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g 24.
Schweineseuche und Schweinepest.
(1) Der aus den Seuchenställen entfernte Dünger nebst Streu, Futterresten und dergleichen
ist zu packen (§ 14 Abs. 1 Nr. 1). Ist das Packen des Düngers, der Streu und dergleichen nicht
durchführbar, so sind diese Stoffe zu sammeln und zu verbrennen oder wie die Kadaver gefallener
oder getöteter Tiere zu vergraben. Durch Verbrennen oder Vergraben sind auch die beanstandeten
Teile geschlachteter seuchenkranker Schweine und die Schlachtabfälle einschließlich des
Wassers, das zum Abwaschen des Fleisches und der Eingeweide benutzt wurde, unschädlich zu
machen.
(2) Die Stallgänge, die Plätze vor den Stalltüren und Gehöftseingängen sowie die Wege
an den Ställen und auf dem Hofe sind während des Herrschens der Schweineseuche oder
Schweinepest mindestens alle 8 Tage zu reinigen und mit dünner Chlorkalkmilch oder mit
6 prozentigem Kresolwasser zu desinfizieren.
(3) Gerätschaften, Fahrzeuge, Behältnisse und sonstige Gegenstände müssen, soweit sie mit
den kranken oder verdächtigen Tieren oder mit deren Abgängen in Berührung gekommen sind,
desinfiziert werden, bevor sie aus dem Gehöfte herausgebracht werden.
(1) Bei der Schlußdesinfektion sind die Ortlichkeiten, an denen sich seuchenkranke oder der
Seuche verdächtige Schweine befunden haben (Ställe mit den Nebenräumen wie Futterküchen,
Tummelplätze, Hofräume, Sprungplätze, benutzte Marktplätze und Ladestellen usw.), die zur
Wartung und Pflege und zur Schlachtung kranker oder verdächtiger Tiere benutzten Geräte
(Eimer, Gabeln, Schippen, Schlachttröge usw..), Fahrgeräte und Schleifen, auf denen Kadaver,
Streu, Dünger und andere Abfälle befördert worden sind, Kleider und Schuhzeug des
Wartepersonals, Futtersäcke und sonstige Gegenstände, die mit kranken oder der Seuche
verdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind oder von denen sonst anzunehmen ist,
daß sie den Ansteckungsstoff enthalten, zu reinigen und zu desinfizieren. Hierbei ist
den durch Kot, Urin und Blut kranker oder der Seuche verdächtiger Tiere verunreinigten
Gegenständen besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Wühlplätze sind nach Reinigung
von Kot und Streu und, wenn möglich, nach Abtragung der oberflächlichen Erdschicht
ausgiebig mit dünner Chlorkalkmilch oder mit 6 prozentigem Kresolwasser zu tränken,
sodann durch Hacken und Rechen oder durch Eggen zu ebnen und wiederholt ausgiebig
mit den genannten Desinfektionsmitteln zu behandeln. Neu in die Gehöfte eingebrachte
Schweine sind möglichst lange von den Wühlplätzen fernzuhalten. Abgegrabene Bodenoder
Erdschichten sind zu vergraben oder auf Feldern unterzupflügen, die Schweinen nicht
zugänglich sind.
(5) Die Desinfektion der Ställe und sonstigen Standorte seuchenkranker oder der Seuche
verdächtiger Tiere hat nach den Bestimmungen des § 14 zu erfolgen. Als Desinfektionsmittel
sind dünne Chlorkalkmilch oder 6 prozentiges Kresolwasser zu verwenden.
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25.
Rotlauf der Schweine einschließlich des Nesselfiebers
(Backstein blattern).
(1) Die Reinigung und die Desinfektion beim Rotlauf umfassen in der Regel den Standplatz
der seuchenkranken oder der Seuche verdächtigen Tiere, bei gehäuftem Auftreten nach dem
Ermessen des beamteten Tierarztes bestimmte Abteilungen des Stalles oder den ganzen Stall,
ferner die Ausrüstungs-, Gebrauchs= und sonstigen Gegenstände, die mit den kranken oder der
Seuche verdächtigen Tieren, deren Ausscheidungen, Kadavern oder Kadaverteilen in Berührung
gekommen sind. Standplätze sind sofort nach der Entfernung der seuchenkranken oder der
Seuche verdächtigen Tiere zu reinigen und zu desinfizieren, Stallteile oder der ganze Stall
sofort, wenn der gesamte Schweinebestand gefallen, getötet oder entfernt worden ist, im übrigen
6 Tage nach Ablauf des letzten Krankkheitsfalls.
(2) Die Desinfektion erfolgt nach § 13. Zur Desinfektion können sämtliche im § 11 Abs. 1
bezeichneten Desinfektionsmittel verwendet werden.
g 26.
Geflügelcholera und Hühnerpest.
(1) Die Ställe und sonstigen Aufenthaltsorte kranker oder der Seuche verdächtiger Tiere,
Käfige, sonstige Behältnisse und Transportmittel, Auslaufhöfe einschließlich etwa vorhandener
Schwimm= und Badevorrichtungen, Stallgeräte und sonstige Gegenstände, die mit den kranken
oder der Seuche verdächtigen Tieren, deren Ausscheidungen, Kadavern oder Kadoverteilen
in Berührung gekommen sind, sowie Schlachtstellen sind zu reinigen und nach den Vorschriften
des § 14 zu desinfizieren. Zur Desinfektion können sämtliche im § 11 Abs. 1 bezeichneten
Desinfektionsmittel verwendet werden.
(2) Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Ausscheidungen der kranken oder verdächtigen
Tiere und Blut, das bei der Tötung abgeflossen ist. Diese Abfallstoffe sind sorgfältig zu sammeln
und ebenso wie die Streu, der Dünger, Kot, Federn, Futterreste, die von ungepflasterten Fußböden
und Auslaufhöfen entfernten Erdschichten und alle geringwertigen Gegenstände, die mit
Kot oder Blut verunreinigt sind, mit den Kadavern zu vergraben oder zu verbrennen. Durch
Vergraben oder Verbrennen sind auch die beanstandeten Teile geschlachteter seuchenkranker
oder der Seuche verdächtiger Tiere und sonstige Schlachtabfälle unschädlich zu machen. Abfälle,
deren Beschaffenheit die Verbrennung nicht gestattet, müssen gesammelt, mit der gleichen
Menge Kalkmilch gut durchmischt und hierauf vergraben werden. Auslaufhöfe sind möglichst
nach Entfernung der oberflächlichen Bodenschicht, Schwimm= und Badevorrichtungen auf den
Auslaufhöfen nach Entfernung des Wassers mit dicker Kalkmilch zu begießen. Das Wasser in
Schwimm= und Badevorrichtungen ist 24 Stunden vor dem Ablassen wie Jauche (§ 14 Nr. 2
Abs. 1) mit Kalk oder dicker Kalkmilch zu versetzen.