Volltext : Bismarck´s Glaube.

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einer  Weise?  Ich  habe  nur  die  Konsequenzen  (NB)  gezo—
gen,  die  ihm  für  unser  Staatsleben  entfließen,  und  auf  die
Schwierigkeiten  aufmerksam  gemacht,  in  die  unser  Staats—
leben  dadurch  kommt,  und  infolgedessen  auf  die  Uotwendigkeit
  aufmerksam  gemacht,  daß  man  so  wenig  wie  möglich
von  GElaubenssachen  in  das  Staatsleben  hineintun  müsse.
ber  den  Elauben  respektiere  ich  ja,  und  würde  ihn,  wenn
er  sich  auf  Dinge  erstreckte,  die  mir  und  den  andern  evangelischen
  Christen  noch  ferner  wären,  dennoch  respektieren.“

Als  nun  der  Hapst  immer  offener  für  das  Sentrum
sich  engagierte,  trat  auch  Bismarck  immer  offener  den
päpstlichen  Herrschaftsgelüsten  entgegen.  Am  5.  Dezember
1874  vertrat  er  die  Einziehung  der  Gesandtschaft  in  Rom
als  Sache  staatlichen  Anstandes  44):  „Es  ist  die  Eigenschaft,
das  Haupt  einer  Nonfession  zu  sein,  welche  in  Deutschland
Bekenner  hat,  noch  kein  Grund,  einen  diplomatischen  Dertreter
  bei  einem  solchen  haupte  zu  haben.  Ich  wüßte  nicht,
daß  wir  bei  dem  haupt  irgend  einer  anderen  Konfession
uns  diplomatisch  vertreten  ließen  .  Solange  das  haupt
der  römischen  Kirche  diejenigen  seiner  Untertanen,  die  unabhängig
  von  dieser  ihrer  Eigenschaft  Untertanen  eines
Staates  des  deutschen  Reiches  sind,  in  ihrem  auflehnenden
Derhalten  gegen  die  Gesetze  ihres  eigenen  Daterlandes
ermutigt  und  unterstützt,  ja  diese  Kuflehnung  von  ihnen
als  eine  geschworene  Dienstpflicht  fordert,  so  lange  ist  es
eine  Anstandspflicht  für  das  Deutsche  Reich,  eine  Macht,
die  solche  Ansprüche  erhebt,  nicht  nur  nicht  anzuerkennen,
sondern  auch  nicht  den  Schein  auf  sich  zu  laden,  als  beabsichtige
  es  diese  Anerkennung  in  der  zukunft  auszusprechen.