Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Uummer  184

Eusen  e,  aÊÊrren

Donnerstag,  10.  Auanst  1916

 

der  Felnd  in  ver  Ortschaft  Sakna  (50  Kilometer

Frilich  von  Kermanschah)  nicht  zu  behaupten  und
aing  nachmittags  in  Richtung  Kenkaver  zurück.
«  chanb  dieser  Jeit  befand  sich  unsere  südlich

Per  Straße  Kermanschah  Hamadan  vorgehende
s3  in  Fien  mit  den  russisch  en  Kräftei
  bei  Maroß  d  Milomeier  südöstlich  von

Salliah.  Unsere  a  am  linten  Flügel
ing  nördlich  in  ver  gleichen  Richtung  vor  und
warf  den  Feind  zurück,,  der  sich  nach  Sangour
in  Kilometer  nordöstlich  von  Kermanschah)

rrüchog  und  sich  dort  sestsetzte  wogegen.  un-EEIIIIIE
  Flügel  sich  des  Ortes
Maroß  bemächtigte.  Unsere  Trunpen  im  Zentrum
  besfanden  sich  gestern  abends  15  Kilomeler
  östlich  von  Sakng.  Unsere  Kräfte  warfen
Ellich  von  Sakna  zusammengezogene  seindliche
Truppen  gegen  Osten  weiter  zurück.

Kautasustront  In  den  Abschnitten  von  Bitlir.
  Musch-  und  Ognott  wurde  die  von  uns  eingeleitele
  Offensive  zu  unseren  Gunsten  weiter
entwickelt.  urch  unsere  gegen  Bitlis  angrsetzten
Angriffe  fielen  alle  feindlichen,  im  Süden  den
Ott  beherrschenden  Stellungen  in  unsere  Hände.
  Ein  gleichfalls  gegen  den  Feind,  der  sich
auf  den  ungugänglichen  Bergletter  acht  Kilomezjer
  südlich  von  Musch  befand,  angesetzten  Anariff
  war  erfolgreich;  der  Feind  wurde  gegen
Musch  zurückgeworfen.  Unsere  östlich  von  Musch
cegen  Norden  angesetzten  Truppen  erreichten
Muoradsoe.  Bei  dem  gestrigen  Angriff  südöstzitton
  Ognott  wurden  200  Soldaten  gefangen
cenommen  und  abermals  eine  Kanone  und  vier
Munitionslasten  erbeutet.  Im  Zentrum  verlangsamten
  die  vom  Feinde  gLegen  verschiedene
Stellen  unserer  Front  östlich  von  Erzindfan  und
Fullitt  gerichteten  Angriffe,  denen  unsere  Trupreiu
  standhielten,  wobei  der  Feind  schwere  Verluste
  erlitt.

Aegyptische  Fronu:  Unsere  in  Richtung  Ron
maini  angesetzte  Erkundungsabteilung  erreichte
die  jeindliche  Linie,  richtete  trotz  heftiger  Beschie-#nung
  von  vier  Kriegsschiffen  an  der  Küste  von-Mouhammedie
  einen  kühnen  Erkundungsangriff
Legen  starte  seindliche,  aus  verschiedenen  Be-N#nden
  zusammengesetzte  Truppen  und  kehrte
dan  in  ihre  Stellungen  bei  Katia  zurück.  Hierourch
  ermutigt,  versuchte  der  Feind,  unsere  in
der  Umgebung  von  Katia  zusammengezogenen
Truppen  anzugreifen;  er  wurde  aber  unter
schweren  Verlusten  zurückgeworfen.  Einer  unserler
  Flieger  zwang  am  24.  Juli  ein  feindliches
Flugzeug  in  der  Gegend  von  Mouhammedie
um  Niedergehen  und  zerltörte  es.  Unsere
Ilugzeuge  belegten  erfolgreich  den  Hafen  von
Jemassia  und  dort  befindliche  Gebäude  mit
VBomben.  Feindliche  Reiterei,  die  am  22.  Juli
im  Dekilee  Aboudjera,  östlich  von  Suez,  angriff,
wurde  nack  achtstündigem  Kampfe  zurückgeschlagen.
  Gewehre  und  Bajonette  wurden  erbeutet
ge'.  Gewehre  und  Bajonette  wurden  erbeutet.

