Der Satzton. 15
Ein einsam hülflos Älter, ja vielleicht
Verwegnen Aufstand und frühzeit'gen Tod.—
O überlaß ihn nicht sich selbst, damit
In seinem Busen nicht der Unmut reife
Und dir Entsetzen bringe, du zu spät
An meinen treuen Rat mit Reue denkst. —
Du nahmest teil an meinen tiefen Schmerzen,
Als mir das Schwert der Feinde meinen Sohn,
Den letzten, besten von der Seite ri.
Doch jetzt, da ich befriedigt wiederkehre,
Ihr Reich zerstört, mein Sohn gerochen sst,
Bleibt mir zu Hause uichts, das mich ergötze.
Wie tröstlich ist es einem Freunde
Ein klein Geschenk zu geben, sei es nur
Ein neuer Mantel oder eine Waffe.
Die wahre Freundschaft zeigt sich im Versagen
Zur rechten Zeit, und es gewährt die Liebe
Gar oft ein schädlich Gut, wenn sie den Willen
Des Fordernden mehr als sein Glück bedenkt. —
Du übernimmst die spanischen Regimenter,
Machst immer Anstalt und bist niemals fertig,
Und treiben sie dich gegen mich zu ziehen,
So sagst du Ja und bleibst gefesselt steh'n.
Er ist herein. Ihn führte sein Verhängnis.
Der Rechen ist gefallen hinter ihm,
Und wie die Brücke, die ihn trug, beweglich
Sich niederließ und schwebend wieder hob,
Ist jeder Rettungsweg ihm abgeschnitten. —
Wenn du geglaubt, ich werde eine Rolle
In deinem Spiele spielen, hast du dich
In mir verrechnet. —
Ich rechnete auf einen weisen Sohn,
Der die wohlthät'gen Hände würde segnen,
Die ihn zurück vom Abgrund ziehn — und einen
Verblendeten entdeck' ich, den zwei Augen
Zum Thoren machten, Leidenschaft umnebelt,