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Packtasche — Panzer (Geschichtliches).
p.
Packtasche, s. Mautelsack.
Pageien, kurze Ruder, deren mansichin
engem Fahrwasser oder bei vollgepackten
Booten statt der Riemen ((. d.) bedient.
Pagerie (spr. pahsch.) in Bayern, (.
Edelknaben. .
Palintona, grischsches Wurfgeschütz,
das sein Gescho
s. Geschütze (S. 162).
Palissaden sind 28 — 30 em starke,
3—35 m lange, zugespitzte Pfähle aus
Rundholz (Baumstämme)hoder behauenen
Hölzern, die bis 1 m tief nebeneinander
Eingegraben und oberhalb durch eine Latte
verbunden werden. Solche Palissadenreihen
dienen entweder nur als Annäherungshindernis
(Hindernispalissadierung)
oder als eine verteidigungsfähige
Deckung (Verteidigungspalissadierung)
für Infanterie. Letztere wird
so eingerichtet, daß zwischen jeder dritten
und vierten Palissade ein zum Hindurchstecken
des Gewehrs genügend breiter Zwischenraum
(7 em) bleibt, hinter welchen,
um ihn zu schließen, eine schwächere, 1,3m
hohe Brustpalissade gesetzt wird. Alle
Palissadierungen müssen gegen das feindliche
Geschützfeuer gedeckt sein. Die Hindernispalissaden
dienen zur Verstärkung von
Hindernissen, auf der Sohle von Vorgräben,
zur Absperrung von Durchgängen in
Dörfern, am Rand befestigter Gehöfte 2c.
Unter dem obern Grabenrand von Feldwerken
liegend eingegraben, heißen sie
Sturmpfähle oder Fräsierungen
(s. d.). Verteidigungspalissaden dienen
zur Absperrung der Kehle offener Schanzen
und erhalten hier meist einen kleinen
Vorgraben, mit Pfählchen besetzt, oder
einen dahinter angeschütteten Auftritt.
Ebenso dienen sie zur Absrerrung der
Waffenplätze im gedeckten Weg von Festungen,
zur Anlage von Tamboms 2c.
Pallasch, der Kürassierdegen, eine etwa
1 m lange Klinge mit Hohlschliffen und
Messingkorb. Das Garde= und sechste Kürassierregiment
haben den russischen P.
mit ganz gerader Klinge, in deren Mittellinie
die Spitze liegt. Alle andern Küunter
450 schleuderte;
rassierregimenter führen den französischen
. mit leicht gekrümmter Klinge, deren
pitze in der Verlängerung des Rückens
liegt. Der P. ist daher vorzugsweise
Stichwaffe. Er wiegt mit Scheide 2,25,
ohne Scheide 1,38 kg.
Palliserbolzen, " Panzer (S. 277).
Pallvorri kunß, s. Ga albil#.
Palmerantz-Winborg-Mitrailleuse,
s. Kartätschgeschütze (S. 206).
Panduren, während desösterreichischen
Erbfolgekriegs 1741 vom Freiherrn von
der Trenck aus Kroaten und Slaweniern
aufgestellte Infanteriefreikorps, die ihres
wilden Kriegseifers, ihrer großen Behendigkeit
und ihrer Raublust wegen der
Schrecken aller Länder waren und selbst
von geschulten Truppen gefürchtet wurden.
1756 wurden Trencks P. zum jetzigen
österreichischen 53. Infanterieregiment
umgeschaffen.
Panzer, Schutzbekleidung gegen Angriffswaffen
(vgl. Harnisch). — Die Versuche,
die Bordwände von Schiffen widerstandsfähiger
gegen den Anprall feindlicher
Schiffe und Schüsse Au machen, reichen
in frühe Zeiten zurück. Die Normannen
haben im 12. Jahry. Schiffe in der Wasserlinie
mit Eisenbeschlag versehen, der vorn
in einem Sporn endete. rch das Aufstellen
der Schilde am Bord zum Schutz
der auf dem erhöhten Deck befindlichen
Mannschaften und Ruderknechte gaben sie
der jetzigen Schanzkleidung den Ur-(grung.
1354 ließ Peter von Aragon
chiffe mit Leder überziehen. Die Johanniter
hatten 1530 eine mit Blei gepanzerte
Karake bemannt. Der Genieoffizier
Chevalier d'Argon baute schwimmende
Batterien, deren P., aus Holzplanken,
Eisenbarren, Kork und Leder bestehend,
beim Angriff auf Gibraltar 13. Sept.
1782 nicht den Erwartungen entsprach.
Auch die Versuche Fultons 1814 — 38
in Amerika und England förderten das
Panzerwesen nicht. Als aber 1834 zu
Metz und Gavres Schießversuche behufs
Ermittelung der Widerstandsfähigkeit von
Mauerwerk, Erde und Holz gegen die