Der  ge  fährdete  Suecezkanal.

Basel,  3.  August.  Lloyds  in  London  teilt
durch  Börsenanschlag  mit,  daß  Transporlversicherungen
  für  die  Route  Port  Said-Aden
abermals  auf  unbestimmte  Zeit  nicht  mehr  angenommen
  werden.  (3.)

ihr  kam.

Es  muhte,  mußte  gehen

Sie  wollte  sich  gerade  zum  Schrelben  an
Edgar  niedersetzen,  als  draußen  die  Flurklingel
anschlug.

„Nur  teine  St#brung,“  dachte  Rellie  ungeduldig.
  „Und  hoffentlich  Wahl,  damtt  mein
alter  Herr  besserer  Laune  wird.“

Da  das  Hausmädchen,  wie  gewöhnlich,
„Gänge“  hDatte.  lam  die  Dietrich  mit  ihren
schlürsenden  Schritten  und  eidete  Peräuschvol
und  vor  Neugier  laum  sich  halt

„Herr  Wahl  und  eine  junge  Wee.  Sehr
groß  und  kräitig,  und  dicke  rote  Haarc.  ganz
eccht.  Und  so  besonders  sehen  sie  sich  a

Cornelie  Iprang,  lachend  auf,.  stieß  de  Alte
beiseite  und  lief  in  das  Vorzimmer.

ahl  und  Lotte  standen  Hand  in  Hand
und  blickten  ihr  erwartungsvoll  und  verlegen
entgegen.

„Darf  man
stürmich“

gratulieren?"  rief  Cornelie
ach  ja.  Fraulein,  Cornelie,“  sagte  Wahl
ganz  beiß  vor  Glück  ufregung,  und
streichelte  mit  scheuer  Zartcheit  Lottes  Hand.
ein,  wie  mich  das  freutl.  Cegen  Sie
ra  sch  ab  und  kommen  Sie  herein

Cornelie  half  Lone,  das  lange  schwarze,
unmoderne  Jackett  ab
„Der  alte  Herr  Augen  machen!  Wir
stöbern  ihn  natürlich  gus  selner  Höhle  anf.  Er
buch  r.  Gescheites  mehr  serüg  ohne

Lotte  sah  auf  ihren  Verlobten.  Dann
sie  i  e#  das  —
übermutt  r  wi  m  Cnde  nur  ihren

S  i#t  ihne
r*Wie’r  144  1  aeost  Fräuleln  Reimann  7“

 

—  RNachrichlen.

Köln,  August.  Zahlreiche  Familien  in
doliand  büen  ungefähr  tausend  Kinder  aus
Gana  und  Westfalen  eingeladen,  die  Ferien
in  Holland  zu  verbringen.  Zum  Teil  werden
diese  Kinder  bei  den  Familien  selbit,  zum  Teil
n  Ferienkolonien  untergebracht.  Während  der
lesten  14  Tage  sind  bereits  400  Kinder  der  Einung
  gefolgt  und  in  kurzer  Zeit  werden  weian
  400  erwartet.

Zürich,  8.  August.  die  „Stampa“  berichtet
  von  ausgedehnten  Waldbränden  bei  Savona,
die  am  Sonntag  noch  nicht  gelöscht  waren.  In
den  Besländen  der  Gemeinden  Vado,  Segno  u.
Quiliano  sind  die  Verheerungen  groß.  Der
Brand  brach  auf  dem  Berg  Costa  Lunga  aus,
und  während  die  Soldaten  zu  löschen  versuchten,
  brach  in  dem  benachbarten  Wald  von  Madonna
  delli  Angioli  ein  neuer  Brand  aus,  der
die  Zentrale  des  Savoneser  Elektrizitätswerles
in  Negri  sehr  gefährdet.  Die  Branoursache  ist
unbekannt.

