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wobene Höhen nichto ahnen lassen von den Schluchten und Abgründen,
den Steinwüsten und Wildbächen, die der Wanderer
darin zu überwinden hatte. Hierher gehört namentlich, was
man die dynastische Legende neunen möchte. Sie bedingt wesentlich
das eigentümliche Kolorit, das der konventionellen Darstellung
der älteren preußischen Geschichte eigen ist. Denn je
dankbarer ein Volk auf die Verdienste seines Herrscherhauses
zurückblickt und je vertrauenovoller es seine Zukunft in dessen
Hände legt, um so mehr wird es geneigt sein vorauszusetzen,
daß das immer so gewesen sei und daß jenes innige Verhältnis
von jeher und zu allen Zeiten bestanden habe. So hat
sich auch das preußische Volk gewöhnt, bereits die Anfänge der
Hohenzollern in einem Lichte zu sehen, in dem sich ihre Verbindung
mit ihrem Volke thatsächlich doch erst sehr viel später
darstellt. Auch hier überträgt eine spätere Generation die Gefühle,
die sie erfüllen, auf die früheren Generationen, die sie
in diesem Maße gar nicht hegen konnten, und setzt Ueberzeugungen,
die für sie die Summe aus der Erfahrung von
Jahrhunderten darstellen, bei ihren Ahnen voraus, die doch nur
die ersten, schwer verständlichen Anfänge dieser Entwickelung
gesehen haben, ihren Fortgang aber nicht ahnen konnten. Auch
ohne Umdichtung der einzelnen Thatsachen erhält die ältere
brandenburgisch-preußische Geschichte dadurch im ganzen ein stark
legendarisches Gepräge.
Das mag befremdlich klingen. Heimisch in der Mark abe
und ihr unlösbar verbunden hat sich doch vor Johann Cicero
kein Hohenzoller gefühlt. So Großes Friedrich I. in Befriedung
und Ordnung des zuchtloser Verwilderung verfallenen
Landes geleistet: nicht eigentlich um des Landes und seiner
Einwohner willen that er es, sondern um in Brandenburg den
Stützounkt zu gewinnen für die Verwirklichung der ihn erfüllenden
ehrgeizigen Pläne zur Schaffung eines auch Pommern,
Mecklenburg und Sachsen umfassenden Großstaato. Als diese
kläglich gescheitert, hat die Mark kein Interesse mehr für ihn
und er verläßt sie (1426), um sie nie mehr wieder aufzusuchen.
Sein ihn als Statthalter vertretender Sohn Johann,
der Land und Leuten völlig fremd blieb, war froh, als er nach