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stolz machte, vergaß nie selbst im Augenblicke der genauesten
Verbindung mit Schweden und im versuchendsten Momente,
mit Frankreich so genau sich zu alliiren als Amalia Elisabeth
von Cassel that, daß er bloß Vertheidigung seines
Landes und seiner Rechte zum Zweck habe.
Wie schwer war's aber nicht in einem Zeitpunkte, da
Neutralität eben so verhaßt war als ehedem zu Athen, mit
einer so kleinen Macht, die sich höchstens auf 6000 Mann
belief, gerade nur so weit in Verbindung mit Schweden
und Frankreich zu treten, als zur eigenen Vertheidigung
nothwendig war, und gerade nur so weit vom Kaiser sich
zu entfernen, als Behauptung seiner Rechte erfoderte. Frankreich
und Schweden hielten für Alliirtenuntreuc, was
bloß planmässiges Zurückbleiben bei gemeinschaftlichen Unternehmungen
war, der Kaiser war beleidigt, ohne daß man
sich ihm furchtbar genug gczeigt hatte, und die Landstände
sagten laut genug untereinander, daß Hergog Georg das Hildesheimische
billig restituiren sollte, daß wahrscheinlich mit
der Restitution des Hildesheimischen die Gnade des Kaisers gewonnen,
der Friede leicht genug erkauft werden würde daß es
einem redlichen Patrioten wohl einfallen dürfte, ob denn das
Fürstenthum Calenberg selbst gewinne, wenn auch sein Herzog
den größten Theil des Hildesheimischen behaupte.
Selbst der neue Canzler D. Stuck, den damals Engelbrechts
Tod in volle Würksamkeit setzte, bei aller Herzhaftigkeit
seines Charakters, so gut auch Saloius seine
schwächste Seite zu fassen gewußt hatte 5), gericth in ein
N) Beide Theile sowohl die Kaiserlichen als die Schweden sparten
kein Geld um die Räthe Herz. Georgs zu gewinnen. So bat
sich General Götze vom Kaiser 30, ooo Th. aus, um einen oder
den anderen Rath zu bestechen. s. Pulend. I. c. p. 288. Canzler
Stuck erhielt von Salpius nicht allein eine goldene Kerte