Das  Alters-und  Invali  denheim  des
Deutschen  Flottenvereins.

Ueber  Ziel  und  Zweck  des  Deutschen  Flottenvereins
  hört  man  vielfach  irrige  Meinungen.
Diese  zu  widerlegen  ist  am  besten  der  Geschäftsbericht
  der  letzten  Hauptversammlung,  die  am
17.  und  18.  Juli  in  Berlin  stattjand,  geeignet.
  Recht  erfreulich  wäre  es,  wenn  er  zur
Folge  hätte,  daß  viele,  die  dem  Verein  bis
jetzt  sern  standen,  beitreten  möchten  und  gemeinschaftlich
  mit  den  bieherigen  „Mitgliedern
mitschaffen  wollten,  unseren  heldenmütigen
Mannschaften  der  Marine,  auf  die  wir  wirklich
  stolz  sein  können,  ein  Heim  zu  schaffen,  in
dem  sie  sich  an  Leib  und  Seele  erbolen  köm.
nen.  Ueber  dieses  Alters=  und  Iwalidenheim
  in  Eckernförde  machte  Konieradmiral  a.

.  Weber  nachstehende  Mitteilungen:

„Dieses  Alters=  und  Inralidenh##im  des  Deutschen
  Flotien-  Vereins  und  des  Floltenvereins
Deutscher  Frauen  rerspricht  eine  Zierde  der
ganzen  Gegend  ron  Eckernförde-Borby  zu  werden
  und  hat  sich  in  der  kurzen  Zeil  seines
Bestehens  scon  sehr  zahlreiche  Freunde  erworben,
  die  ihren  Beifall  durch  wertoolle  Spenden
von  Auoschmückungsgegenständen  zu  erkennen  gegeben
  haben.  Wenn  man  auf  dem  Bahhof
in  Eckernsörde  ankommt,  grüßt  schon  von  weitem
  das  auf  einer  Anhöhe  gelegene  prächtige
Heim  mit  seinem  statllichen  Aussichtsturm.  Passiert
  man  dann  das  hübsche  schmiedeiserne  Eingangstor,
  so  siebt  man  zur  Rechten  das  elektrisch
  betriebene  Pumxenhaus,  zur  Linken  steht
auf  halber  Höhe  gin  stählerner  Kriegeschiffsmast,
  zauf  dem  zurzeit  der  Stander  des  Deutschen
  Flotlenvereins  und  die  Rote-Kreuz-Flagge
wehen.  Dann  kommt  zur  linken  Seile  das
Gärtnerhaus,  das  als  erstes  sertiggavelltes
Haus  den  Namen  des  ersten  Spenders,  auf
dessen  Namen  der  Bau  des  Feimes  überhaupt
unternommen  worden  ist,  des  lärzlich  verstorbenen
  Oberschulrats  Busch  in  Dresden,  führt.
Daran  schließen  sich  einige  Wirtschaflagebäude
an  und  damnn  biegt  die  Auffahrr  wieder  nach
Süden  zurück  vor  die  Eingangstür  des  Haupigebändes.
  Dort  kommt  man  durch  ein  Veräumi-=ges,
  mit  Kacheln  schön  ausgeschmückles  Treppen-Paus
  nach  dem  Mittelgang,  an  dem  sich  nach
Süden  zu  die  Gesellschaftsräume  anschließen:
Es  sind  dies  die  folgenden:  Der  westiiche  Rundlurm
  gehört  zu  der  sogenannten  Plauderstube,
einem  Raum,  der  an  die  Schifferhalle

