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Wie der Wald erwacht.
(Schilderung.)
Disposition:
I. Einleitung.
II. Die erwachende Amsel.
III. Erwachen der gesamten Vogelschar.
IV. Gefahren, die manchem Vogel drohten
a) durch die Eule,
b) durch den Marder,
e) durch den Fuchs.
V. Rettung.
VI. Morgenkonzert.
Ausführung:
Wenn noch die Sterne fröhlich am blauen Nachthimmel schimmern,
beginnt es sich im Walde zu regen. Die Amsel erwacht.
Sie schüttelt den Tau von ihrem schwarzglänzenden Gefieder, wetzt
den Schnabel am Zweige und hüpft höher hinauf am Ahornbaum.
Sie wundert sich fast, daß der Wald noch fortschläft. Zweimal,
dreimal ruft sie über die Berge hin. Dann flötet sie mit Macht
ihre Weisen, bald lustig, bald klagend. Rasch erwacht nun das
Leben im Walde. Alle Vögel erheben sich aus ihren dunklen
Büschen. Wie manches kleine, arme Vöglein lebt freudig auf!
Hat es doch eine lange, angstvolle Nacht hinter sich. Es saß auf
einem Zweige, den Kopf ins Gefieder gedrückt. Da flog im Sternenschein
eine Eule durch die Bäume und suchte sich eine Bente. Aus
seinem Eichhornneste kam der Marder herunter; durch die Büsche
war der Fuchs gegangen. Das Vöglein hatte alle gesehen. In
der Luft, auf dem Baume, auf dem Boden hatte das Verderben
gelauert viele traurige Stunden lang. Angstvoll hatte es gesessen
und sich nicht zu regen gewagt. Ein paar junge Buchenblätter
hatten es geschützt und verdeckt. Wie fröhlich hüpft es jetzt hevor,
da es Tag wird! In klaren Schlägen ruft der Buchfink, hell singt
das Rotkehlchen vom Gipfel des Lärchenbaumes, der Weidenzeisig
im Erlengebüsch. Der Kuckuck läßt seinen Lockruf hören; dazwischen
trillert der Hänfling, kollert die Baummeise, jubelt der Distelfink,
wiett der Zaunkönig, piepst das Goldhähnchen, trommeln die Spechte.
elch' schönes Morgenkonzert in den grünen Hallen des Waldesl