Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Mumiiter  16

—
sollte.“  Der  Hilsekreuzer  hatle  eine  äußere  Erscheinung,
  die  ein  Verwechseln  mit  einem  öilerrichischen
  Kreuzer  leicht  erklärlich  erscheinen

uhl.  (1  -  r„
Los  Batsssunterm  hmen.

Zur  Vesetzung  Castelloriz?e.

Sofia,  13.  Jan.  Wegen  der  Berebu###  der
Insel  Castellorizo  sind  zwischon  Iialien  einerseits,
  England  und  Frankreichs  anderereils,
cemite  Meinungsverschiedenheiten  entstaniden.
Ilalien  erhob  bei  Kriegsbeginn  Anspruch  zanr
Castellorizo  und  erhielt  auch  eine  bezügliche  J./
sage.  Es  verlangt  jetzt  die  Ablösung  der  an.
rosischen  Truppen  durch  italienische.  Das  Balsanlommando
  der  Entente  stimmte  unter  der
Gedingung  zu,  daß  Italien  sich  tatkräftig  an
der  Salonikiaktion  beteilige,  was  Cadorna  ablehnte.
  Die  „Kambana“  glaubt,  der  Bierverl
  md  werde  an  der  Castellorizofrage  zerschellen.

Ein  englischer  „Witz“.

Verlin,  18.  Jan.  Das  edle  England  und
diee  danktaren  Griechen.“  Der  englische  Zeii
  st«--—dte11ltooltLoldlsuhtmqtnnlckdcsn16
muar  folgende  Nachricht:  „Ein  Telegramm
G.  „  Sidnen  meldet.  daß  eine  große  Anzahl  von
riechen  um  die  Erlaubnis  nachsuchten,  mit  den
“  Maraliern  dienen  zu  dürfen,  um  so  eine  lleine
Cttscklädigung  für  die  edle  Weise  zu  bieten,  mit
u##  England  Griechenland  beiftand.“  Die
re8  ichricht  wird  einen  Heiterleitserfolg  arsee
½  den  manches  Witzblatt  den  englischen  Jei—-n
  ugsdienit  von  Poldhu  beneiden  wird.

A  a

„U#o  Turcl  iin  Belltties

Ein  Armeelefehl  auf  Gallipoli.

Berlin,  18.  Jan.  Im  englischen  Lager
ren  Sed-ul-Bahr  wurde  ein  gedruckter  Befehl
funden,  der  in  lleversetzung  folgendermaßen
Ite:  „Armeebefehl!  Besonderes  Hauptartier,
  den  21.  April  1915.  Soldaten  Frankechs
  und  des  Königs!  Vor  uns  liegt  eine
r  mi  Ssgare.  die  ohne  Vorga:  ig  im  heutigen  Kriege
i:  .  Zusammen  mit  unseren  Kameraden  von
der  Flolle  sind  wmir  im  Begriff,  die  Landung
**“'’  der  ofsenen  Künte  angesichte  von  Stellungen
czwingen,  die  von  unseren  Feinden  unein-Ankar
  genannt  werden.  Die  Landung  wird
"!  Gottes  und  der  Flotte  Hilse  erfolgreich
uregeführt  merden.  Die  Stellungen  werden  erurmi
  und  der  Krieg  einem  tuhmvollen  AbjHluß
  näher  gebracht  werden.  „Denlt“,  so  sagte
Kichener,  als  er  euerem  Oberbefehlshaber  Leberahl
  sagte,  „denlt,  eines  Tages  werdet  ihr
eren  Fuß  auf  die  Halbinsel  Gallipoli  setzen.
zr  müßt  die  Sache  durchfechten  bis  zum  Ende.
ie  ganze  Welt  wird  auf  ener  Dordri#ngen
iscken.““  Laßt  und  würdig  erweisen  der  großen
Vligaben  unserer  Waffen,  die  man  uns  anurtraut.
  John  Hamilton.  General.“  „Die
dinze  Welt  wird  auf  euer  Vordringen  bliden“,
gte  Kitchener  damals,  jetzt  sagt  A#quith  in
ner  Unterbausrede  vom  10.  Januar  über
zn#  kläglichen  Rückzug  von  Gallipoli:  „Diese
Internehmung  in  Verbindung  mit  dem  früheren
üdkzug  von  Surla  und  Anzas  ist  ohnegleichen
der  Geschichte  der  Armee  und  Marinc;  sie
urdient  die  tiese  Dankbarkeit  des  Königs  und
i§  Landes  und  wird  einen  unwergänglichen
latz  in  der  englischen  Geschichte  einnehmen.“
*  gilt  also  wieder  einmal  der  alte  Grundsatz:
Sie  Kriegskunft  ist  veränderlich.