„Mein  allererusthaftester.  Und  ich  werde  es
Ihnen  leich  beweisen.  Den  Kontralt  muß  er
eder  herausrücken,  mein  Alter,  und  Zulage
hineinschreiben.  Eine  Famille  braucht  mehr,  als
ein  einzelner  Mann.“

„Aber  nein  Fräulein  Cornclie!“

„Aber  ja,  Herr  Menne  Wahl!  Stien  Sie
doch  nicht  #  furchtbar  unpraktisch  Er  tut's
gern,  mein  alter  Herr.  Ich  kenne  ihn,  wenn
er  Sie  nur  behält.  Oder  wollen  Sie  am  Ende
doch  die  Expedition  mitmachen?“  neckte  sie.

Sie  lachten  alle  drei.  Lote  sagie:

äter  mal,  wenn  wir  ordentlich  was
erarbente  haben,  wenn  Menne  Doktor  und
Vrofessor.  ist,  dann  wollen  wir  eine  Weltreise
machen,  Franlein  Reimann.

Damals  im  Sommer,  als  Sie  bei  uns  im
Garten  waren  und  von  Ihrer  Reise  durch  Tirol
erzählten,  da  hab’  ich  mir  schon  gesagt,  das
wäre  auch  etwas  für  dich,  gerade  der  Mühen
und  Strapazen  wegen,  mit  9enen  das  Schöne
und  Große  verbunden  ist.  Und  nun  soll  das
wirklich  *  in  Erfüllung  geher

as  starke  Mädchen  --  sich  innig
an  den  seinen,  schmächtigen  Mann.  Der  nahm
wieder  ibrt  Hand  und  slreichelte  sie  zäralch

belden  haben  ausgesorgk,“  bahts
neue  Eßnd  des  fremden  Glücks,  eun  lief
die  %  le  des  Lömwen  hin

ri  e  or  war  eitel  Fimwhen  V  t
hielt  er  Fseinen  dlatus  erst  Fus  halt  V—  e
Arbeitspläne  würden  sich  restlos,  hsht  Ein

verheirateter  Noun  #a  nicht  so  lel  t  mehr
auf  abenteuerll  elerrn.  as  hatte  ndkees
Nelmann  arrche  5.  eesseh

Gleich  Iin  der  *  14%  n  imeetgeiste
Cornelsie  ihrem  Vater  einen  kurzen  Urlaub  für

 

Klein-Mlassom  ab

in  Aülbeck  erinnert  und  jetzt  schon  einen  außerordentlich
  anheimelnden,  behaglichen  Eindruck
mach!  und  späterhin,  wenn  die  Zahl  der  Spenden
  sich  noch  erhöht  haben  wird,  3.  B.  an
Schiffsmodellen  und  dergleichen  zu  einer  Sehenswürdigkeit
  zu  werden  verspricht.  An  biesen
  Raum  2  sich  ein  Billardzimmer,  ein
Lesezimmer  und  eine  Bibliothek  an.  Der  Bibliotleksraum
  schließt  den  östlichen  Rundturm
ein  und  wird  zu  den  Sitzungen  des  Vorflandes
benutzt.  Nördlich  von  dem  Mittelgang  liegt
der  Speisesaal,  dessen  Fenster  auf  die  ersten
fünf  Einzelhäuser  sehen,  die  einen  großen  Hof
umschließen,  und  zwar  zur  Rechten  das  Kaiserhaus,
  zur  Linken  das  Haus  des  Flottenbundes
Deutscher  Frauen.  Diese  beiden  Häuser  sollen
  später  die  ällesten  unserer  Insassen  aufnehmen
  und  sind  darum  mit  einer  Glasveranda
mit  dem  Hauptgebäude  verbunden,  so  daß  die
alten  Zeute  nicht  das  Haus  verlassen  brauchen,
wenn  sie  zu  den  Mahlzeiten  gehen.  Weiter
schließen  sich  zur  Rechten  an  das  Haus  Sachsen,
liuls  das  Haus  Westfalen  und  abgeschlossen
usd  der  Hof  durch  das  Haus  Würllemderg,
das  einen  Glockenturm  trägt.  Das  ist  der  bis
jetzt  vorhandene  Bestand  an  Gebäuoen.  Zu
diesen  koll  nun  nach  dem  Kriege  eine  zweite
Serie  kommen,  auf  die  ich  nachher  noch  zu
sprechen  kommen  werde.

