Full text : Gesetz- und Verordnungs-Blatt für das Königreich Bayern. 1916. (43)

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Nr.  23/1149
P  H2.

 

Bekanntmachung,  die  Postordnung  für  das  Deutsche  Reich  vom  20.  März  1900  betreffend.
fl.  Staatsministerium  für  Verkehrsaugelegenheiten.

Nachstehend  wird  eine  auf  Grund  des  8§  50  des  Gesetzes  über  das  Postwesen  des
Deutschen  Reichs  vom  28.  Oktober  1871,  demnach  auch  mit  Gültigkeit  für  den  Postverkehr
zwischen  Bayern,  dem  Reichs-Postgebiet  und  Württemberg  erlassene  Verordnung  des  Reichskanzlers
  vom  16.  April  1916,  betreffend  Anderung  der  Postordnung  für  das  Deutsche
Reich  vom  20.  März  1900  (GVl.  Nr.  18  vom  31.  März  1900),  bekanntgegeben.

München,  den  26.  April  1916.

J.  V.
Staatsrat  v.  Endres.

SKekanntmachung,  betreffend  Anderung  der  Postordnung  vom  20.  März  1900.
Vom  16.  April  1916.

Auf  Grund  des  8§  50  des  Gesetzes  über  das  Postwesen  vom  28.  Oktober  1871  (Reichs-Gesetzbl.
  S.  347)  und  des  §  3  Abs.  2  des  Gesetzes,  betreffend  die  Erleichterung  des  Wechselprotestes,
  vom  30.  Mai  1908  (Reichs-Gesetzbl.  S.  321)  sowie  auf  Grund  der  Bekanntmachung
  des  Bundesrats  vom  13.  April  1916  (Reichs.  Gesetzbl.  S.  273),  betreffend  die
Fristen  des  Wechsel=  und  Scheckrechts  für  Elsaß-Lothringen,  wird  die  Postordnung  vom
20.  März  1900  wie  folgt  geändert.

1.  Im  §  18  a  „Postprotest“  erhält  der  Abs.  v  unter  B  und  C  folgende  Fassung:

B.  Postprotestaufträge  mit  Wechseln,  die  in  Elsaß-Lothringen  zahlbar  sind,
werden  erst  an  folgenden  Tagen  nochmals  zur  Zahlung  vorgezeigt:
a)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  in  der  Zeit  vom  30.  Juli  1914
bis  einschließlich  28.  Juli  1916  eingetreten  ist,
am  31.  Juli  1916;
b)  wenn  der  Zahlungstag  des  Wechsels  am  29.  Juli  1916  oder  später
eintritt,
am  zweiten  Werktage  nach  dem  Zahlungstage.