enn  der  rante  snen  #u  Zeenug  34  haben,

und  er  le  zaalt  e  wie  ein  Kalis.
um  vier  Uhr  saß  CErika  In  ihrem

Ungeiahr
elt  und  machte  ein  paar  veripes  *-  Eintragungen
  in  ihr  Neizetagebuch.  Da  Vurn

errpürte,  ries  sie  einen  Diener  und  beniefint
mm.  i#  eine  Flasche  Sodawalser  zu  pbolen.
inige  Minuten  spaier  vernahm  se  ein  Stolpern.
un  Nlirren  und  einen  lauten  arabischen  Austf.
  Der  Mann  war  über  einen  der  Pflöcke
e  straucheit,  die  die  Zellleinen  festhielten.  Das
#innkglas  war  zerbrochen,  aber  die  Flasche  war
mireriehrt,  denn  mit  bewunderungswürdiger
eichickliczkein  hatte  der  Araber  sie  im  Fallen
zieder  auigesangen.  Erika  rief  ihm  in  seiner
prache  eines  der  ireundlichen  Worle  zu.  die
ue  sich  für  den  Verlehr  mit  der  Dienerschaft
ngepragt  hatie.  Aber  mit  Erstaunen  sah,  %%
daß  der  Mann  sich  nur  auf  die  Knie  auf.
hrrichlet  hatte  und  in  dieser  Stellung  mit  allen
enzeichen  des  furchtbarsten  Entsetzen  zum
Fimmel  ausblickte.  Gleichzeitig  wurde  sie  ce
mahr,  daß  im  ganzen  Lager  gioße  Aufregung
ud  Unruhe  zu  herrichen  ichien.  Sie  erblickte
dlderall  Gruppen  von  Europüern  und  Einceborenen,
  die  lebhaft  sprechend  und  gesu-IBexend
  beieinander  standen,  während  aller
en  nur  auf  einen  einzigen  Punkt  am
rördlichen  Himmel  gerichtet  schienen.  Auf  alle
Veüchiern  lag  ein  Ausdruck  —  wenn  dicht
es  Schreckens,  so  doch  des  größten  Erstaunen?.
de  Neger  allerdings  lagen  zumeist  auf  den
nnien.  Einige  hatten  sich  sogar  in  ihrer  ganzen
zange  auf  den  Boden  zerdergeworfen  und
sieten  steinerweichende  Kla  ne  aus,  wie
keenn  sie  die  fürchterlichsten.  Sheagen  zu  leiden
en.

Kein  Wunder,  daß  sich  Erika  durch  alle  diese

 

 

W3#l  M#

Deie  Elugang  zur  griechischen  Kommandantue  in  LColonik.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Polluische  Kundschau.

Trennung  des  Mecsnerdienstes
vom  Schuldienst.

„Der  Abg.  Dr.  Wohlmuth  (Ztr.)  stellt  in  seineim
  Bericht  zum  Kultusgetat  an  den  Finanzausschuf
  den  Antrag:  „Die  K.  Staatoregierung  sei
zu  erguchen,  in  tunlichster  Bälde  die  obligatorische
Tremnung  des  Mesnerdienstes  vomn  Schuldienite
herbei#führen.“

Eine

Im  Reichotag  hat  sich  eine  neue  Fraktion  unter
  dem  Namen  „Deutsche  Fraltion“  ausgetan.
Es  handelt  sich  um  den  Zusammenschluß  von
12  Frei-  Lonserpativen  mit  6  Mitgliedern  der
wirtichaftlichen  Vereinigung,  2  Mitgliedern  der
Deutschen  Reformpartei,  5  Deutsch  Hannoveranern
  und  2  bayerischen  Bauernbündlern  und
mit  dem  Grafen  Posadowski.  Politische  Bedeutung
  hat  diese  Neugründung  nicht.  Es  handelt
sich  wie  seinerzeit  auch  bei  der  Wirtschastlichen
Vereinigung  um  einen  Zusammenschluß  kleinerer
  Gruppen  aus  politischen  Gründen,  um  eine

wirksamere  Vertretung  bei  der  Besetzung  der
Nommusgienen.  zu  erlangen.