Nun  noch  einige  Wort  über  den  Speisesaal.
dessen  Wände  mit  Namen  und  Wappen  der
hauptsächlichsten  Stifter  der  Anfslalt  geschmückt
werden  sollen;  er  reicht  für  100  Pfleglinge
aus  und  macht  wie  alle  Räume  des  Hauses
einen  sehr  behaglichen  und  statllichen  Eindruck.
Les  Dachgeschoß  enthält  die  Wohnungen  des

Verwalters  und  des  übrigen  Hauspersonals.
Im  Erdgeschoß  lionen  Küche,  Vorratsräume,
Werkstätten  und  die  Mohnung  des  Hauswarts.

Jedes  der  Einzelhäuser  ist  derart  ringerichtet,
  daß  es  außer  dem  Zimmer  für  die  Wartefrau
  zehn  Zimmer  für  Pfleglinge  enthäll,  von
denen  neun  sür  je  einen  und  das  zehnte  für
zwei  eingerichtet  sind.  Die  Einrichtung  ut  gediegen.
  (Schluß  folgt.)

 

1  Hürchener  Neuigkeilen.

München.  8.  August.  Der  König  hat  dem
Geheimen  Kommerzienrat  Gabr.  Sedlmayr  in
Mänch  en  das  Ritterkreuz  des  Verdienstordens
der  Bayerischen  Krone  (womit  der  persönliche
Adel  verbunden  ist)  verliehen.

Bayerische  Nachrichten.

Weilheim,  8.  August.  Die  Steuerrevisorsgattin
  Aloisia  Absmeier  von  hier  ist  an  Blutrergiftung
  gestorben,  nachdem  sic  von  einem
Inselt  geslochen  worden  war.

Candshut,  8.  August.  In  geistiger  Umnachlung
  hat  sich  die  Frau  des  Gestütsoberaussehers
  Bauer  durch  Oeffnen  der  Pulsadern  getötet,
  nachdem  sie  vorher  dem  Zwiliingspaar  ihrer
  rerleirateten  Tochter,  zwei  Zjähr.  Mädchen,
erhebliche  Scbmittwunden  an  den  Armen  beigebrackt
  hatte.

Bamberg,  8.  August.

 

In  einer  Versammlung

  der  Fleischerinnung  wurde  der  einstimmige
Beschluß  gefaßt,  die  Fleischverkaufslage  um  weitere
  drei  Tage  in  der  Woche  zu  verlürzen.  Es
#n  nur  an

Samstagen  und  Sonntagen  vormit.
sch  zum  Verlauf  gebracht  werden

„Mit  Vergungen.  Gewiß.  Wenn  du  dich
daflit  verbürgst,  Rellie,  daß  Herr  Wahl  derweilen
keine  Zrnutsahrien  macht,  und  die  Dietrich  ein
Schloß  vor  den  Mund  bekommt.“

„Topp,“  machte  Nellie  und  hielt  ihrem  alten
Herrn  die  Hand  hin.

Auch  Lotte  seht  sich  dafür  ein,  daß  Wahl
während  der  nächsten  Tage  nicht  herauskam.
Es  sollte  bald  Hochzeit  gemacht  werden,  da
gab  es  mehr  als  genug  zu  schoffen,  und  die
Schule  durfte  auch  nicht  vernochlässigt  werden,
solange  ihre  Anstellung  noch  daue

Reimann  nickte  dem  hauertet  Mädchen
sreundlich  zu.

