor. daß man nichts belommt,
Trotz des besten Willens ist man nicht in der Le
ge, überall Kleingeld berzugeben: Lohn und 8
bhalt wird eben auch nicht in Kleingeld ausbe
zahlt. Am Sonntag abend wurde an einer kl#iwen
Bahnstation eine Frau vom dienittuenden
Teamten in lautestem Ton angerempelt, da die
Frau sckon gleich sich entschuldigte. es fehle ihr
an Kleingeld. Es besteht ja bekannterweise die
Vorschrift: „Fahrgeld abgezihlt bereit halten.“
Doch immerhin kann dies manchmal auch nicht
möglich sein, zumak ieht, da einem überall das
wenige Kleingeld abverlangt wird. Bei allen
Vorschriften bleibt aber das Recht bestehen, auch,
mit Anstand und Nuhe behandelt 3u werden.
Wetterbericht für Donnerstag, den 19. Apr#l.
Vorübergehend etwas beseer dann neuerdmngt
Niederschläge.
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