Der  „wilde“  Liebknecht.
Wie  die  Blätter  melden,  teilte  der  *-Lielknecht
  dem  Reichstagsbureau  mit,  daß  e
aus  der  Liste  der  soz  Faldemolratischen  Fraklioen.
mitglieder  gestrichen  sei  und  in  die  Liste  der  keiner
  Fraktion  angehörenden  Reichstagsabgeordneten
  eingetragen  zu  werden  wünsche.

meuce  Fraktion  im  Reichstagc.

Aus  der  sojzialdemokratischen
artei.

Aus  dem  „Vorwärts“  erfährt  man,  daß  die
Landeskommission  der  sozialdemokratischen  Par-Preußens,

  die  am  13.  und  15.  Januar
tagte,  einen  Beschluß  angenommen  hat,  in  dem
Uu.  a.  heißt:  Die  Landeslommission,  nach
dem  Staint  zur  Führung  der  Parteigeschärte
Sozialdemokratie  Preußtens  berusen,  lann
der  von  der  Minderheit  der  Landtagesrallion
beschlossenen  Erllärung  zum  Kriege  nicht  zu.
stimmen.  Sie  billigt  die  Haltung  und  Politit
der  Reichstagsfraktion  und  spricht  die  beilimmite
Erwartung  aus,  daß  seitens  der  Landtagsfraktion
  nichts  geschieht,  was  geeignet  märe,
die  Politik  der  Reichstagsfratlion  zu  durch.
kreuzen.

—
*

senderbaren  elnnehmungen  in  hohem  (Grad
beunruhigl  ##uhit.  and  auf  und  tra:  an
die  Zeltlölmnnnn.  In  einer  Cm'ernung  nan
ungesahr  drechin  Schritten  erblioze  sse  Hoimstetlen,
  dessen  Gesi.hlenfalls  underwandt  dem
nördlichen  bimmel  zugelehrt  war,  in  desen
Mienen  sie  nber  zu  ihrer  Veruhigung  nichts  als
höchstens  einen  Ausdruck  ersitaunten  Interesses
zu  lejen  vermockte.

„Wa:  gibt  es  denn  so  Außcrordentliches.

Herr  von  Hoimsteuen:“  rlef  sie  binüber,  und
er  wandte  sich  sogleich  nach  irr  um
„Eine  herrliche  Nata  Morgana.  qnädiges

Fräulein.“  gab  er  zurick.  „Sie  müssen  her.
tommen,  sie  ebensallo  zu  bewundern

Alle  Betorgs  war  dircch  dsese  Auzlunis
mit  einem  Schlage  von  ihr  gewichen.  Wenn
auch  soltsame  Luftspiegelungen  nicht  gerade  zu
den  alltäglichen  Reiseerlebnissen  gehörten,  so
hatten  sie  während  der  leyten  Wochen  doch
schon  wiederbolt  Gelegenheit  gehabt,  sich  an
ihnen  zu  ergatzen,  und  dire  begriff  nicht,  wie
gerade  die  heutige  für  die  Eingeborenen  ein
Gegenstand  so  gr,se  Schreckens  sein
onnte.

Rasch  war  sie  an  Holmstettens  Seite.  Aber
das,  was  sie  sah,  machte  auch  sie  für
einen  Moment  in  grenzenlose-inc-spinnennet-·
Inswnn

Während  sie  in  ihrem  Zelle  gLeschrieben
hatte.  mußte  sich  in  der  Atmoiphare  eine  eigentümliche
  Veränderung  vollzogen  haben.  Ein
ganz  seiner  dunstartiger  Nebel  war  an  die
Steue  der  frühyeren  Klarbe#n  gelreiten.  Gegen
Norden  bin  aber  wurde  dieser  Nebel  erheb.
lich  dichter  und  hatte  sith  wie  ein  leuchtender,
nuch  immer  halb  durchlicblige:  Schleier  bis  zur
Cide  hera#en:„  mie  Eitka  c#  ahnlich  schon

 

Kriegslagung  des  Reichstages.