„Sie  sind  ein  tüchtiger  Kerl,  Fräulein
Heine.  Der  Herr  Wahl  mag  sich  gratulleren.
Dergleichen  wächst  heut  nicht  mehr  auf  den
Bäumen.  Aber  ann,  der  Lbsiten.  rnd
was  grreichen  wlil,  braucht  eine  solche

d  ich,  Fer  "  fragte  Cornelle  17

erihe-  Oipeont  r
setne  Tockiter  zärklich

    

 

      

Professor  *

an  und  gab  ihr  einen  hine  Back
„Du  bleibst  hübsch  bei  delnem  ei  e
Wie  soll's  ein  anderer  Mann  mit  dir  wohl

aushalten?“

ch  aber  dachte  er:  Wenn  sie  einen
ie  liebhat,  in  Gottes  Namen.  Was
kann  ein  Mädel  Besseres  tun,  als  glücklich

sein.  —  —  —

Nellie  tte  sich  für  den  nächsten  Vormittag
  bel  Pote,  antelephontert,  nachdem  sie
von  Edgar  telegraphischen  Bescheld  erhalten
daß  er  „nachmittags  in  Klein-Wlossom

Bei  si
findet,  der

er
an  *  Heir  Köhne  erwarteten  sie  auf

 

  

 

Sta  ,
Dilemma-.  Junaehllidiitimmnqu

und  zwar  darf  bas  Höchtauankun  das  an  eine
einzelne  Familie  abgegeben  wird,  1½  Pfd.  nicht
überfleigen.  Auf  diese  *m!64qv  *  die  Meger
die  Möglichkeit  für  gegeben,  daß  das  Gefamtpublikum
  —  dabei  wurde  insbesondere  auch  auf
den  kleinen  Mann  Rücksicht  genommen  —  wenigstens
  an  den  Samstagen  und  Sonntagen
mit  dlem  notwendigen  Fleisch  versehen  werden
lann.  An  sämtlichen  fleischsreien  Tagen  findet
in  allen  Läden  der  Verlauf  von  Fleischkonserven
statt,  von  welchen  noch  große  Vorräte  vo  handen
sind  und  die,  wie  in  der  Versammlung  lhe  rvorgehoben
  wurde,  von  ausgezeichneter  Qnalilät
sind.  4

 

 

 

Grenꝛlande.

Kufstein,  8.  August.  Am  Sonntag  fand  hier
eine  Beratung  deutscher  und  österreichischer  behördlicher
  Vertreter  zur  Regelung  des  Grenzverlehre
  während  der  Dauer  des  Krieges  statt.
Auf  Grund  der  Besprechung  werden  nunmehr
von  der  l.  k.  Bezirksbauptmannsheft  auch  den
Sommergästen,  welche  in  den  Gemeinden
Kufstein,  Thiersee,  Langlumpfen,  Niederndorf,
Niederndorferberg,  Rettenschöß,  Ebbs,  Walchsee,
  Erl  und  Buchberg  aufhalten,  zum  Zwecke
von  Aussflügen  und  Bergwanderungen  Erenzscheine
  ausgestellt,  welche  zum  Aufenthalte  im
Gebiete  der  bayer.  Gemeinden  Kiefersfelden,
Oberaudorf,.  Niederaudor  .  Brannenburg,  Degerndorf,
  Flintsbach,  Nußdors,  Neubeuern  und
Sachrang  berechtigen;  die  Dauer  der  Ausflüge
darf  aber  leinesfalls  mehr  als  Zmal  24  Stunden
  betragen.  Die  Grenzscheine  sind  bis  zu
acht  Tage  stempelfrei.  über  acht  Tage  ist  eine
Zweikronenstempelgebühr  zu  entrichten;  für  Angestellte
  der  Sommerfrischter  ist  der  Grenzschein
mit  einem  30.  Heller-Stempel  zu  versehen.  Als
Reisegepäck  darf  nur  das  für  den  Ausflug  benötigle
  Gepäck  mitgenommen  werden.  Für  die  Einleimischen
  werden  die  Grenzscheine  nunmehr
auch  fur  die  genannten  bayer.  Gemeinden  ausgestellt.
  Die  jedenfalls  allseitig  begrüßte  Grenzerleicktterung
  wird  auch  umgekehrt  den  bayer.
Ausslüglern  in  die  genannten  tirolischen  Gemeinden
  gewährt.