Ver  lin,  17.  Januar.
Der  Reichstag  int  heute  bis  zum  15.  März
vertagt  worden.  Schon  über  die  Bedeutung
der  Vertagung  entspann  sich  eine  grundsätzliche
Auveinandersegung.  in  der  die  Vertreter  der
ülermiegenden  Mehrheit  des  Reichstages  ihren
Bedenken  gegen  die  kurzen  Kriegstagungen  Ausdruck
  gaben,  wobei  sie  vor  allem  darauf  hinwiesen,
  daß  bei  der  Beschränkung  der  offentlichen
  Meinung  durch  die  Zenfur  es  umso  notiger
  erscheine,  daß  menigstens  das  Parlament

in  seiner  Kritik  der  Vorgänge  und  der  Vor#

lagen  besonders  auf  dem  Gebiet  neuer  Seuern
nicht  auch  noch  zeillich  beschränkt  werde.  In  der

Delatie  ließen  die  Redner  der  meisten  Parteien
gegen  eine  Durchpeitschung  des  Etats  lebhafte
Akneigung  erkennen.

Dann  folgte  die  JZensurdebatte,  die  sofort
mit  großer  Heftigkeit  einsehte.  Der  sozialdemokratische
  Atgeordneie  Dittmann  übte  schwerste
Kritik  in  einer  Form,  die  ihn  mehrmals  mit
dem  Präsidenten  in  Konflilt  bringt.  Auch  der
Zentrumsabgeordnete  Gerienberger  wandte  sich
gegen  die  Ausdehnung,  die  die  Zenfur  angenommen
  bhat.  Eit  mabpolle,  aber  wirksame  Rede
vielt  der  so;  zialdemokratische  Abg.  Heine.  Nicht
minder  kraftig  traten  der  fortschrittliche  Abgeordnete
  Fischeck  und  der  nationalliberale  Red-#ner
  Dr.  Stresemann  für  die  Freiheil  der  Presse
ein.  Die  verschiedenen  Abgeordneten  teilten  zu
den  schon  früher  belannten  noch  eine  stattliche
Reibe  neuer  Fälle  von  Uebergriffen  und  anderen
Iilnbegreiflichteiten  unter  der  Herrschaft  des  Beiagerungemstandes
  mit:  Dr.  Streiemann  und
Alg.  Heinc  befürworteten,  daß  auch  die  Kriegs-#iele
  frei  erörtert  werden  dürfen.

Die  beiden  liberalen  Parteien  brachten  im
Laufe  der  Sitzung  einen  Antrag  ein,  den  Reichskanzler
  zu  ersuchen,  dem  Reichstage  eine  Vorlage
Ju  machen,  die  nater  Auirechterhaltung  des  Be-#iagerungemustandes
  Schun  gegen  Mißbrauch  gemährt.
  Dr  Amrag  wurde  an  den  Hauptansschuß
  verwiesen.

Von  der  Regierung  ergriff  nun  der  Ministeialdirektor
  des  Reichsamts  des  Junern  das
NVort.  Aus  seinen  Darlegungen  sci  hervorgebohan,
  daß  die  Regierung  eine:  Vorlage  vorbereite.
wonach  die  Gemerlschaften  lunsfrtig  nicht  mehr
als  polilische  Vereine  gelien  sollen,  soweit  sie
ihre  Tätigkeit  auf  wirtschaftliche  und  soziale
Zwede  beschränke.  Weiter  erllärte  der  Regierungsvertreter:
  In  leiner  Weise  wird  beab-!
  tigt.  die  sachliche  Erörterung  der  Steuerproclle

  ir  gendui  ie  zu  leschränlen.  Die  Zenfur  befraanen
  wir  lediglich  als  ein  notnendiges  Uebel,

5

Donnerstag,  20.  Januar  1910

Im  übrigen  ist  aber  das  Ergebnis  der  großen
un  teilweise  erditterten  Debatte  nicht  groß.
Als  Schluß  der  Debatte  beantragt  und  angenommen
  war,  meldete  sich  wieder  Dr.  Liebknecht;
er  wurde  aber  „zugedeckt“.

Schließlich  wurden  die  Resolutionen  teils  angenommen,
  teils  an  den  Hausbaltsausschuß  zurüdvermiesen,
  die  der  Sozialdemokraten  betr.
Authebung  des  Belagerungazuftandes  abgclehnt.
Nach  einer  mit  lebhaftem  Beifall  ausgenommenen
  Ansprache  des  Präsidenten  verlas  Staatsselretär
  Dr.  Delbrück  eine  kaiserliche  Verordnung,
  durch  die  der  Reichstag  bis  15.  März
vertagt  wird.  Mit  einem  Hoch  auf  den  Kaiser
und  das  deutsche  Vaterland  ging  man  auseinander.


Kriegstagung  des  Bayer.  Landlags
Die  Minderung  des  Malzaufschlags.

Abg.  Stang  (#r.)  hat  seinen  Bericht  über
den  Etai  der  Verwaktung  der  Zölle  und  indirekten
  Steuern  für  die  Jahre  1915  und  1917
an  den  Finanzaueschuß  abgeliesert.  Die  Summe
der  in  dem  Jahresvoranschlag  für  1916  17  angeiehten
  Einnahmen  beträgt  63  404  530  Mft.,

die  Summe  der  Ausgaben  22  0163  5614)  Mk.,
so  daß  eine  Reineinnahme  von  41  400  970  Mk.
verbleibt.  Gegenüber  dem  Budgetbetrage  für
1914  15,  der  sich  auf  18  100,  510  Mk.  belief,
crgit  sich  somit  eine  Mindereinnahme  von  Mk.

759  54½.  Dieie  Schmalerung  der  Einnahmeere:
  um  rund  #8  Millionen  Mark  ist
vormiegend  in  dem  Rückgange  des  Erträgnisse
aus  dem  Malzaufichlag  begründet.  Dos  Sin:
ken  der  Einnahmen  aus  dem  Malzaufschlag  steht
in  ursächlichem  Zusammenhang  zum  Teil  mit
der  ungunftigen  Witterung  während  der  Sommermonate
  der  Jahre  1912  und  1913,  zum
Teil  mit  der  durch  das  1  arniederliegen  der
Bautätigkeit  verursachten  Ungunft  der  Wirtschaftslage.
  Auch  die  immer  breiteren  Boden
gerwinnende  Abninenz=  und  äßigkeitsbewe.
gung,  sowie  die  stärkere  Ausnützung  des  Mal-2es
  und  die  Heradsetzung  des  Stammwürze
gebaltes  dürften  diesen  Rückgang  verschulden.
Das  Ergelnis  des  Malzausschlages  belief  sich

 

im  Jahre  1912  auf  5044.1040  Mk.,  im  Jahre
1913  auf  53  ½04547  Mk.  und  im  Jahre  1915
auf  55  626  881  Mk.  Jri  Etat  für  die  Jahre

191E  17  in  das  Ertragnis  aus  dem  Malzaus#
schlag  mit  570/1000)  Mk.  -  das  ist
um  3  Millionen  weniger  als  im  leyien  Etart.
Dieser  Minderung  der  aus  dem  Malzausschlage
zu  erzielenden  Einnahmen  steht  eine  Minderung
der  Ausga#en  gegenüber,  insofern  infolge  des
zu  erwarlenden  Ruckganges  der  Ausfuhr  von
Bier  auch  die  Nückvergülungen  für  ausgeführ.
tes  Bier  nur  mit  101:  Millionen  Mark,  mil.
bin  um  1  Million  Mark  niedriger  als  in  der
lehten  Budgetperiode  angesenzt  find.  Der  Berichtertatter
  Abg.  Stang  bemer  dazu:  Eine
dauernden  Erfolg  versprechende  Aenderung  der
Gesetzgebung  lant  sich  zwar  nach  den  Erklärungen
  der  Staateregierung,  wie  sie  in  der
Budgetrede  des  Finanzminisers  vom  30.  Sep.
tember  1915  enhalten  sind,  im  gegenwärtigen
Zeitpunki  nicht  in  Auessicht  nehmen;  dennoch
durfte  es  für  zulunftige  barlamentarische  Er

örterungen  eine  der  Erwägung  murdige  Frage
bleiben,  ob  das  Malizaufschlaggesen  sich  nicht
auf  eine  andere  Grundlage  stellen  ließe,  die
einerfeiteine  bessere  Berücksichtigung  der  wirtschaftlich
  schwächeren  Brauereibelriebe  ermoglicht
  und  andererseits  die  ruckläufige  Bewegung
in  dem  Erträgnisse  des  Maljzausschlages  einzudämmen
  geeignet  wärc.  Vor  allem  aber  mird
s  eine  erniee  Sorge  der  Staaloregierung  sein
mussen,  unter  entsprechender  Wahrung  des
Schutzes  der  Kleinbrauer  der  zunehmenden  Verschlechterung
  des  Stammmurzegchaltes  wirksam

 

 

     

als  ein  Uebel,  das  der  Krieg  mit  sich  bringt.  entgegenzutreten.  Der  Berichterstaner  richtet
—

imerruch  au  henen,  windsullen  Jagen  auf  der  den  tcie  es  ein  —EEEEELIIIIIIIIII
Sere  hrobaanet  han  der  iu  ein  Künde.  e  ile  innen
Der  Himinel  uͤber  ibrem  Haupxte  halie  enlie  licher  ters  lenseriicher  Mhund  halle  ovendie