Bewerisches  Oberkunt.

MKolbermoor,  8.  Auzut.  Der  serfmmeifte
Anstadt  des  Tonwerkes  Kolbermoor  beheht

seiner  Gattin  Eleonore  am  10.  August  das  n
der  silbernen  Hochzeit.  Herr  Anstadt,  der  Fgin
angeseh  ener  Mitbürger  von  Kolbermoor  ist  und
seil  einer  Reihe  von  Jahren  auch  dem  Gemeindeausschuß
  angehört.  ist  schon  seit  seinem  14.
Lebensjahre  im  Tonwerk  tätig;  den  Posten  eines
  Torfmeisters  bekleidet  er  schon  länger  wie
ein  Vierteljahrkundert.  Dank  seiner  Pflichtkreuc
  und  seines  freundlichen  Wesens  erfreut  er
lich  allgemeiner  Beliebtheit.  Zu  seinem  Jubellag
  entbieten  wir  ihm  die  besten  Glückwünsche!

Au  bei  Aibling,  8.  August.  Ein  seit  mehreren
Tagen  zur  Erholung  hier  weilender  Eisenbahn.
selretär  aus  Müncken,  der  sehr  nervenleidend
ist,  wurde  in  die  Heilanstalt  Eglsing  verbracht,
weil  sich  sein  Zustand  verschlimmerte  und  Gemeingesährlichkeit
  zu  lefürchten  war.

 

 

Wetterbericht  für  Donnerstag,  10.  Auygust.

 
    

Keine  Aendexung.  .  —
iitorden,«iieiillieeisieiitnlgOanellsFtii
seiiteiiiLodennnniiiiitdeiictiiiettiuii  sen,
niiSdeiieiidiieiieiiliikiiinqebraniiteiieine

l)erooisnl)eii,inigegeiiipistiiig
ob.  Tante  Nellie.  Ich  bin  un  bald
ud  werde  arbeiten  für  z
lachte  das  Mädchen.

Haus  griff  nach  Köhnes  Hand.  „Herr  Köhne
sagt  so,  und  was  Herr  Köhne  sant,  ist  richtig.“
meinte  der  Junge  mit  großer  Energie,  „und
er  sagt  auch,  ich  müsse  früh  daran  denken,  wos
Tüchuges  zu  lernen,  um  Muim  alle  Sorgen
abzunehmen.  Frauen  sollten  keine  Sorgen
haben,  das  wäre  Männersache!“

echt  hast  du.  Junge,“  sagte  Cornelle
und  sinich  ihm  über  die  blonden  Locken,  die
unter  der  kleinen  Kappe  Vervorfahen,  —

Sie  gingen  die  gut  gehaltene  Straße
zwischen  den  beschneiten  v  den  Knaben
zwischen  sich.

Erst  jetnzt  sah  Cornelic  zu  Köhne  hinüber.
Trogß  den  frischen  Farben,  die  die  Hochgebirgslust
  ihm  ausgelegi,  sah  er  müde  und  abgespann:
  aus

„Ihnen  scheint  St.  Moritz  nicht  #o  gutgelan
  zu  haben  als  dem  Jungen,  Herr  Köhne?"

9.  ühle  mich  ganz  wohl,  gnäblees
Fräulein

bhein.,  chutee  wleder  einmal  mit  au-Enereus

  um

#K  7

ehnrn  ist  beiratz,  rn,
sagte  #  unb  ümmert.  „M

nicheso  keli  als  sonst,  als  6
ietzt  ist  sse  all  die  Tage  gar  nicht  ein  #g
tusttig.