  Varbe  gluhenden  Kunsers  verloren  und  haren  2onen.  Denn  ##  gab  inen  die  (ör#mi#nmar
  imteder  tiefbölau  gemorden.  Auf  dem  schein-  be  daß  undee  snen  Zudorn  zebolnmnen  ieren

baren  Horizom  aber,  der  durch  den  oberen
iand  der  Nevelwand  gebildet  wurde.  baute  sich
in  lebhaften,  glanzenden  Varben  ein  wunderbates
  Panorama  auf.

Man  sah  ganze  Reihen  von  Mirär.
zelten,  angensiöcte  Kamele  und  Pierde.  und
cein  buntes  Gemimmel  von  Arabern.  Wegern

und  italiemschen  Soldaten.
haft  vergrößerten  Propo
daß  selb't  geringiügige
erkennvar  waren.

Und  man  jtah  auch.  womit  alle  dieie  Menschen
  beschaftigt  shienen.  Truppweise  waren
sie  an  der  Arbeit,  in  der  Erde  zu  graden  und
große  Erdhaufen  auiz:  iwerfen.  Ware  nicht  die

—  alles  in  rieien.
erionen,  aber  so  klar.
Cinzelbeiten  deutlich

unwahrscheinliche,  fast  groterke  Große  der  Mencen

  und  Tiere  gewesen.  und  die  lautlose

riiie,  mit  der  sich  ihre  enrigen  Hantierungen
vollzugen,  man  ware  sicher  gemesen,  einen
Vorgang  zu  beobachten,  der  sich  greifbar  nurklich
  in  unmittelbarster  Nohe  vollzoge.  Das
ganze  Bild  war  bhamase  isch  und  marchenhait
in  der  grandiosen  Jeichn  nu  der  Umrisse.  aber
volliommen  realiftüch  in  Vormen  und  nurvden.
Selbst  der  genialste  Maler  ware  nicht  unstande
gewesen,  Achuliches  zu  schaffen,  wie  hier  ein
selllomes  Spiel  der  Nazur  es  innerbalb  weniger
Minuten  hervorgedracht.

Beschauern  des  von  den  Lichtstrahlen
  auf  den  Ncheimnternrund  gezanberten
Gemäldes  aber  waren  etüche,  die  in  ihm
noch  ctwas  ganz  anderes  sahen,  als  die
interessante  Nakurerscheinung.  Lür  fir

die  Sce-Die
  Zehnihre
  itolzen  Hafinungen
die  „unge  neure  Nerocnarbe:  nund  das

.  ZipkintieeieseHIii
i  iiieiiindikriiiLviiseid
5?  r  Spannung  und  Aui.  gug
in  die  JZire  aingen.,  war  es  ihreen  Bideriaer
oiienbar  gelungen,  die  Statte  zu  iinden.  an
der  unter  dem  Wusteniande  de  Schaße  der
Sabäüer  begraben  lagen.

30.  Kapitel.

Für  den  Araber  ist  2cder  weiße  Mann  ein
„Franle“.  Der  europariche  Eindringung  erhielt
diesen  mut  leineswege  freundschaftlichen  Vorstellungrn
  verbundenen  Namen  wahrend  der
Kreutzuge,  und  der  Oniemale  pfleg:  jeine
Beariife  im  Verlauf  der  Jahrhunderte  wenig
oder  gar  nicht  zu  andenn.

Um  so  viel  ireilich  hat  sein  Horikont  sich
im  Verlauf  dieser  Jahrbunderte  erwenert,  daß
er  zwischen  Franken  verschiedenen  Stammes
zu  unterscheiden  weiß.  Abdur  Kader  meinte
also  nict  mehr  die  Franken  im  allgemeinen,
londern  nur  uhre  italienischen  Spezies,  als  e
die  beftigsten  Verwunschungen  gegen  die  Ur.
gläubigen  ausstieß,  während  die  Lustipregelung,
dic  nur  von  verhaltnismaßig  kurzer  Dauer  gewesen
  war,  langsam  verblaßte.

—  daß  alies  unmsolist  gewesen  mar:
sazz#  wie  der  Zug  durch  die  Wüsee.
tauten  de.  die  ise  an
Lem:  ndet.